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Kein glückliches Händchen

Nach einer gefühlten halben Ewigkeit an Medienabstinenz ist er wieder da, der Bürgermeister aus Schönwalde Glien. Bodo Oehme blickt etwas verdattert auf der Internetseite der Mark Online drein. Vermutlich landet das Bild auch auf der Printausgabe der Brawo. Dass er so guckt, wie er guckt wundert nicht.

Beim Lesen des Artikels bekommt der Leser das Gefühl, das er das doch schon mal gelesen hat. Diesmal geht es um den Um- und Ausbau des Sozialgebäudes am Sportplatz Perwenitz. Es wird mal wieder viel teurer als gedacht. Ja, lieber Leser nicht nur Ihnen wird beim Lesen dieser Zeilen die Kostenexplosion beim Bau des Schönewalder Rathause durch den Kopf gehen.

Ursprünglich sollte der Bau 275.00 Euro kosten. Jetzt ist man bereits bei 428.500 €. Das ist eine Steigerung um 55,8%. Epische Ausmaße, die zwar von den Rathauskosten nicht zu toppen sind, aber man fragt sich schon, was da in Schönwalde falsch läuft.

Liegt es daran, das man in Schönwalde immer auf die gleichen Planer und die gleichen Gewerke setzt? Bodo Oehme hat jedenfalls immer die gleichen Erklärungen parat und spricht von Unwägbarkeiten, die eine Sanierung mit sich bringt. Sein Lieblingsargument letztes Jahr beim Rathausbau. Bei den nun vorliegenden Dimensionen der Kostensteigerung darf man getrost fragen:“ Wie viel hätte den ein Neubau gekostet“? Ach Ja, für einen Neubau gibt es ja keine Fördermittel oder? Ein Argument, warum Oehme immer wieder eine Sanierung bevorzugt. Anscheinend gehen aber seine Milchmädchenrechnungen nicht  auf.

Anscheinend hat das Planungsbüro auch etwas falsch gemacht. Wir werden mal recherchieren, um welches Büro es sich handelt und welcher Architekt dafür verantwortlich ist. Es wird doch nicht der Selbe sein, der auch für den Rathausbau verantwortlich war. Aber eines ist schon jetzt Fakt, ein glückliches Händchen hat Oehme bei solchen Projekten in Schönwalde nicht.

Uwe Abel

SED im Rathaus Spandau?

Spandau-  Nein, es geht nicht um eine Stasiaffäre im Spandauer Rathaus. Eher zufällig bin ich darauf gestoßen, was mich bewegt diese Zeilen  zu schreiben. Die SED sitz im Rathaus Spandau? Geht doch gar nicht! Geht doch und ist nict so schlimm, wie es sich anhört.

Bei der Recherche über die Stadträte und Abgeordneten im Spandauer Rathaus bin ich auf folgende Information gestoßen: LINK

In der Zeit vom 11.12.1946 bis 18.01.1949 saß also ein Mitglied der SED im Spandauer Rathaus. Die Partei war jung. Die Gründungewar am 22.04.46 . Ein Zusammenschluss von SPD und KPD. Lange vor der Zeit als Deutschland geteilt wurde und aus der SED ein Unrechtsregime wurde das seine Bürger drangsaliert und vergewaltigt hat.

Wer war Fritz Kant, der für das BzStr Arbeitseinsatz zuständig war?  Er war Kommunist und Mitglied der KPD und weiter?

Er wurde am 12. Mai 1896 in Berlin geboren. Der Vater war Gastwirt. Gelernt hat er Dreher und Uhrmacher. Den ersten Weltkrieg machte er von 1915 bis 1918 mit und schloss sich danach dem Spartakusbund an bis zur Gründung der KPD-Mitglied., Er war von 1919 bis 1922 Polleiter des UB Berlin-Spandau.

Im März 1921 wurde er Mitarbeiter im Sekretariat des ZA der KPD und mit illegalen Aufgaben betraut. Es folgten Stationen als Bezirkssekretär in der BL Hessen-Frankfurt und in der BL Thüringen. Im Mai 1923 wurde er Orgleiter im Bezirk Halle-Merseburg Im  Oktober 1923 bis März 1925 kehrte er als Mitarbeiter im Apparat der Zentrale in Berlin zurück. Die bewegte Karriere nahem ihren Lauf: 1925/26 Leiter der Orgabteilung des RFB. Kant war auch Sekretär für verschiedene UB in der Provinz Brandenburg. Ab März 1930 wurde er Bezirkssekretär der Roten Hilfe im Ruhrgebiet, danach Leiter der RHD im Bezirk Mitteldeutschland.

