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Falkensee ohne die Piraten

<Falkensee>       Heute wurde vom Wahlvorstand ob die eingereichten Wahlvorschläge zulässig sind. Sind sie, bis auf eine Ausnahme.

Die Piraten haben es nicht geschafft. Für die ist der Zug abgefahren. Sie wollten im Wahlkreis I und II antreten und haben zwar die nötige Zahl der Unterschriften beigebracht. Diese wurden allerdings nicht im Rathaus gesammelt, sondern auf der Straße. Weil sie nicht beglaubigt sind lies der Wahlvorstand die Kandidaten nicht zu. Der Kreisvorsitzende der Piraten Heydt verwies darauf, dass er diese Hürde für ungerecht hielte und die Piraten dagegen klagen werden. Trotzdem der Wahlvorstand hielt sich an die gültige Regelung; die Piraten sind raus.

Nicht raus dagegen ist der Einzelbewerber, Bernhard Meyer. Als Sprecher der BI Pro Asyl (aber nicht in Falkensee) versucht er mit einem Thema in den Wahlkampf zu ziehen. Er macht sein persönliches Problem zum Wahlkampfthema. Leider erwies er sich auch als schlechter Verlierer. Das ABü wollt ihn nicht auf der Liste haben. Um sich für die Zurückweisung zu revanchieren, versuchte er das ABü beim Wahlvorstand schlecht zu machen und forderte das ABü nicht zur Wahl zu gelassen. Für dieses mehr als schäbige Verhalten wurde er vom Wahlvorstand gerügt. Ihm würde es nicht zustehen eine Ablehnung der Zulassung eines Wahlvorschlages einer anderen Partei zu fordern. Meine Güte was für ein schlechter Stil. Das kann ja heiter werden, sollte der Herr in die SVV einziehen. Mal sehen, wenn er noch so versucht schlecht zu machen.

Irgendwie tut es mir aber leid, dass die Piraten nicht antreten. Die Farbe Orange hätte gut in die politische Farblandschaft gepasst. Mit dabei sind SPD, CDU, FDP, B90/Grüne, ABü und die AFD, mit BI Contra Mitglied Breilich.

Uwe Abel

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Das Wort zum Ende des Sonntags

Was war denn so los in unserer schönen Stadt. Normalerweise dient mir ja die lokale Presse dazu um mich über die lokalen politischen Ereignisse zu informieren. Im Moment scheint aber die Brawo, das Stadtjournal und Gespräche mit Bürgern die einzige Quelle zu sein. Was zu Hölle ist den bei der Märkischen los? Oder entgeht mir beim Onlineangebot der MAZ etwas? Trotzdem, habe ich ein paar Anmerkungen zu den aktuellen Nachrichten aus Falkensee.

