Schlagwort-Archive: Wahlkampf

Die NPD kommt…….

….und keinen interessiert es wirklich.

Ich ärgere mich nur noch selten über den braunen Mob. eigentlich kann ich über die Aktivitäten der NPD nur noch den Kopf schütteln Fährt man z.B. von Falkensee nach Spandau oder umgekehrt fühlt man sich schon etwas unwohl. Diese massive Plakatierung an den Laternen ist schon irgendwie bedrohlich. Fast an jeder Laterne hängt ein Plakat der NPD in den Farben der Nationalsozialisten schwarz rot weiß. Das ist wie 1936, wo die großen Straßen zum Besuch des Führers mit Fahnen geschmückt worden sind. Das ist wohl auch das Kalkül der NPD.

Allerdings sind die Plakate, nun ja, nicht mehr aktuell. Neue Slogans fallen de NPD nicht ein. Auf den Botschaften klingt Rassismus und Fremdenhass und Homophobie durch. Das Thema „Raus aus dem Euro“ wird ja inzwischen auch von anderen Parteien genutzt. Sind das die letzen Zuckungen einer Partei, die eventuell demnächst verboten wir?

Als mich am Dienstag dann über viele verschiedne Kanäle eine Nachricht erreichte war ich erschrocken. Die NPD am Bahnhof in Falkensee. Keine Zeit mehr eine Gegenaktion zu starten. Ärgerlich? Nun ja, die NPD scheint nun wirklich durchzubräunen inklusiven der Bremsspuren in der Unterhose oder anders gesagt; man hat die Hosen voll. Deswegen werden Anträge für Wahlstände kurzfristig gestellt und auch Presse und Polizei erst kurz vorher informiert. In diesem Fall war es der Montag, 24 Stunden vor dem Erscheinen.

Ein Erfolg für die NPD? Na ja, Gegendemonstranten waren keine das. Genauer gesagt war eigentlich keiner da. Von den braunen Schwanenschwenker nahm kaum einer Notiz. Auch nachdem die Typen endliche ihre technischen Probleme gelöst hatten und ein kurze Rede hielten hörte Ronny Zasowk keiner zu. Allerdings gab es ein paar Schmährufe vom vorbei eilenden Bürgern. Fazit: So dürfte es schwierig werden Stimmen zu fischen und das ist auch gut so. Übrigens von den üblichen Verdächtigen aus Falkensee und näherer Umgebung wusste anscheinend auch keiner etwas oder hatte keine Zeit. Ein ähnliches Bild gab es dann auch in den Orten, die danach besucht wurden. Null Interesse. Damit haben die Gegendemos schon wieder einen Erfolg zu verzeichnen, obwohl sie nicht stattfanden.

Die NPD ist halt nicht mehr gesellschaftsfähig und deren Wähler müssen damit rechnen, das Sie auch keinen Platz mehr in unserer Gesellschaft finden.

Uwe Abel

Advertisements

Wahlkampf der GAL Spandau – Aber bitte doch nicht so!

Ehrlich das hatte ich so  nicht geplant, es hat sich so ergeben. Ich war also am Samstag in der Altstadt Spandau. Der Wahlkampf scheint in Schwung zu kommen, denn in der Altstadt hatten sich Parteien mit Ihren Ständen positioniert. AFD, Piraten und die GAL waren auf Stimmenfang aus. Ich setzte mich also gemütlich hin und beobachtete das Geschehen. Insgesamt waren die Leute nicht sehr interessiert und hetzte an den Ständen vorbei

Die AFD versuchte ihre Flyer an Mann und Frau zu bringen. Viele schüttelten ablehnend den Kopf. Anscheinend war die Ansprache des Grünen Wahlkämpfers auch nicht so ideal. Die von ihm angesprochen zeigten leichte Fluchttendenzen. Sehr lebendig ging es am Stand der Piraten zu. Was machen die denn anders? Also startete ich einen Test, ging zum Stand und spielte den unentschlossenen Wähler.

Der Piratenstand wirkt sehr ordentlich. Flyer, Aufkleber und anderes, alles sehr ordentlich. Der Tisch ist übersichtlich und nicht überladen. Der Direktkandidat spricht mich nett an, stellte sich vor und erläutert mir sachlich sein Wahlprogramm. Ich denke, so kann man Wähler überzeugen. Vor allem hat mann mir zugehört.

