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Requiem für die alte Stadthalle

Konzerte, oder Liveaufnahmen sind manchmal etwas besonders, aber halt nur manchmal. Was macht einen Live Gig so besonders? Seine Einzigartigkeit.  So ist zum Beispiel Pink Floyds Live in Pompeij etwas besonders weil? Live eingespielt ohne Publikum an einem verlassenen Ort, der auch noch eine besondere Geschichte hat.

Nun hat die Stadthalle in Falkensee sicherlich nicht die historische Bedeutung von Pompeij, aber trotzdem wurde sie nun Ort eines der ungewöhnlichsten Konzerte von dem es nun eine Aufnahme gibt. Christoph Enderlein hat das Konzert gegeben, in der alten Stadthalle, ohne Publikum. Es dürfte das letzte Konzert gewesen sein. Die alte Stadthalle ist geschlossen und wird abgerissen.

Aber nicht der Ort dieses Konzertes macht die Aufnahmen einzigartig. Es ist die Musik und wie sie Enderlein vor einem imaginären Publikum vorträgt. Es ist schon beeindruckend für er sein Songs ankündigt und erklärt als würde er vor Tausenden Menschen stehen.  Das verleiht dem Konzert eine spezielle Atmosphäre passend zu den Songs.

Seine Songs sind so intensiv, so spannend. Enderleins Musik erfordert Konzentration um sie zu genießen. Seine leisen, zuerst nachdenklichen und schon fast melancholisch wirken Songs sind halt keine Hintergrundmusik  für Kneipengespräche. Mitunter nehmen die Songstrukturen eine überraschende Wendung und überraschen, wie zum Beispiel Devils Oak. Grundsätzlich versprühen die Songs Hoffnung, wenn man sie denn wirken lässt.  Manche Songs sind wie, als wenn man kurz davor steht nach einem Tauchgang die Wasseroberfläche zu erreichen, andere sind so vertraut, wie das nach Hause kommen von einer langen Reise. Manche Songs haben die Intensität eines Songs von Leonard Cohen, auch wenn die Stimmlage eine gänzlich andere ist. So erinnert  Leila etwas an Suzanne von Cohen.   Die Vergleichbarkeit ist eh das Problem, weil Enderlein nicht vergleichbar, ist aber das ich schon mal gesagt habe. Das steckt eine Menge drin von vielen, aber vor Allem von ihm selbst. Einzigartig. Sicherlich nicht perfekt produziert, so sind die Aufnahmen aber doch von hoher Qualität.

Um es kurz zu machen. Mit seiner Idee dieses ungewöhnliche Konzert als Download zu veröffentlichen hat uns Enderlein ein Geschenk gemacht. Eine musikalische Perle die vermutlich, so fürchte ich, im musikalischen Mainstreameinheitsbrei verloren gehen wird. Für die alte Stadthalle ist es ein würdiges Requiem. Ich finde 10€ für den Download mehr als angemessen. Infos gibt es hier.
http://www.christophenderlein.net/store

uwe abel

Statt Halle – Planungsfehler

Es ist ja zum Glück nur eine Stadthalle und nicht ein Flughafen. Es ist ja auch nicht so desaströs wie der BER, was da in der Mitte unserer Stadt entsteht. Immerhin ist man schon wesentlich weiter und große Skandale blieben bisher aus.

Trotzdem war das, was der Bürgermeister und Herr Zylla so en passant, im Rahmen der Bürgermeisterinformation, auf der heutigen SVV bekannt gaben eine böse Überraschung.

Grund: Die Kosten der für die Stadthalle steigen um ca. 780.000 Euro. Ursache für die Kostensteigerung sind anscheinend Planungsfehler. So wurde u.a. die Bühnenbeleuchtung vergessen. Schallschutztüren und Rollstuhl gerechte Duschen müssen nach geplant werden. In den Kosten sind nicht nur die Materialkosten enthalten sondern auch zusätzliche Planungskosten, die der Architekt für sein Versäumnis noch als zusätzliches Honorar bekommt. Die Mehrkosten erfordern aber keinen neuen Haushaltsbeschluss. Die Mehrkosten lassen sich aus Vorsteuerrückzahlungen kompensieren

Die Stadt wird in dieser Angelegenheit von einem Anwalt beraten und es wird geprüft, inwieweit hier Regressansprüche geltend gemacht werden können. Herr Müller äußerte sich sehr enttäuscht über die Entwicklung. Die Bekanntmachung sorgte für erhebliche Unruhe, zudem keine weitere Aussprache möglich war. Herr Jabbour (FDP) kritisierte die Informationspolitik des Bürgermeisters. Die Informationen über die anstehen Probleme lagen ihm schon seit letztem Donnerstag vor, allerdings ohne Details. Da Herr Müller erst kurz vor der Sitzung genaue Informationen hatte, wies er den Vorwurf zurück. Im Rahmen des Tagesordnungspunktes „Sonstiges „entstand dann eine kurze Diskussion mit dem Ergebnis, über die Stadthalle noch im Hauptausschuss unter Einbeziehung eines Anwaltes zu beraten.