  1. Weniger ist mehr!
    Denkt sich das Bündnis gegen Rechts und möchte gerne, dass sich die Parteien verpflichten im Wahlkampf weniger Plakate einzusetzen. Sinnvoller wäre es natürlich, wenn dazu ein Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung gefasst werden würde. Das hätte den Vorteil, dass sich auch die Parteien daran halten müssten, die bisher nicht in der SVV vertreten sind. Vor sechs Jahren war die Initiative gescheitert, da der Vorschlag zu kurzfristig kam. Die Parteien hatte ihre Werdeträger schon bestellt. Der Vorschlag wurde schon von Herrn Kissing während der letzte SVV angesprochen.  Innerhalb der Parteien wird das Thema noch diskutiert. Ich hoffe, dass man sich einig wird. Erstens haben wir dann nicht wieder so einen Schilderwald und hoffentlich nicht wieder so viele zerstörte Plakate. Zweitens  gibt es dann so etwas wie Chancengleichheit; kleine Parteien können nicht soviel Geld für Plakate ausgeben. Drittens haben ich und alle andern als Betroffenen weniger Arbeit. Plakat aufhängen kostet Zeit, die können wir Kandidaten dann eher in Gespräche mit den Bürgern investieren.
  2. Baden gehen!
    Apropos Wahlkampf, der scheint jetzt schon zu beginnen. Obwohl beim Start scheint die SPD schon mal baden gegangen zu sein. Ihre Ankündigung sich für ein Schwimmbad einsetzen zu wollen, rief die Kritiker auf den Plan. Der Wunsch nach einem Schwimmbad ist verständlich und grundsätzlich politisches Allgemeingut. Das Problem ist nur: Die SPD hat keine konkreten Pläne, wo das Hallenbad hin soll und wie es finanziert werden soll. Die Baukosten sind das eine, der Unterhalt eine andere. Noch vor nicht allzu langer Zeit, als der Seniorenrat das Thema auf die Tagesordnung brachte, waren Heiko Müller und die SPD die größten Bedenkenträger. Von einer Million Euro jährlichem Zuschuss durch die Stadt war die Rede. Abrakadabra? Hat die SPD plötzlich noch mal eine Million aus dem sehr knappen Haushalt herausgezaubert. Ich hoffe, das mit dem Schwimmbad ist nicht nur Wahlkampfgetöse und ich würde mich freuen, wenn die  SPD mal konkrete Pläne und ein Konzept vorlegen würde. Dann wird sich wohl kaum einer dagegen stemmen.
  3. Stadthalle
    Auch um das Thema: „Was machen wir mit der Stadthalle, wenn die Campushalle fertig ist“? gibt es erneut Diskussionen. Wollte die SPD daraus mehr oder weniger  einen Parkplatz machen und die Seegefelder im Bogen verlängern, haben die andern Parteien ganz andere Vorstellungen. Auf Grund der Aussage der SPD hat sich ja auch die IGZ gegründet. Dadurch ist eine Diskussion über ein mögliches, aber nicht vorhandenes Zentrum entstanden. In der Bahnhofstraße und auch in der Poststraße kann man inzwischen Aktivitäten beobachten, die Hoffnung machen. Allerdings sind die Pläne um das Trafogelände da eher kontraproduktiv. Aus meiner Sicht gebe es andere Lösungen. Ein starker Wettbewerb zum Real würde der Bahnhofstraße sicherlich gut tun. Ein Interessenbekundungsverfahren ist eine gute Möglichkeit, vielleicht eine gute Lösung für die Bahnhofstraße zu finden. Es wäre nur wünschenswert, wenn man auch die Bürger frühzeitig mit einbeziehen würde. Das würde auch den Spekulationen ein Ende setzen. Zum Beispiel kann man die Initiative der IGZ mit einbeziehen.
  4. BI Contra AFD