Die politischen Aktivitäten sollten im Juni 1933 ein jähes Ende finden. Kant wurde in Nordhausen verhaftet Bis 1934 saß er im KZ Lichtenburg ein. Durch Vermittlung vom Wilhelm Leuschner kam er aber wieder frei. Kant arbeitete als Tankwart in einer Großgarage in Berlin-Halensee, dann war er Chauffeur und Geschäftsführer eines Restaurants. Eine wirklich abwechslungsreiche Karriere. Zur Wehrmacht wurde er vom August bis zum Dezember 1939 eingezogen. Ab 1941 war Kant Einkäufer bei einer Luftfahrtgesellschaft und hielt Kontakt zur Widerstandsgruppe von Wilhelm Leuschner.

Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wurde Kant 1945 Leiter der Antifa in Siemensstadt und 1946 Sekretär der KPD Berlin-Spandau, dann Bezirksvorsteher im Bezirksamt. Bis zu seiner Suspendierung im Oktober 1948 durch die Spaltung des Magistrats war er wie bereits oben erwähnt Bezirksrat für Arbeit und Leiter des Arbeitsamtes Spandau. Bis 1950 gehörte Kant der SED-KL an, und wurde später Landessekretär des Kulturbundes Berlin und Verwaltungsdirektor der Volksbühne Ost-Berlin. Von 1955 bis 1957 leitete er den VEB Berliner Filmtheater und von 1957 bis 1960 war er Abteilungsleiter beim Staatlichen Komitee für Rundfunk der DDR. Fritz Kant starb am 30. Dezember 1970 in Ost-Berlin. (Quelle: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

Das sind die Fakten, die leider wenig über die Verdienst und den Menschen aussagen. Er wurde wegen seiner politischen Einstellung verfolgt und hat sich gegen das Unrecht des Hitlerregimes gestellt. Wie und in welcher Form kann man nur erahnen. Die Biografie ist doch sehr schwammig. Da steckn bestimmt eine Meine spannender Geschichten drin. Trotzdem oder gerade deswegen ein interessanter Lebenslauf. Schade dass der Mann anscheinend ganz ins Vergessen geraten ist. Vielleicht gibt es ja noch Zeitzeugen, die sich seiner erinnern. Vielleicht sollte man ihm doch noch eine Straße widmen.

Uwe Abel

Alles wird teurer!

Falkensee /Schönwalde Glien    Was haben das der neue Flughafen BER, das neue Rathaus in Schönwalde und das Bürgeramt in Falkensee gemeinsam? Richtig alle sind, bzw. werden nicht termingerecht fertig und werden wohl erheblich teurer als geplant. Tja,alles wird teurer, sogar Rathäuser und Bürgerämter.

 Ursache für den Vergleich war eine kurzfristig eingebrachte Beschlussvorlage des Bürgermeisters. Eiligst sollen nun weitere Mittel für die Außenanlagen am Bürgeramt bereitgestellt werden. Grundlage für eine Diskussion über die Kosten, Gründe und Regressansprüche. Fakt ist; ursprünglich sollte die Sanierung de alten Postgebäudes 1,6 Millionen kosten. Nach langen winden und zögern beantwortete Herr Müller die Frage von Frau Nonnemacher. Derzeit belaufen sich die Kosten bisher auf 1,6 Millionen und damit ist noch nicht Schluss. Und jetzt Herr Oehme und Friends, ganz genau lesen: Herr Müller begründet dies mit der Aussage, eine Sanierung wird immer teurer als ein Neubau. Na klingelst Herr Oehme? Das olle Kaufhaus zu sanieren, an Stelle ein neues Rathaus zu bauen war ein teurer Fehler! Aber zurück zum Bürgeramt in Falkensee.

Die Einstellung von Mittel für die Außenanlagen ist erforderlich, weil die Kosten für den Brandschutz höher sind, weil der Boden konterminiert ist, und weil Parkplätze gebaute werden müssen. Wir haben nämlich ein Parkplatzproblem. Parkplätze fehlen u.a. für die neue Stadthalle. Im Rahmen der Diskussion blieb unser geschätzter Bürgermeister wieder mal die eine oder andere Antwort schuldig. Zum Beispiel, wie sich die im Haushalt einzustellende Summe auf die einzelnen Posten verteilen würde.