An den Stand der GAL wollte ich eigentlich nicht. Aufgrund meines etwas angespannten Verhältnisses zu GAL Spandau wollte ich mich nicht auf ein Diskussion einlassen. Ich hatte die Rechnung ohne den grünen Wahlkämpfer gemacht. Der hatte wenigstens Elan und einen lockern Spruch auf den Lippen: „Wenn Du jetzt schon bei den Piraten warst, kannst Du ja mal bei uns schauen“. Ich bin ja nicht dafür, das man in so einer Situation fremde Leute duzt, aber ich konnte nicht anders ich musste mir den Stand ansehen. Der war nicht halb so gut sortiert und wirkte überladen und chaotisch. Weniger ist manchmal mehr, ich will wirklich nicht hetzen, aber es kam noch schlimmer.

Der grüne Wahlkämpfer meinte ich solle doch die Grünen wählen, die kämen immerhin ins Abgeordnetenhaus. Die Piraten hätten ja eh keine Chance. Also Abgeordnetenhauswahlen stehen ja nicht an. Wir reden doch eigentlich vom Bundestag? Okay, nicht so schlimm, aber diese Arroganz und Selbstüberschätzung. Wie wäre es denn mal mit Argumenten, wie: Wir sind für gerechte Löhne usw.? An dieser Stelle mischte sich S. ein. Sie hätte 20 Jahre Wahlkampferfahrung, was sie meiner Meinung nach gut verstecken konnte. Die Piraten stünden bei 3% und daran würde der Wahlkampf nichts ändern. Sie viel mir ständig ins Wort und lies mich nicht ausreden. Zuhören ist nicht ihre Stärke. Ziemlich arrogant und prollig  kam die Gute rüber, die immerhin in der BVV sitzt.

Also gut, ob sie denn glauben würde, dass die AFD über die 5% käme, fragte ich. Antwort: „ Sie könne gar nicht soviel Nazikatzen kleben“. Also die Gute wirft die AFD in einen Topf mit NPD und Reps. Meine Frage wurde nicht beantwortet. Stattdessen folgte eine besserwisserische Belehrung, ob ich den die Nazikatze nicht kennen würde. Klar kenne ich die und mir machen diese Nazis, die äußerlich  in der Gesellschaft auch Sorgen.  Liebe Leute es ist wenig hilfreich bei jeder Partei, die nationalistische Tendenzen aufweist oder am rechten Rand fischt, mit der braunen Keule kommt. Die Bevölkerung kann das auch nicht mehr hören. Das ist irgendwann ein tot gerittenes Pferd.  Man muss sich da mit demokratischen Mitteln und Argumenten gegen wehren.  Ich mag die AFD auch nicht und sicherlich muss man die im Auge behalten. Gerade in der Anfangsphase laufen neue Parteien Gefahr, rechte Mitglieder zu bekommen, die in anderen Parteien nichts geworden sind.  Das war bei den Piraten so und ein Parteifreund berichtete mir, das es auch mal bei den Grünen den einen oder anderen verkappten „braunen“ gegeben hat.  Dieses ständige ins Wort fallen von Frau M., die leicht aggressive prollige Art war mir echt zu blöd. Ich verschwand vom Stand und entschied mich doch wieder die Piraten zu wählen. Würde ich, wenn ich tatsächlich ein unentschlossener Wähler gewesen wäre. Also mit so einer Art Wahlkampf vergrault man sicher Interessenten. Da besteht Schulungsbedarf. Mit Interessenten streitet man nicht. Man hört Ihnen zu und beantwortet Ihre Fragen. Mann achtet darauf wo unser Wahlprogramm ansetzen kann um ihn  zu gewinnen.

Das heißt, wenn mir jemand die Frage so gestellt hätte, würde ich sagen, dass ich dies nicht für ausgeschlossen halte. Dann würde ich fragen, ob er oder sie die AFD wählen würde. Wenn die Antwort nein lauten würde, hätte ich gefragt, welche Themen für Ihn oder sie interessant werden. Aus den Mehrfachnennungen hätte ich das Thema gewählt, in dem ich fit bin. Ich hätte unser Wahlprogramm ohne Überheblichkeit erklärt. Bei ja wäre es schon schwieriger. Da hätte ich gefragt, warum man sich für die AFD entscheiden hätte und versucht die Argument zu widerlegen. Sicherlich kann man da nicht immer erfolgreich sein. Aber so geht das Frau  M. ehrlich eigentlich wollte ich mich ja nicht mehr äußern, aber wer mich so blöde anmacht muss mit Kontra rechnen. Ihr könnt froh sein, das ich mich nicht schon vor Ort und vor allen Leuten ausgelassen habe.