    Ach so ja Initiative. Mir sind Initiativen lieb, die sich um die Allgemeinheit kümmern und nicht nur an Ihren eigenen Vorteil denken. Manchmal lässt sich das aber nicht verhindern, bzw. es wird auch unterstellt. Immerhin die Contra Initiative hat klar gestellt, das Sie nicht in Verbindung mit der AFD gebracht werden möchte. Der stellvertretende Landesvorstand der AFD, v. Raemdonck ist auch schon länger nicht mehr aktiv. Das ist zu begrüßen. Obwohl einige wohl die AFD am 25.05.2014 wählen werden, weil sie von der regionalen Politik enttäusch worden sind. Liebe Contra, die AFD wird es vielleicht in den Kreistag schaffen, aber die Möglichkeit kommunale Gesetze und Bestimmungen zu ändern wird sie nicht bekommen. Anstelle auf Protest zu setzen solltet ihr den Dialog suchen um mit der neuen Stadtverordnetenversammlung eine frühre Mitbeteiligung zu erreichen. Es ist schade, das in den Reihen so viele Krakeeler sitzen, die zum Beispiel die Abwahl des Bürgermeisters fordern und einfach nur Stimmung machen. Das macht einen vernünftigen Dialog sehr schwierig. Das schadet auch denen, die ernsthaft recherchieren um Ansatzpunkte zu finden, welche dann eventuell zu einer guten Lösung für die Betroffenen führen.
  5. Rechts? Nein Danke!
    Die AFD ist ja nachweislich von rechten Kräften unterwandert oder wie man das auch betiteln mag. Auch andere Rechtsextreme tummeln sich hier in Falkensee. Viele sind der Öffentlichkeit namentlich bekannt. Nach Bekanntgabe, dass eventuell auch in Falkensee Flüchtlinge aufgenommen werden sollen, gründete sich sofort eine  Initiative Nein zum Heim und die NPD mobilisierte alle Mitglieder, damit die Seite möglichst viel Likes bekommt. Die Diskussionen auf Facebook bringen nichts, aber als aufrechter Demokrat kann man nicht schweigen. Falkensee ist aber gut gewappnet den es gibt bereits eine Willkommen Initiative, die schon konkrete Pläne hat und den Gegnern einen erheblichen Wissensvorsprung hat. Wir setzen auf den Überraschungseffekt. Schön ist, das gleichzeitig in der Kantschule ein Ausstellung mit dem Titel „Demokratie stärken, Rechtsextremismus bekämpfen“ stattfindet. Sehr viel Jugendliche und Lehrer haben zugesagt uns bei einem friedlichen Kampf gegen Rechts beizustehen und Flüchtlinge mit offenen Armen willkommen zu heißen. Das macht mich stolz.  Wir zeigen Rechts die Kante!
  6. Piraten
    Ich war beim Piratenstammtisch und wollte mich mal erkundigen, was so der aktuelle Stand in Sachen Kommunalpolitik ist. In den nächsten Zeilen erhalten Sie einen Überblick über das Wahlprogramm der Piraten zur Kommunalwahl ……………………………………………………………………………………………… Das war es! Die Piraten bleiben bei Ihren Kernthemen, wie Transparenz und Mitbestimmung, Direkte Demokratie etc. Themen, die inzwischen schon lange von Bündnis90/Die Grünen und Der Linken übernommen und in die SVV eingebracht worden sind. Kandidaten für die SVV und den Kreistag gibt es kaum. Schade eigentlich, so ein orangefarbener Klecks in der SVV wäre gar nicht so verkehrt. Bunt rockt! Nicht nur in der SVV, sondern allgemein. Immerhin leben fast 100 verschiedene Farben in Falkensee und an der Kantschule werden 13 verschiedene Nationen unterrichtet.
  7. SVV, die nächste:
    Tja nun doch. Das Thema Anliegerstraßen steht auf der Tagesordnung.  Die FDP hat dazu eine Anfrage,  die sich mit dem Thema Pflasterkasse befasst. Interessant sind auch die Anfragen von den Grünen. Thema P+R Parkplatz Albrechtshof und der Namenszusatz Gartenstadt auf den Ortsschildern. Könnte wieder eine spannende Veranstaltung werden. Termin: Mittwoch 29.01. um 18:00 Uhr.