Das erscheint auch dringend notwendig. Denn aus dem Planungsbüro ist einer der Partner ausgeschieden und inzwischen erkrankt. Man befürchtet seitens der Verwaltung, dass dadurch weitere Probleme bei der Fertigstellung des Projektes entstehen. Man vermutet hier tiefer sitzende Probleme.

Wollen wir mal nicht hoffen. Es ist aber schon erschreckend, welche Fehler sich die hoch bezahlten Planer leisten und das offensichtlich auch die Verantwortlichen nicht die Möglichkeit haben solche Fehler zu entdecken.

Uwe Abel

Ernst gemeint oder nur Wahlkampftaktik?

Morgen ist wieder SVV, meine Pflichten als Geschäftsführer hindern mich an der Teilnahme. Macht nichts. Es kommen auch wieder ruhiger Zeiten. Dabei stehen wieder einige interessante Punkte auf der TO.

Werden wieder die Anwohner gegen die Aufnahme der Flüchtlinge oder wegen des Anliegerstraßenbaus die Fragestunde nutzen? Der Quartalsbericht des Kämmerers wird uns erklären, wie die finanzielle Lage ist und dann wird hoffentlich die Satzung für einen kommunalen Beirat für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen beschlossen. Diese Satzung ist zwar nicht perfekt, hilft aber auf jeden Fall die Sache in Schwung zu bringen.

Die Zügigkeit des Vicco von Bülow Gymnasium soll wegen der steigenden Schülerzahlen erhöht werden. Dann folgen einige Anträge der CDU und SPD, die durchaus zu begrüßen sind aber verflucht nach Wahlkampf riechen. Es geht um eine Verkehrssichere Ausfahrt vom Akazienhof. Die Verkehrssituation ist uns ja auch erst seit gestern bekannt <Ironie aus>. Dann soll noch die Verkehrssituation am Bahnhof Finkenkrug mit einer Bedarfsampel und einem Zebrastreifen sicherer werden. Ein Gehweg soll auch noch geschaffen werden. Sicherlich eine schon lange notwendige Maßnahme.

Der nächste Antrag der CDU/SPD beschäftigt sich mit einem Radweg nach Dallgow. Radwege finde ich gut. Schon jahrelange bemüht sich die Fraktion B90/Die Grünen um mehr Radwege. Allein der Ort ist falsch gewählt. Da gäbe es dringende Projekte, auch im Rahmen der Schulwegsicherung.

Das ganze finde ich etwas seltsam. Wurde nicht bei der Verabschiedung des Haushalts gesagt, dass da keine Luft mehr ist? Vom Landkreis erhält die Stadt demnächst 700.000€ zurück ob die in diesen Projekten verschwinden, kann man nur spekulieren. Wir gesagt soviel Aktivität vor der Wahl lässt einen nachdenklich werden.

Ein Interessenbekundungsverfahren für den Bau einer Seniorenwohnanlage an der Schillerallee soll ebenfalls auf den Weg gebracht werden. Anscheinend haben sich die ursprünglichen Interessenten zurückgezogen. Die Schillerstraße wird ja übrigens dieses Jahr erneuert. Warum zieht man nicht gleich die Wielandstraße mit durch und verbindet das Projekt mit dem Fischerweg / Falkenhagener Str.? Naja mal sehen was aus dem Projekt wird. Wohnungen für Senioren werden dringend benötigt.

Die Linke unterbricht den Antragsreigen und fordert: „Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, bei künftigen Baugenehmigungen zu Ein- und Mehrfamilienhäusern die Auflage zu erteilen, die Hausbriefkästen in geeigneter Weise zwingend an der Grundstücksgrenze anzubringen, die der Anschrift entspricht und vom öffentlichen Straßenrand erreichbar sind. Bei bereits bestehenden Ein- und Mehrfamilienhäuser ist innerhalb von 2 Jahren nach Gültigkeit des Beschlusses eine Umrüstung vorzunehmen“. Eine wirklich gute Idee, denken wir doch mal an die Postzusteller. Daher ist die Begründung für mich durchaus nachvollziehbar: „Die in einzelnen Fällen praktizierte Verfahrensweise, der Befestigung von Briefkästen an der Eingangstür auf dem Grundstück birgt für Zusteller Unfallgefahren in sich. Es ist diesen Personen auf Dauer nicht zuzumuten, bei Zustellungen jeweils die Grundstücke zu betreten, da hier keine Räumpflicht existiert. Diese Pflicht greift nur auf öffentlichen Wegen. Bin gespannt welche Gegenargumente von der Stadtverwaltung kommen.

