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Ähnlichkeiten? Rein zufällig?

Botschaften! Welche Botschaften? Nun ich meine die, die uns jetzt von den Laternenpfählen entgegen springen. Ich möchte mich nicht über einzelne Parteien oder die Qualität der Aussagen äußern, das mag jeder für sich selbst entscheiden. Ob nun die Aussagen weiterhelfen oder nicht, na ja. Mir geht es im Fall von Falkensee auch um die Aussagen.

Diese Aussagen auf den Plakaten ähneln sich doch sehr. Bei der Bildung zum Beispiel setzen sich alle für gleiche Bildungschancen ein. Besonders deutlich werden die Ähnlichkeiten aber beim Thema Verkehr (sinngemäß):

  • Grüne: Für gute Verbindungen (Bild vom Bahnhof mit Zügen und Fahrrädern).
  • Linke: Bestimme mit wann der Bus kommt.
  • CDU: Für ein drittes Gleis (Regionalbahn)
  • SPD: Mobil auch ohne Auto.

Okay, wenn wählt man denn da? Alle wollen ja anscheinend alles dasselbe. Auch die CDU und vor allem die SPD. Was macht also den Unterschied? Für Falkensee bedeute diese: Die Zählgemeinschaft aus SPD und CDU hat 4 Jahre Zeit gehabt die Themen, für die sie jetzt auf Stimmenfang gehen zu realisieren. Haben sie das in ausreichender weise getan? Ich behaupte mal nicht. Gerade die SPD hält sich eher mit dem Straßenbau auf. Festhalten an der Nordumfahrung, Ausbau der Spandauer Straße, Ausbau der Hertzstr. usw. sprechen eine andere Sprache. Das sind Themen, für die sich die SPD unter Herrn Müller stark macht. Fahrradwege? Fehlanzeige. Was die Bahn angeht, da will sich Müller die heftig diskutierte Lösung mit der S-Bahn offen halten. Beim Thema P+R am Bahnhof Albrechtshof, bedurfte es erst eines Auftrages der Stadtverordneten; auf Antrag der Grünen hin.

Tja, so ist das. Opposition ist halt doch Mist. Hat der Müntefering schon gesagt. Das Problem unserer Stadtverordnetenversammlung ist es, dass gute Ideen Opposition, bestehend aus Die Grünen, Die linken und der FDP an der Zählgemeinschaft aus CDU/SPD gescheitert sind; aus politischen Gründen und als Machtbeweis.

 

Nun hat der Wähler am 25.05.2014 auf langer Sicht die Chance die anderen Parteien in die Pflicht zu nehmen. Mit der Abwahl der CDU/SPD Zählgemeinschaft gibt er Falkensee die Chance, das es eine Verkehrsplanung geben wird, welche die Belange aller Verkehrsteilnehmer würdigt.

Fazit: Auch wenn sich SPD und CDU Wahlbotschaften vielleicht denen der Grünen und andere Parteien ähnlich, so haben sie die vergangenen Legislatur nicht dafür genutzt um zumindest teilweise das umzusetzen, was sie uns jetzt mit blumigen Worten versprechen.

Uwe Abel

Wahlplakatemüllentsorgungsdesaster.

Die Wahl ist vorbei. Zwar wissen wir immer noch nicht was für eine Regierung wir haben werden, aber was soll’s. Vielleicht gibt es ja doch Nauewahlen. Wenn das so kommen würde, dann hätten ja die Plakate hängen bleiben können.

Es hängen auch noch reichlich, vor allem in Berlin. Aber auch in Falkensee halten sich Frau Krüger Leisner, Uwe Feiler und Dr. Neugebauer hartnäckig an der Laterne. Erst gestern habe ich wieder eins vom Bündnis gegen Rechts abnehmen müssen. Ausnahmsweise mal kein Zerstörtes. Dazu später mehr.