Schönen Sonntag und einen schönen Start in die Arbeitswoche.

Uwe Abel

Wahlplakatemüllentsorgungsdesaster.

Die Wahl ist vorbei. Zwar wissen wir immer noch nicht was für eine Regierung wir haben werden, aber was soll’s. Vielleicht gibt es ja doch Nauewahlen. Wenn das so kommen würde, dann hätten ja die Plakate hängen bleiben können.

Es hängen auch noch reichlich, vor allem in Berlin. Aber auch in Falkensee halten sich Frau Krüger Leisner, Uwe Feiler und Dr. Neugebauer hartnäckig an der Laterne. Erst gestern habe ich wieder eins vom Bündnis gegen Rechts abnehmen müssen. Ausnahmsweise mal kein Zerstörtes. Dazu später mehr.

Foto: Frank Winkler
Foto: Frank Winkler

Nicht nur hängen, sondern auch liegen bleiben ist bei den Wahlplakaten angesagt. Ein großer Stapel hat sich direkt gegenüber  des Falkenseer Rathauses angesammelt. An der Baustelle neben einen Stromkasten legen sie da nun so rum, bzw. fliegen oder werden durch die Gegend getreten. Sehr unschön. Einige Bürger haben sich schon beschwert und Anzeige beim Ordnungsamt gestellt. Sieht man sich die Plakate genauer an, stutzt man unwillkürlich. Die dort abgebildeten erscheinen dem Falkenseer teilweise unbekannt. Das ist auch kein Wunder, denn eine große Anzahl dieser Plakate stammt aus Berlin, genauer aus Spandau und Charlottenburg/Wilmersdorf mit dem Schwerpunkt bei CDU/FDP. Wie kommen die nun dahin und wieso gerade Falkensee und dann noch vor dem Rathaus? Ein Mysterium?

Hier erweißt sich dann Facebook mal wieder als nützliches Medium. Mal kurz einen leicht angesäuerten Post mit den richtigen Tags posten und schon kam Bewegung in die Plakataffäre. Die erste Erklärung kam vom Vorsitzenden der Piratenfraktion Spandau, Emilio Paolini. Es könnte sich um gestohlene Plakate aus Haselhorst handeln. Die Täter würden im NPD Umfeld vermutet und es gebe Fotos von einem Wagen mit Hebebühne. Einem Tag, nachdem die Plakate verschwunden waren hingen dort überall NPD Plakate. Ob das als Beweis reicht?

Die zweite Reaktion folgte kurze Zeit später. Die CDU Spandau meldete sich zu Wort. Schuld wäre eine Firma, die Laternen gestrichen hätte und die Plakate unberechtigterweise entfernt hätte. Da ergibt sich bei mir die Frage, wer hat denn die Firma beauftragt? Das muss doch das Bezirksamt gewesen sein oder? Was sollten den die armen Handwerker machen? Drüber streichen. Ich meine, wen dem so ist, ja das ist ärgerlich aber deswegen Anzeige zu erstatten? Nein, völlig überzogen.  Lieber mal die Plakate abholen (lassen) und entsorgen. Da hat sich keiner zu geäußert. Nur die Piraten wollen ihre Plakate diese Woche noch abholen.

Also die Plakate liegen vermutlich noch ein paar Wochen da herum und vergammeln oder auch nicht. Beide Geschichten haben sicherlich etwas Wahres an sich. Immerhin tobte auch in Falkensee der Schilderkrieg. Ob nun Vandalen oder Neofaschisten blieb bisher ungeklärt. Allerdings wurden rund um den Bahnhof und anderorts hauptsächlich Plakate linker Parteien und vom Bündnis gegen rechts zerstört. Leider gibt es auch immer wieder linksgerichtete übermotivierte, die auch NPD oder AFD Plakate vernichten; auch nicht richtig.

Auch die zweite Geschichte mit den Laternen, ja die kann ich bestätigen zumindest in ähnlicher Form. Ich hatte seinerzeit Plakate in der Kantstraße auf gehangen. Bei einer Kontrolle eine Woche später vermisste ich zwei Plakate. Ich stieg also aus und wollte neue anbringen. Ich stutzte. Wo sollte ich, die den jetzt anbringen. Ich hatte nämlich zwei alte DDR Straßenlampen als Fläche genutzt, die inzwischen entfernt worden sind. Hätte ich das vorher gewusst. Nur nicht aufregen. Allerdings werden wir uns als Partei fragen müssen, ob wir weiter Geld in einen Laternewahlkampfstecken wollen und wenn ja wie viel.

Man könnt meinen so langsam müsste dieser Plakatkrieg zu Ende sein. Es gibt aber noch eine weiter unbestätigte Meldung. Demnach hat sich ein Veranstalter wieder verwertbare Pappen von B90/Grünen in Charlottenburg – Wilmersdorf angeeignet und mit dem  Oktoberfest Outlet-Center B5 überklebt. Teilweise ist noch die Grünen Kandidatin Lisa Paus darunter. Auch hier wird sich di Staatsanwaltschaft mit beschäftigen. Immerhin kosten die wieder verwertbaren Pappen auch Geld. Mal sehen was daraus wird.