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt: Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, eine für alle Bürger nachlesbare und nachvollziehbare Regelung zu schaffen, die es den Bürgern im Falle des Straßenneu- und – ausbaus ermöglicht, die Anschlussbeiträge in zumutbarer Weise zu entrichten. So der nächste Antrag der Linken. In der Tat muss man das ganze Thema neu diskutieren. Aber nicht nur die Bezahlbarkeit, sondern auch der Baumschutz muss gesichert werden. Vor allem müssen die Bürger früher in den Entscheidungsprozess eingebunden werden. Mehr Mitbestimmung für alle Betroffenen.

Auch der Platz der alten Stadthalle steht zu Disposition und zwar ebenfalls im Interessenbekundungsverfahren. Die Bedingungen sind recht detailliert aufgeführt. Wer mag kann ja hier mal nachlesen: top_15_ds_6471_antrag (1)

Im Prinzip entsprechen die Angaben den Forderungen der Grünen und der IGZ Initiative. Das dieser Antrag von der SPD kommt erstaunt wollte doch unser Bürgermeister lediglich die Seegefelder im Bogen bis zur Scharrenbergstr. verlängern.

Wie gesagt alles schön und gut, wenn es eine beliebige SVV wäre und nicht die vorletzte vor der Wahl. Mal sehen ob sich das noch bei der letzten SVV topen lässt. Hauptsache nach der Wahl werden die Beschlüsse auch umgesetzt.

Uwe Abel

Das Wort zum Ende des Sonntags

Was war denn so los in unserer schönen Stadt. Normalerweise dient mir ja die lokale Presse dazu um mich über die lokalen politischen Ereignisse zu informieren. Im Moment scheint aber die Brawo, das Stadtjournal und Gespräche mit Bürgern die einzige Quelle zu sein. Was zu Hölle ist den bei der Märkischen los? Oder entgeht mir beim Onlineangebot der MAZ etwas? Trotzdem, habe ich ein paar Anmerkungen zu den aktuellen Nachrichten aus Falkensee.