Übrigens die Dame ist auch inzwischen sogar ein Fernsehstar. Sie wurde durch ein Beitrag in der Heute Show geehrt. Ab 6:10 findet man Ihren Beitrag unter dem folgenden You Tube Video. Der Part ist ca. 1:10 Minuten lang und wird durch einen Kommentar von Herrn Welke unterbrochen. Ziemlich peinlicher Auftritt, der meine Beschreibung schon etwas unterstützt. Bitte einfach auf den folgenden Link klicken: http://www.youtube.com/watch?v=LgF4vADBzeI&list=PLF413724F0000F2FD

Zur Ehrenrettung muss ich noch sagen, dass ca. ½ Stunde später Verstärkung anrückte. Ein weiter BVV Abgeordneter der GAL griff in die Standbetreuung ein. Offensichtlich kompetent, denn um den Stand schwirrten einige Interessenten. Ich bin überzeugt, Frau M. ist sicherlich politisch engagiert und macht in der BVV auch eine gute Arbeit. Bitte lasst sie aber keinen Wahlkampf mehr machen. Besser wäre es noch, wenn die Leute vorher geschult werden. Das ist z.B. in Falkensee geschehen, vor allem ging es da um die Inhalte der Bundespolitik. Dabei geht es nicht nur um das Produkt „Grüne/B90 Partei“, sondern um viele mehr. Eine Art Vertriebsschulung, wie mann das Produkt „Grüne/B90“ verkaufen kann.  Es ist durchaus auch wie im Verkauf. Ein Verkäufer, der andere Produkte schlecht macht und seinen Kunden nicht zuhört wird kaum etwas verkaufen.

Vermutlich wird jetzt wieder ein Sturm der Entrüstung bei den Grünen in Spandau ausbrechen. Wie kann mann nur so etwas schreiben und gegen die eigene Partei reden und dann noch im Wahlkampf. Mann kann, denn interne Kritiker kommen bei der GAL nicht so richtig zum Zug. Mitglieder mit einer anderen Meinung werden irgendwie kaltgestellt. Ich denke da nur an die Grüne Perspektive Spandau, die gute Ideen hatte und mal andere Wege gehen wollten. Das waren intelligente und aufgeschlossene Leute, die irgendwann vor dem grünen Klüngel in der Jagowstraße resigniert haben.

Uwe Abel

Der (All)tägliche Wahlkrampf – Billige Propaganda!

Eigentlich wollte ich mich ja heute über die Wahlplakate der AFD lustig machen. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Bei der Recherche über Gemeinsamkeiten mit anderen rechtspopulistischen Parteien bin ich auf alte Bekannte gestoßen. Schon der Vergangenheit sind die „Reps“ durch drollige Plakate aufgefallen. Meistens hatten die Plakate das Niveau der Bild oder noch schlimmer. Blond und dicke Brüste war das Motto, siehe hier http://www.geo-net.net/4-34)%20Lorz-Dateien/image004.jpg Na Ja, ziemlich billig aber wer es braucht, ihr Sexisten!

Nun waren die Herren  also in Spandau aktiv. Ich habe zwar keine Plakate  gesehen, aber es wird schon stimmen. Schließlich kann man ja hier nachlesen: http://www.rep-berlin.de/Pressedetail?ObjectId=ec29644f-03b7-4dd2-96bd-9e52ebf1efc8

Erster Punkt. Ihr habt keine Ahnung. Wenn Ihr braunen Dumpfbatzen mal im Rathaus nachgefragt hättet wüsstet Ihr, dass der Zeitpunkt schon in Ordnung war. Bemängelt wurde vom Ordnungsamt lediglich die Höhe der Plakate. Das auf der Website abgebildet Plakat ist so was von Geschmacklos und übelst populistisch und vor allem unwahr. Sicherlich gibt es Rentner, die Zusatzleistungen beantragen müssen, weil es nicht reicht. Mitunter ist aber nicht das System oder der Staat daran schuld. Ihr aber schürt mal wieder die Angst, dass es uns allen so geht. Aber das wollt Ihr ja. Eine ganz billige Masche.