Uwe Abel

Die Piraten mal wieder – Ist jetzt Schluss mit Weihnachten, Ramadan usw?

Die Piraten sind mir eigentlich sehr sympathisch. Gerade wenn ich so wieder richtig ins Herz geschlossen habe, ja dann passiert etwas was mein Sympathielevel auf  Null setzt. Was die lustigen Freibeuter habe jetzt veranstaltet haben, ärgert mich maßlos. Wobei, an der Schande die Sie fabriziert haben, sind auch noch andere Parteien mitbeteiligt.

Die Piraten hatten in die BVV Friedrichshain Kreuzberg einen Antrag eingebracht mit dem Ziel, dass die Bezirksmedaille nicht mehr an Bürger vergeben werden darf, wenn sie sich im Rahmen einer religiösen Gemeinschaft engagieren. Die Medaille wird an engagierte Bürger oder Gruppen verliehen. Begründung der Piraten: “Religion passt nicht zu Friedrichshain Kreuzberg“. SPD, Linke und leider auch meine Grünen, stimmten dem Antrag zu. Die CDU dagegen. Also keine Medaille mehr für Personen, die einer religiösen Einrichtung angehören, egal wie groß die Tat und Leistung war. Ich finde das beschämend. Außerdem gibt es keine dringenden Probleme, die gelöst werden müssen

Nun bin ich selbst Atheist und bin dafür, dass die Kirche sich mal schön selbst um die Kirchensteuer kümmern soll. Je nach Konfession finde ich bestimmte Einstellungen überhaupt nicht tragbar. Trotzdem tolerier ich  das Engagement im sozialen Bereich. Ohne die Leistungen kirchlicher und karitativer Einrichtungen würde unser soziales Netz nicht mehr funktionieren. Nun ist so einen Medaille für viel nur eine Ehrung und vielleicht nicht von Bedeutung, aber die Anerkennung des Ehrenamtes und sozialem Engagement hilft Nachahmer zu finden.

Religion gehört nicht zu Friedrichshain Kreuzberg? Religion gehört zu jedem Land. Ohne Religion gehen moralische Werte vor die Hunde, fehlt Menschen der Halt. Menschen brauchen einen Glauben. Das es leider Menschen gibt, die eine Religion missbrauchen und Menschen unterdrücken und manipulieren ist nicht akzeptabel  und steht auf einem anderen Blatt.

Anscheinend wollen die Piraten aber auch den Religionsunterricht und kirchliche Feiertage abschaffen. Also wird in Zukunft Weihnachten und Ostern gestrichen, oder was? Straßenfeste dürfen anscheinend auch keinen religiösen Namen mehr Trage. Also aus Weihnachtsfest wird Winterfest usw. Natürlich würde dies auch für islamische und jüdische Feste gelten. Damit gehen Sie noch weiter als die anderen Parteien, die lediglich den Einfluss der Religion auf die Politik unterbinden wollen.

Diese Religionsfeindlichkeit geht mir zu weit. Ist das noch verfassungskonform Im Artikel 4,2 des Grundgesetzes steht: „Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet“. Nun wem das wichtig ist und weiterhin in Frieden Weihnachten feiern möchte und auch seine Kinder im evangelischen Kindergarten unterbringen möchte, kann wohl kaum die Piraten wählen.  Irgendwie erinnert mich diese Verfahrensweise der Piraten an einige Diktaturen in der Vergangenheit. Das passt irgendwie nicht zu den Piraten. Übrigens Die Piraten legen doch so viel wert auf Bürgerbeteiligung. Habt ihr mal die Bürger dazu befragt ich denke nicht.  Noch beschämender!

Uwe Abel

Wahlkampf der GAL Spandau – Aber bitte doch nicht so!