  1. Weniger ist mehr!
    Denkt sich das Bündnis gegen Rechts und möchte gerne, dass sich die Parteien verpflichten im Wahlkampf weniger Plakate einzusetzen. Sinnvoller wäre es natürlich, wenn dazu ein Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung gefasst werden würde. Das hätte den Vorteil, dass sich auch die Parteien daran halten müssten, die bisher nicht in der SVV vertreten sind. Vor sechs Jahren war die Initiative gescheitert, da der Vorschlag zu kurzfristig kam. Die Parteien hatte ihre Werdeträger schon bestellt. Der Vorschlag wurde schon von Herrn Kissing während der letzte SVV angesprochen.  Innerhalb der Parteien wird das Thema noch diskutiert. Ich hoffe, dass man sich einig wird. Erstens haben wir dann nicht wieder so einen Schilderwald und hoffentlich nicht wieder so viele zerstörte Plakate. Zweitens  gibt es dann so etwas wie Chancengleichheit; kleine Parteien können nicht soviel Geld für Plakate ausgeben. Drittens haben ich und alle andern als Betroffenen weniger Arbeit. Plakat aufhängen kostet Zeit, die können wir Kandidaten dann eher in Gespräche mit den Bürgern investieren.
  2. Baden gehen!
    Apropos Wahlkampf, der scheint jetzt schon zu beginnen. Obwohl beim Start scheint die SPD schon mal baden gegangen zu sein. Ihre Ankündigung sich für ein Schwimmbad einsetzen zu wollen, rief die Kritiker auf den Plan. Der Wunsch nach einem Schwimmbad ist verständlich und grundsätzlich politisches Allgemeingut. Das Problem ist nur: Die SPD hat keine konkreten Pläne, wo das Hallenbad hin soll und wie es finanziert werden soll. Die Baukosten sind das eine, der Unterhalt eine andere. Noch vor nicht allzu langer Zeit, als der Seniorenrat das Thema auf die Tagesordnung brachte, waren Heiko Müller und die SPD die größten Bedenkenträger. Von einer Million Euro jährlichem Zuschuss durch die Stadt war die Rede. Abrakadabra? Hat die SPD plötzlich noch mal eine Million aus dem sehr knappen Haushalt herausgezaubert. Ich hoffe, das mit dem Schwimmbad ist nicht nur Wahlkampfgetöse und ich würde mich freuen, wenn die  SPD mal konkrete Pläne und ein Konzept vorlegen würde. Dann wird sich wohl kaum einer dagegen stemmen.
  3. Stadthalle
    Auch um das Thema: „Was machen wir mit der Stadthalle, wenn die Campushalle fertig ist“? gibt es erneut Diskussionen. Wollte die SPD daraus mehr oder weniger  einen Parkplatz machen und die Seegefelder im Bogen verlängern, haben die andern Parteien ganz andere Vorstellungen. Auf Grund der Aussage der SPD hat sich ja auch die IGZ gegründet. Dadurch ist eine Diskussion über ein mögliches, aber nicht vorhandenes Zentrum entstanden. In der Bahnhofstraße und auch in der Poststraße kann man inzwischen Aktivitäten beobachten, die Hoffnung machen. Allerdings sind die Pläne um das Trafogelände da eher kontraproduktiv. Aus meiner Sicht gebe es andere Lösungen. Ein starker Wettbewerb zum Real würde der Bahnhofstraße sicherlich gut tun. Ein Interessenbekundungsverfahren ist eine gute Möglichkeit, vielleicht eine gute Lösung für die Bahnhofstraße zu finden. Es wäre nur wünschenswert, wenn man auch die Bürger frühzeitig mit einbeziehen würde. Das würde auch den Spekulationen ein Ende setzen. Zum Beispiel kann man die Initiative der IGZ mit einbeziehen.
  4. BI Contra AFD
    Ach so ja Initiative. Mir sind Initiativen lieb, die sich um die Allgemeinheit kümmern und nicht nur an Ihren eigenen Vorteil denken. Manchmal lässt sich das aber nicht verhindern, bzw. es wird auch unterstellt. Immerhin die Contra Initiative hat klar gestellt, das Sie nicht in Verbindung mit der AFD gebracht werden möchte. Der stellvertretende Landesvorstand der AFD, v. Raemdonck ist auch schon länger nicht mehr aktiv. Das ist zu begrüßen. Obwohl einige wohl die AFD am 25.05.2014 wählen werden, weil sie von der regionalen Politik enttäusch worden sind. Liebe Contra, die AFD wird es vielleicht in den Kreistag schaffen, aber die Möglichkeit kommunale Gesetze und Bestimmungen zu ändern wird sie nicht bekommen. Anstelle auf Protest zu setzen solltet ihr den Dialog suchen um mit der neuen Stadtverordnetenversammlung eine frühre Mitbeteiligung zu erreichen. Es ist schade, das in den Reihen so viele Krakeeler sitzen, die zum Beispiel die Abwahl des Bürgermeisters fordern und einfach nur Stimmung machen. Das macht einen vernünftigen Dialog sehr schwierig. Das schadet auch denen, die ernsthaft recherchieren um Ansatzpunkte zu finden, welche dann eventuell zu einer guten Lösung für die Betroffenen führen.
  5. Rechts? Nein Danke!
    Die AFD ist ja nachweislich von rechten Kräften unterwandert oder wie man das auch betiteln mag. Auch andere Rechtsextreme tummeln sich hier in Falkensee. Viele sind der Öffentlichkeit namentlich bekannt. Nach Bekanntgabe, dass eventuell auch in Falkensee Flüchtlinge aufgenommen werden sollen, gründete sich sofort eine  Initiative Nein zum Heim und die NPD mobilisierte alle Mitglieder, damit die Seite möglichst viel Likes bekommt. Die Diskussionen auf Facebook bringen nichts, aber als aufrechter Demokrat kann man nicht schweigen. Falkensee ist aber gut gewappnet den es gibt bereits eine Willkommen Initiative, die schon konkrete Pläne hat und den Gegnern einen erheblichen Wissensvorsprung hat. Wir setzen auf den Überraschungseffekt. Schön ist, das gleichzeitig in der Kantschule ein Ausstellung mit dem Titel „Demokratie stärken, Rechtsextremismus bekämpfen“ stattfindet. Sehr viel Jugendliche und Lehrer haben zugesagt uns bei einem friedlichen Kampf gegen Rechts beizustehen und Flüchtlinge mit offenen Armen willkommen zu heißen. Das macht mich stolz.  Wir zeigen Rechts die Kante!
  6. Piraten
    Ich war beim Piratenstammtisch und wollte mich mal erkundigen, was so der aktuelle Stand in Sachen Kommunalpolitik ist. In den nächsten Zeilen erhalten Sie einen Überblick über das Wahlprogramm der Piraten zur Kommunalwahl ……………………………………………………………………………………………… Das war es! Die Piraten bleiben bei Ihren Kernthemen, wie Transparenz und Mitbestimmung, Direkte Demokratie etc. Themen, die inzwischen schon lange von Bündnis90/Die Grünen und Der Linken übernommen und in die SVV eingebracht worden sind. Kandidaten für die SVV und den Kreistag gibt es kaum. Schade eigentlich, so ein orangefarbener Klecks in der SVV wäre gar nicht so verkehrt. Bunt rockt! Nicht nur in der SVV, sondern allgemein. Immerhin leben fast 100 verschiedene Farben in Falkensee und an der Kantschule werden 13 verschiedene Nationen unterrichtet.
  7. SVV, die nächste:
    Tja nun doch. Das Thema Anliegerstraßen steht auf der Tagesordnung.  Die FDP hat dazu eine Anfrage,  die sich mit dem Thema Pflasterkasse befasst. Interessant sind auch die Anfragen von den Grünen. Thema P+R Parkplatz Albrechtshof und der Namenszusatz Gartenstadt auf den Ortsschildern. Könnte wieder eine spannende Veranstaltung werden. Termin: Mittwoch 29.01. um 18:00 Uhr.