Was mich aber wirklich erschreckt ist der letzte Absatz „Auch die geführten Gespräche mit CDU-Plakatieren haben Spaß gemacht und die Kontakte erweitert, die nach der nächsten Wahl zur BVV Spandau auch in punktueller Zusammenarbeit münden werden“. Würde mich mal interessieren, ob die CDU das genauso sieht.  Ich gehe davon aus, dass diese Aussage eher im Bereich des Wunschdenkens zu suchen ist und ein Propagandatrick ist, also so eine Art pfeifen im Wald des Wahlkampfs. So wurde es mir auch von Seiten der CDU bestätigt. Die CDU hat sich nur an die Nettiequette gehalten und das andere Wahlkampfteam freundlich gegrüßt. Mehr war nicht. Das CDU Wahlkampfteam kann sich nicht erklären, wie daraus Gemeinsamkeiten oder gar eine Zusammenarbeit entstehen soll inhaltlich und ideologisch liegt mann unüberbrückbar weit auseinander. Kai Wegner hierzu: „Diese Partei ist zum Glück bedeutungslos! Es wird auf keiner Ebene eine Zusammenarbeit mit dieser Partei geben solange ich Vorsitzender der CDU Spandau bin!“

Uwe Abel

Der tägliche Wahlkrampf #6.1

Gott sei es getrommelt, bald ist Wahltag. Wird auch Zeit, dass die hässlichen Wahlplakate ihre Bedeutung verlieren und abgehangen werden. Wobei, ich fürchte auch lange nach der Wahl werden einige Plakate etwas länger hängen. Der Ausgang der Wahl ist noch nicht ganz klar, es wird vielleicht doch noch spannend.

Aber schon vor der Wahl in Berlin gibt es einen Sieger. Nach Begutachtung der vielen Wahlplakate habe ich den Preis für das beste Wahlplakat vergeben. Der Sieger ist…Tatata:

Ja die Piraten bringen es auf den Punkt. Was nützen dem Wähler schöne anrührende Schwarz-Weißfotos, die vom Verstehen Berlins künden oder selbstverständliche Aussagen wie, „Damit sich was ändert“.  Auch die Aussagen der FDP, NPD usw. sind auch nicht viel besser. Die Herrn Politiker können ja viel erzählen, wenn der Tag lang ist. Das tun Sie ja erfahrungsgemäß auch um auf Stimmenfang zu gehen. Also liebe Leute und Wähler, ihr braucht nur einem Plakat zu glauben um die richtige Entscheidung zu fällen, dem der Piratenpartei.

Uwe Abel

Schule hat begonnen?

Wie macht man schlechte Wahlkampfpropaganda? Ist ganz einfach, man informiert sich gar nicht oder sehr schlecht über einen Sachverhalt und macht dann Zusagen, die nicht realisierbar sind oder Dinge die sowieso automatisch eintreffen werden.

So geschehen in der letzten Ausgabe der CDU Zeitung in Schönwalde.

Das Problem Schönwalder Kinder können nicht an ihren Wunschschulen in Falkensee gehen und müssen mitunter sehr lang Fahrwege in Kauf nehmen. Ärgerlich für die Schönwalder.

Das muss sich zum nächsten Schuljahr aber andern. Unser Bürgermeister ist an diesem Thema dran. Es muss genügend Schulräume geben sowie kurze direkte Busverbindungen für unsere Schulkinder an die weiterführenden Schulen. Wir werden sie dazu weiter informieren.

Na, da bin ich aber gespannt. Zwar hat Oehmes CDU erkannt, warum die Schulräume knapp sind, aber das ist auch schon alles. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind die Sanierungsarbeiten an der Kant und am neuen Gymnasium in Falkensee im nächsten Jahr abgeschlossen. Also an Räumen wird es nicht mangeln. Wie Herr Oehme allerdings auf die Buslinien Einfluss nehmen will macht mich neugierig. Schon der Falkenseer Bürgermeister hat sich vergeblich um mehr Kapazitäten bemüht. Wenn Havelbus nicht will…. Hier Abhilfe zu schaffen wer Sache des Kreises.

Wie sieht es eigentlich mit den Schulen in Schönwalde aus? Könnte der Schönwalder Bürgermeister nicht mal dort investieren oder ist alles in das schöne neu Rathaus geflossen?

Der Artikel in der CDU Zeitung zum Thema Schule ist nur hohle Wahlkampfpropaganda.

Uwe Abel