Ehrlich das hatte ich so  nicht geplant, es hat sich so ergeben. Ich war also am Samstag in der Altstadt Spandau. Der Wahlkampf scheint in Schwung zu kommen, denn in der Altstadt hatten sich Parteien mit Ihren Ständen positioniert. AFD, Piraten und die GAL waren auf Stimmenfang aus. Ich setzte mich also gemütlich hin und beobachtete das Geschehen. Insgesamt waren die Leute nicht sehr interessiert und hetzte an den Ständen vorbei

Die AFD versuchte ihre Flyer an Mann und Frau zu bringen. Viele schüttelten ablehnend den Kopf. Anscheinend war die Ansprache des Grünen Wahlkämpfers auch nicht so ideal. Die von ihm angesprochen zeigten leichte Fluchttendenzen. Sehr lebendig ging es am Stand der Piraten zu. Was machen die denn anders? Also startete ich einen Test, ging zum Stand und spielte den unentschlossenen Wähler.

Der Piratenstand wirkt sehr ordentlich. Flyer, Aufkleber und anderes, alles sehr ordentlich. Der Tisch ist übersichtlich und nicht überladen. Der Direktkandidat spricht mich nett an, stellte sich vor und erläutert mir sachlich sein Wahlprogramm. Ich denke, so kann man Wähler überzeugen. Vor allem hat mann mir zugehört.

An den Stand der GAL wollte ich eigentlich nicht. Aufgrund meines etwas angespannten Verhältnisses zu GAL Spandau wollte ich mich nicht auf ein Diskussion einlassen. Ich hatte die Rechnung ohne den grünen Wahlkämpfer gemacht. Der hatte wenigstens Elan und einen lockern Spruch auf den Lippen: „Wenn Du jetzt schon bei den Piraten warst, kannst Du ja mal bei uns schauen“. Ich bin ja nicht dafür, das man in so einer Situation fremde Leute duzt, aber ich konnte nicht anders ich musste mir den Stand ansehen. Der war nicht halb so gut sortiert und wirkte überladen und chaotisch. Weniger ist manchmal mehr, ich will wirklich nicht hetzen, aber es kam noch schlimmer.

Der grüne Wahlkämpfer meinte ich solle doch die Grünen wählen, die kämen immerhin ins Abgeordnetenhaus. Die Piraten hätten ja eh keine Chance. Also Abgeordnetenhauswahlen stehen ja nicht an. Wir reden doch eigentlich vom Bundestag? Okay, nicht so schlimm, aber diese Arroganz und Selbstüberschätzung. Wie wäre es denn mal mit Argumenten, wie: Wir sind für gerechte Löhne usw.? An dieser Stelle mischte sich S. ein. Sie hätte 20 Jahre Wahlkampferfahrung, was sie meiner Meinung nach gut verstecken konnte. Die Piraten stünden bei 3% und daran würde der Wahlkampf nichts ändern. Sie viel mir ständig ins Wort und lies mich nicht ausreden. Zuhören ist nicht ihre Stärke. Ziemlich arrogant und prollig  kam die Gute rüber, die immerhin in der BVV sitzt.

Also gut, ob sie denn glauben würde, dass die AFD über die 5% käme, fragte ich. Antwort: „ Sie könne gar nicht soviel Nazikatzen kleben“. Also die Gute wirft die AFD in einen Topf mit NPD und Reps. Meine Frage wurde nicht beantwortet. Stattdessen folgte eine besserwisserische Belehrung, ob ich den die Nazikatze nicht kennen würde. Klar kenne ich die und mir machen diese Nazis, die äußerlich  in der Gesellschaft auch Sorgen.  Liebe Leute es ist wenig hilfreich bei jeder Partei, die nationalistische Tendenzen aufweist oder am rechten Rand fischt, mit der braunen Keule kommt. Die Bevölkerung kann das auch nicht mehr hören. Das ist irgendwann ein tot gerittenes Pferd.  Man muss sich da mit demokratischen Mitteln und Argumenten gegen wehren.  Ich mag die AFD auch nicht und sicherlich muss man die im Auge behalten. Gerade in der Anfangsphase laufen neue Parteien Gefahr, rechte Mitglieder zu bekommen, die in anderen Parteien nichts geworden sind.  Das war bei den Piraten so und ein Parteifreund berichtete mir, das es auch mal bei den Grünen den einen oder anderen verkappten „braunen“ gegeben hat.  Dieses ständige ins Wort fallen von Frau M., die leicht aggressive prollige Art war mir echt zu blöd. Ich verschwand vom Stand und entschied mich doch wieder die Piraten zu wählen. Würde ich, wenn ich tatsächlich ein unentschlossener Wähler gewesen wäre. Also mit so einer Art Wahlkampf vergrault man sicher Interessenten. Da besteht Schulungsbedarf. Mit Interessenten streitet man nicht. Man hört Ihnen zu und beantwortet Ihre Fragen. Mann achtet darauf wo unser Wahlprogramm ansetzen kann um ihn  zu gewinnen.