Schönen Sonntag und einen schönen Start in die Arbeitswoche.

Uwe Abel

Hauch einer Großstadt?

Ein Hauch von Großstadt weht mal wieder durch Falkensee. Allerdings ist es kein warmes Sommerlüftchen, das den warmen Geruch von gut gefüllten Straßenverkehr oder einer gut besuchten City mit sich bringt. Nein, eher ein kalter Hauch von Problemen. Genauer gesagt das Parkplatzproblem. Allerdings leistet sich Falkensee weder eine City, noch eine Flaniermeile. Das wird wohl auch so bleiben, jedenfalls auch weiter Zukunft.

Und wieder einmal, werden Kritiker, Mahner und die IGZ bestätigt. Falkensee hat ein Parkplatzproblem (Link). Das Problem ist die Folge einer recht verkorksten Stadtplanung, die bereits kurz nach der Wende begonnen hat. Die Sorge von Herrn Kuschel, das dies nicht mehr reparabel ist, erscheint mir nicht unbegründet.

Vermutlich wird das Problem noch größer, wenn die Stadthalle, hoffentlich sehr erfolgreich, ihren Betrieb aufnimmt. Wir könnten jetzt wieder über die Wahl des Standortes jammern und fragen warum sie so entscheiden haben. Machen wir aber nicht. Wir wollen ja ein Stadthalle, aber warum müssen wir diese so verstecken und in die zweite Reihe setzen? Müssig, darüber zu diskutieren. Alea iacta est, wie der Asterix-Lateiner sagt. Das die Parkplätze ein Problem werden wusste man schon als man beschlossen wurde den Bauantrag zu stellen. Da hat man dann hat die bereits vorhandenen Parkplätze genommen. Mann hat das Fell des Bären praktisch zweimal verkauft. Ob das gut geht?

Unsere Stadtverwaltung hat bei solchen Problemen immer ein Lösung parat, leider solche, die mir und anderen mächtig gegen den Strich gehen. Mehr Verkehr durch die LKW-Maut auf der B5. Da hilft nur die Nordumfahrung. Niemals! Im Fall der fehlenden Parkplätze wird immer wieder der Platz der alten Stadthalle ins Gespräch gebracht. Davor kann nur gewarnt werden. Wie oft wurde aus einem vermeintlichen Provisorium eine Dauerlösung? Oft genug.

Was bleibt ist die Frage, wie unsere Verwaltung das größer werdende Parkplatzproblem lösen will. Sinnvoll wäre es auf jeden Fall erstmal den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln. Gibt es überhaupt noch Flächen, die als Parkplatz genutzt werden können? Die Frage kann nur die Stadtverwaltung beantworten.

Die Chance eine vernünftige Lösung zu finden wurde bereits vertan. Bei der Planung der Stadthalle, hätte man gleich eine Tiefgarage oder eine Parkplatz mit einplanen sollen. Man hätte auch zuerst die alte Halle abreißen sollen. Für die bisherigen Nutzer hätte es sicherlich eine Zwischenlösung gegeben. Auch wenn ich mit der Meinung allein dastehe: Als Standort für die neue Stadthalle wäre der Platz der alten Stadthalle nicht der Verkehrteste gewesen.