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Unverkäufliches Muster

Nach langem Hin und Her habe ich dann doch angefangen. Nachdem Tobias Lettow mir die Vorzüge von Discogs schmackhaft gemacht hat war ich nun schon fleißig dabei mein mehr oder minder wertvollen Scheiben in die Datenbank einzugeben. Dies ging relativ flott und einfach. Einfach die Nummer auf der Platte eingeben und Zack fertig. Es gab zwar einige freudige Überraschungen und auch einige etwas deprimierende, was den Wert anging, aber das war mir nicht so wichtig. Wie gesagt alles ging gut bis…………(wie es weitergeht erfahren Sie im nächsten Absatz)!

 

……….ich bei Hardrock/Heavy Metall angekommen war. Genau genommen bei den sogenannten Samplern. Es war die letzte Platte der Rubrik. Weißes Cover, das heißt das stand weniger als nichts drauf, nämlich GAR NICHTS! Immerhin gab das Label Aufschluss. Die Platte hieß „Unverkäufliche Musterplatte“  Merkwürdigerweise waren beide Geschwindigkeiten angegeben und das die Scheibe bei Sonopress gepresst wurde. Auch in der Auslaufrille konnte ich keine weiteren Hinweise entdecken. Ich hielt also eine Promoplatte, eine Testpressung in den Händen. Ich konnte mich beim besten Willen nicht mehr erinnern, wann ich diese Scheibe erworben habe. Ich denke es war auf einem Flohmarkt, ich liebe ja das Risiko. No Risk, no Fun, wie sehr der Spruch zutreffend ist, werden wir noch sehen (Achtung Spoiler)!

Also schnell noch auf den Dreher und reingehört. Hmmmmmm, guter Metall, Trashelemente, gelle Solis und etwas Doom. Titel unter anderem Bury my Heart, Legend oft he Kings und War Child. Im Übrigen eine Superpressung, mit tollen Effekten. Nur der Interpret dieser doch recht gelungenen Scheib viel mir nicht ein. Aber man ist ja nicht blöde, also  erst mal Discogs gefragt, dann Google usw. nichts. Weder Titel noch Textzeilen waren zu finden. Nächste Stufe: Shazam, diese App soll ja angeblich die Titel vom Zuhören erkennen. Das Ergebnis war deprimierend. Inzwischen spekulierte ich. Es gab nur zwei Möglichkeiten, entweder wurde diese Scheibe nie offiziell veröffentlich oder es ist eine vergessenen Band gewesen. Nächste Hoffnung war mein Freundeskreis und mein lokaler Plattendealer. Also schnell mal ein paar Aufnahmen mit dem Handy geschnitten und über die sozialen Netzwerke verteilt. Tipps kamen einige, der richtige war nicht dabei. Danke Freunde, ihr habt euch echt Mühe gegeben.

Beim erneuten Hören viel mir dann aber doch irgendwas in der Auslaufrille auf. Im richtigen Winkel zum Licht und mit Lupe waren Ziffern zu erkennen.  005 DMD-4779. Diese Nummer mit dem Zusatz Sonopress hackte ich noch mal bei Google rein und TATA……ich hatte ein Ergebnis. Schnell noch  mit YouTube gegen geprüft und ja gefunden, Treffer!

Die Band heißt „Risk“, die Lp von 1990 heißt Dirty Surfaces und bevor ich euch noch erzähle wie toll die Scheibe ist, hört einfach mal rein.  https://youtu.be/NE8_cn4sCdA

Das Risiko (Risk) hat sich im wahrsten Sinne des Wortes gelohnt. Trotzdem werde ich mir wohl noch die reguläre Version besorgen, alleine schon wegen des Covers.

Uwe „no Risk“ Abel