Das heißt, wenn mir jemand die Frage so gestellt hätte, würde ich sagen, dass ich dies nicht für ausgeschlossen halte. Dann würde ich fragen, ob er oder sie die AFD wählen würde. Wenn die Antwort nein lauten würde, hätte ich gefragt, welche Themen für Ihn oder sie interessant werden. Aus den Mehrfachnennungen hätte ich das Thema gewählt, in dem ich fit bin. Ich hätte unser Wahlprogramm ohne Überheblichkeit erklärt. Bei ja wäre es schon schwieriger. Da hätte ich gefragt, warum man sich für die AFD entscheiden hätte und versucht die Argument zu widerlegen. Sicherlich kann man da nicht immer erfolgreich sein. Aber so geht das Frau  M. ehrlich eigentlich wollte ich mich ja nicht mehr äußern, aber wer mich so blöde anmacht muss mit Kontra rechnen. Ihr könnt froh sein, das ich mich nicht schon vor Ort und vor allen Leuten ausgelassen habe.

Übrigens die Dame ist auch inzwischen sogar ein Fernsehstar. Sie wurde durch ein Beitrag in der Heute Show geehrt. Ab 6:10 findet man Ihren Beitrag unter dem folgenden You Tube Video. Der Part ist ca. 1:10 Minuten lang und wird durch einen Kommentar von Herrn Welke unterbrochen. Ziemlich peinlicher Auftritt, der meine Beschreibung schon etwas unterstützt. Bitte einfach auf den folgenden Link klicken: http://www.youtube.com/watch?v=LgF4vADBzeI&list=PLF413724F0000F2FD

Zur Ehrenrettung muss ich noch sagen, dass ca. ½ Stunde später Verstärkung anrückte. Ein weiter BVV Abgeordneter der GAL griff in die Standbetreuung ein. Offensichtlich kompetent, denn um den Stand schwirrten einige Interessenten. Ich bin überzeugt, Frau M. ist sicherlich politisch engagiert und macht in der BVV auch eine gute Arbeit. Bitte lasst sie aber keinen Wahlkampf mehr machen. Besser wäre es noch, wenn die Leute vorher geschult werden. Das ist z.B. in Falkensee geschehen, vor allem ging es da um die Inhalte der Bundespolitik. Dabei geht es nicht nur um das Produkt „Grüne/B90 Partei“, sondern um viele mehr. Eine Art Vertriebsschulung, wie mann das Produkt „Grüne/B90“ verkaufen kann.  Es ist durchaus auch wie im Verkauf. Ein Verkäufer, der andere Produkte schlecht macht und seinen Kunden nicht zuhört wird kaum etwas verkaufen.

Vermutlich wird jetzt wieder ein Sturm der Entrüstung bei den Grünen in Spandau ausbrechen. Wie kann mann nur so etwas schreiben und gegen die eigene Partei reden und dann noch im Wahlkampf. Mann kann, denn interne Kritiker kommen bei der GAL nicht so richtig zum Zug. Mitglieder mit einer anderen Meinung werden irgendwie kaltgestellt. Ich denke da nur an die Grüne Perspektive Spandau, die gute Ideen hatte und mal andere Wege gehen wollten. Das waren intelligente und aufgeschlossene Leute, die irgendwann vor dem grünen Klüngel in der Jagowstraße resigniert haben.

Uwe Abel