Foto: Frank Winkler
Foto: Frank Winkler

Nicht nur hängen, sondern auch liegen bleiben ist bei den Wahlplakaten angesagt. Ein großer Stapel hat sich direkt gegenüber  des Falkenseer Rathauses angesammelt. An der Baustelle neben einen Stromkasten legen sie da nun so rum, bzw. fliegen oder werden durch die Gegend getreten. Sehr unschön. Einige Bürger haben sich schon beschwert und Anzeige beim Ordnungsamt gestellt. Sieht man sich die Plakate genauer an, stutzt man unwillkürlich. Die dort abgebildeten erscheinen dem Falkenseer teilweise unbekannt. Das ist auch kein Wunder, denn eine große Anzahl dieser Plakate stammt aus Berlin, genauer aus Spandau und Charlottenburg/Wilmersdorf mit dem Schwerpunkt bei CDU/FDP. Wie kommen die nun dahin und wieso gerade Falkensee und dann noch vor dem Rathaus? Ein Mysterium?

Hier erweißt sich dann Facebook mal wieder als nützliches Medium. Mal kurz einen leicht angesäuerten Post mit den richtigen Tags posten und schon kam Bewegung in die Plakataffäre. Die erste Erklärung kam vom Vorsitzenden der Piratenfraktion Spandau, Emilio Paolini. Es könnte sich um gestohlene Plakate aus Haselhorst handeln. Die Täter würden im NPD Umfeld vermutet und es gebe Fotos von einem Wagen mit Hebebühne. Einem Tag, nachdem die Plakate verschwunden waren hingen dort überall NPD Plakate. Ob das als Beweis reicht?

Die zweite Reaktion folgte kurze Zeit später. Die CDU Spandau meldete sich zu Wort. Schuld wäre eine Firma, die Laternen gestrichen hätte und die Plakate unberechtigterweise entfernt hätte. Da ergibt sich bei mir die Frage, wer hat denn die Firma beauftragt? Das muss doch das Bezirksamt gewesen sein oder? Was sollten den die armen Handwerker machen? Drüber streichen. Ich meine, wen dem so ist, ja das ist ärgerlich aber deswegen Anzeige zu erstatten? Nein, völlig überzogen.  Lieber mal die Plakate abholen (lassen) und entsorgen. Da hat sich keiner zu geäußert. Nur die Piraten wollen ihre Plakate diese Woche noch abholen.

Also die Plakate liegen vermutlich noch ein paar Wochen da herum und vergammeln oder auch nicht. Beide Geschichten haben sicherlich etwas Wahres an sich. Immerhin tobte auch in Falkensee der Schilderkrieg. Ob nun Vandalen oder Neofaschisten blieb bisher ungeklärt. Allerdings wurden rund um den Bahnhof und anderorts hauptsächlich Plakate linker Parteien und vom Bündnis gegen rechts zerstört. Leider gibt es auch immer wieder linksgerichtete übermotivierte, die auch NPD oder AFD Plakate vernichten; auch nicht richtig.

Auch die zweite Geschichte mit den Laternen, ja die kann ich bestätigen zumindest in ähnlicher Form. Ich hatte seinerzeit Plakate in der Kantstraße auf gehangen. Bei einer Kontrolle eine Woche später vermisste ich zwei Plakate. Ich stieg also aus und wollte neue anbringen. Ich stutzte. Wo sollte ich, die den jetzt anbringen. Ich hatte nämlich zwei alte DDR Straßenlampen als Fläche genutzt, die inzwischen entfernt worden sind. Hätte ich das vorher gewusst. Nur nicht aufregen. Allerdings werden wir uns als Partei fragen müssen, ob wir weiter Geld in einen Laternewahlkampfstecken wollen und wenn ja wie viel.

Man könnt meinen so langsam müsste dieser Plakatkrieg zu Ende sein. Es gibt aber noch eine weiter unbestätigte Meldung. Demnach hat sich ein Veranstalter wieder verwertbare Pappen von B90/Grünen in Charlottenburg – Wilmersdorf angeeignet und mit dem  Oktoberfest Outlet-Center B5 überklebt. Teilweise ist noch die Grünen Kandidatin Lisa Paus darunter. Auch hier wird sich di Staatsanwaltschaft mit beschäftigen. Immerhin kosten die wieder verwertbaren Pappen auch Geld. Mal sehen was daraus wird.

Uwe Abel

Der (All)tägliche Wahlkrampf – Plakat und Unmut?