Übrigens ein Regress wegen des verseuchten Bodens ist ausgeschlossen. Die anderen Gewerke, die für Verzögerungen und Pfusch verantwortlich sind, wird man wohl aber in die Pflicht nehmen können. Herr Appenzeller (SPD) kündigte an, bei der Vergabe der Gewerke für die neue Stadthalle, genau hinzuschauen, wer die Aufträge erhält. Na, lassen wir uns mal überraschen. Hoffen wir, dass die Protagonisten in Schönwalde, Falkensee und in Schönefeld lernfähig sind.

Uwe Abel

Der Rathausexperte? Eher ratloser…….!

SCHÖNWALDE GLIEN Eigentlich könnte der Kommentar kurz ausfallen, tut er aber nicht.

Wir haben es ja immer gesagt oder täglich grüßt das Murmeltier
The same procedure as every month usw. etc etc.
Vielleicht sollten wir uns eine Gebetsmühle anschaffen und beim drehen derselben rufen:“ Daaaaas Raaaaathaus wiiiird schon wieder teuerer, leiiiiideeeeeeeeer.“

Ist aber nicht lustig. Bei den Ausführungen und Argumentationen des Herrn Bodo Oehme muss ich an folgenden kleine Geschichte denken: Frau zur Freundin: „Mein Mann ist der größte Fußballexperte. Er weiß schon am Mittwoch welche Mannschaft am Wochenende gewinnen wird und am Montag kann er dann erklären, warum die Mannschaft doch verloren hat.

Das sehe ich Parallelen. Oehme gab an zu wissen, was ein Rathaus kostet und das die Gemeinde bei der Sanierung besser fahren würde als bei einem Neubau. Tja und nun hat er ständig eine Erklärung dafür, warum die Kosten explodieren und verkauft uns diese als Normalität.

Vielleicht sollte er es doch lieber mit Fußballtipps versuchen, wenn er da daneben liegt, schadet er nur sich selbst und nicht dem Steuerzahler.

Uwe Abel

Zur Fahne Genossen!

Spandau! Ein Bezirk mit Anspruch, liefert mal wieder eine Schlagzeile, die eher in die Provinz zu irgendeiner Kuhbläke passen würde. Es geht um die Fahne. Genauer um die Fahne auf dem Spandauer Rathaus.

Auslöser für das Theater ist mal wieder der regierende Hausmeister, ´tschuldigung Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD). Was ist passiert? Nun der Stolz des Bezirks die Spandauer Flagge hing in Fetzen am Rathaus, wie nach der Schlacht von Waterloo. Das Bezirksamt hatte kein Geld. Also schnell mal einen Spendenaufruf starten. Am schnellsten reagierte die CDU Fraktion, sammelte Spenden und bestellte eine neue Fahne. Wenn man Gutes tut, dann ist es nicht nur eine Asbach uralt wert, nein man darf auch darüber reden. Das ist wohl der Hauptgrund, warum Herr Kleebank diese Spende abgelehnt hat. Hat ihm nicht gepasst, dass die CDU sich mit der Spende hätte profilieren können. Peinlicher ist aber, das man versucht hat die Bestellung der CDU Fraktion zu stoppen, es aber nicht geschafft hat bis heute eine neue Fahne zu bestellen. Herr Reiner Sauff von Spandau TV soll der neue Spender sein

Ach Gott wie ist das wieder peinlich. Wieder einmal hat sich die Entscheidung Herrn Kleebank zum Bürgermeister zu küren als Fehlgriff erweisen. Vielleicht liegt das ganze aber nur an der Strahlung, die angeblich die W-LAN Netze verursachen. Nein, mal im Ernst, wo ist das Problem? Dann hat Spandau eben zwei Flaggen. Schließlich muss die auch mal gewaschen werden. Außerdem ist ja auch die neue Fahne irgendwann zerschlissen. Schön, wenn man dann eine in Reserve hat.

Herr Kleebank hat nun mit seiner unüberlegten Reaktion genau das Gegenteil erreicht. Er wollte der CDU den „Ruhm“ nicht gönnen. Jetzt hat er die CDU als „Gutmenschen“ und sich selbst als nicht souverän und nicht sehr clever entlarvt. Die Art und Weise ist unprofessionell. Ich habe von Anfang an nichts von Herrn Kleebank als Bürgermeister gehalten und sehe mich mal wieder bestätigt. Mal eine Frage, was hat denn Herr Kleebank in den ersten Monaten seiner Amtszeit denn schon positiv bewirkt? Hey das ist jetzt aber eine Steilvorlage für die Kleebank Fans hier ihre Kommentare zu hinterlassen. 😉

Uwe Abel