Der Wahnsinn nimmt kein Ende. Bereits einmal hatte da BA-Spandau gemahnt. Geschehen ist nichts. Das stimmt nicht ganz. Neue Plakate wurden schon gehangen. Allerdings haben die Parteien der Aufforderung, die zu niedrig hängenden Plakate, wieder auf Normhöhe zu bringen nicht befolgt. Jetzt droht ein Bußgeld, oder auch nicht. Ich denke es wird nichts passieren. Wie so oft, ich prangere das an.

Nun war ich selbst unterwegs Plakate hängen, natürlich für „Grün“.  Meine Güte teilweise ist ja die Entwicklung der Plakatmenge schon fast inflationär. Ich bin auch mit einigen Bürgern ins Gespräch gekommen. Der potentielle Wähler ist genervt. Er findet die Parteien übertreiben mit der Menge der Plakate. Viele sagen die Plakate wären hässlich und verschandeln das Stadtbild. Kann ich verstehen. Nur wie sollen die Parteien den Bürger auf ihre Themen aufmerksam machen?  Nun ja, ich denke, manchmal ist weniger mehr. Neben den bisher gültigen Regeln uns Sondergenehmigungen zum Aufhängen von Plakaten wäre eine Limitierung der Plakate sinnvoll.

Übrigens wie Grünen haben die ersten voll biologischen und ökologisch komplett abbaubaren Plakate entwickelt. Damit wollten wir uns a) das Abhängen ersparen und b) natürlich nicht unnötig Müll und Schadstoffe produzieren. Nach einer speziell entwickelten Formel sollten sich die Plakate unter bestimmten Parametern, wie z.B. Temperatur, Feuchtigkeit usw. kurz nach dem Ende der Wahl selbständig auflösen. Wochenlang haben unsere Spezialisten an einer Formel geknobelt.  Leider sieht es so aus hätte sich  ein Fehler in der Formel: Lh * d / mm/qm² *w= m/sec + √ Faserdichte eingeschlichen. Also Laternenhöhe * Tage durch Regenmenge * Windgeschwindigkeit  + der Wurzel aus der Faserdichte der Pappe. Vermutlich waren die meteorologischen Bedingen nicht genau kalkuliert. Darum haben sich einige Plakate schon vor ihrer Zeit aufgelöst und dienen nun schon als Rindenmulch oder Blumendünger.

 

Uwe Abel

Der (All)tägliche Wahlkrampf – Die Plattitüden der AFD

Wenn eine neue Partei am Start ist wartet man gespannt, mit welchen Parolen und Plakaten in den Bundestagswahlkampf ziehen. Unter besonderer Beobachtung dürfte hier die Alternative für Deutschland stehen. Das Kürzel der Partei: AFD

Was mir als erstes aufgefallen ist; es hängen sehr viele Plakate. Die Newcomerpartei hat offensichtlich viele Spenden bekommen. Kein Wunder, viele Mitglieder sind eher der besser verdienenden Schicht zu zuordnen. Insider vermuten, dass da noch viel mehr kommt. Anzeigen in recht teueren Zeitschriften um den Wähler zu erreichen. Das es nicht auf die Masse ankommt, sondern auf die Qualität scheinen viel nicht verstanden haben. Mit welchen Sprüchen kommt uns denn nun die AFD.

Viele Plakate beginnen mit der Überschrift Mut zur Wahrheit. Ein Slogan lautet wenn alle einer Meinung sind braucht man eine Zweite. Das ist sicherlich so. Unklar bleibt aber welche Meinung gemeint ist. Also mir ist kein Punkt bekannt, bei dem alle Parteien einer Meinung sind, wo eine zweite Meinung erforderlich wäre. Insgesamt ist der Spruch eine hohle Phrase.

Ich glaube auch, viele werden mit der nächsten Aussage ihre Probleme haben. Nur der Bürger ist systemrelevant, nichts Anderes. Schon klar, es geht um die Not leidenden Banken, die man nicht Pleite gehe lassen kann, weil Sie systemrelevant sind. Ob Otto Normalverbraucher diese Aussage versteht und sich dann für das Programm der AFD interessiert?

Weiter geht’s  im Dschungel der Phrasen und Plattitüden. „Der Euro spaltet Europa“. Sicher nicht, denn vieles in Europa funktioniert auch in der Beziehung zwischen Staaten mit und ohne Euro. Nicht der Euro spaltet, sondern engstirnige Nationalisten wie die AFD.

Einer meiner Favoriten des gequirlten Schwachsinns:“ Der deutsche Frühling beginnt im Herbst“. Nee, echt jetzt. Geht es eurer Alten Naive für  Deutschland jetzt auf einmal um den Klimaschutz oder spielt Ihr tatsächlich auf den Arabischen Frühling an. Ein Revolution mit vielen Toten und verletzten. Die Region ist immer noch destabilisiert und es sterben täglich Menschen. Die Wirtschaft ist am Boden. Wollt Ihr das wirklich? Ein schlechter Vergleich.

Dann macht ihr aus der Wahl auch noch eine Volksabstimmung zur Eurorettung. Ich behaupte, damit ist die Verwirrung komplett. Die AFD, die einen Absatz weiter oben noch den Euro als Spalter verurteilt hat will ihn jetzt retten.

Immerhin ein Plakat finde ich gelungen: Bei dieser Wahl gibt es was zu wählen. Genau, aber eben nicht euch. Ideal ist das Plakat um darunter einen Störe mit dem Spruch: „euch lieber nicht“ anzubringen. Wird lustig.

Uwe Abel

Der (All)tägliche Wahlkrampf – Billige Propaganda!

Eigentlich wollte ich mich ja heute über die Wahlplakate der AFD lustig machen. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Bei der Recherche über Gemeinsamkeiten mit anderen rechtspopulistischen Parteien bin ich auf alte Bekannte gestoßen. Schon der Vergangenheit sind die „Reps“ durch drollige Plakate aufgefallen. Meistens hatten die Plakate das Niveau der Bild oder noch schlimmer. Blond und dicke Brüste war das Motto, siehe hier http://www.geo-net.net/4-34)%20Lorz-Dateien/image004.jpg Na Ja, ziemlich billig aber wer es braucht, ihr Sexisten!

Nun waren die Herren  also in Spandau aktiv. Ich habe zwar keine Plakate  gesehen, aber es wird schon stimmen. Schließlich kann man ja hier nachlesen: http://www.rep-berlin.de/Pressedetail?ObjectId=ec29644f-03b7-4dd2-96bd-9e52ebf1efc8

Erster Punkt. Ihr habt keine Ahnung. Wenn Ihr braunen Dumpfbatzen mal im Rathaus nachgefragt hättet wüsstet Ihr, dass der Zeitpunkt schon in Ordnung war. Bemängelt wurde vom Ordnungsamt lediglich die Höhe der Plakate. Das auf der Website abgebildet Plakat ist so was von Geschmacklos und übelst populistisch und vor allem unwahr. Sicherlich gibt es Rentner, die Zusatzleistungen beantragen müssen, weil es nicht reicht. Mitunter ist aber nicht das System oder der Staat daran schuld. Ihr aber schürt mal wieder die Angst, dass es uns allen so geht. Aber das wollt Ihr ja. Eine ganz billige Masche.

Was mich aber wirklich erschreckt ist der letzte Absatz „Auch die geführten Gespräche mit CDU-Plakatieren haben Spaß gemacht und die Kontakte erweitert, die nach der nächsten Wahl zur BVV Spandau auch in punktueller Zusammenarbeit münden werden“. Würde mich mal interessieren, ob die CDU das genauso sieht.  Ich gehe davon aus, dass diese Aussage eher im Bereich des Wunschdenkens zu suchen ist und ein Propagandatrick ist, also so eine Art pfeifen im Wald des Wahlkampfs. So wurde es mir auch von Seiten der CDU bestätigt. Die CDU hat sich nur an die Nettiequette gehalten und das andere Wahlkampfteam freundlich gegrüßt. Mehr war nicht. Das CDU Wahlkampfteam kann sich nicht erklären, wie daraus Gemeinsamkeiten oder gar eine Zusammenarbeit entstehen soll inhaltlich und ideologisch liegt mann unüberbrückbar weit auseinander. Kai Wegner hierzu: „Diese Partei ist zum Glück bedeutungslos! Es wird auf keiner Ebene eine Zusammenarbeit mit dieser Partei geben solange ich Vorsitzender der CDU Spandau bin!“

Uwe Abel