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Aufstehen oder Liegenbleiben?

Die folgenden Überlegungen und Gedanken erheben nicht den Anspruch der Weisheit letzter Schluss zu sein. Sie sind vielmehr eine Aneinanderreihung von Gedanken in James Joyce Stil und sicherlich keine abschließende Analyse.

AUFSTEHEN! Zuerst denkt man sich och nö, liegen bleiben. Montag früh , zur Arbeit. Irgendwie unangenehm. Ja Aufstehen kann zur Anstrengung werden. Das wird es auch in diesem Fall. Polarisiert die Sammelbewegung schon im Vorfeld auch schon innerhalb der Linken. Da wird verbal schon scharf geschossen.  Eine Bewegung, die jetzt schon so stark polarisiert läuft Gefahr nicht zu vereinen, sondern weiter zu spalten. Das können wir uns aber bei der derzeitigen politischen Lage definitiv nicht leisten. Es sieht so aus als würde sich die Linke selbst zerlegen. Ich  habe mich angemeldet und werde das ganze mal verfolgen. Der Personenkult um Sarah und Oscar ist mir schon etwas suspekt und ob das der richtige Weg ist? Wer aber soll es denn sonst machen? Woher sollen neue Impulse kommen und wer soll neue Wege in der Politik gehen und wer kann unser Probleme lösen.

Die Idee, die Straße und den Protest nicht Pegida und AFD zu überlassen ist zumindest richtig. Da dürfen wir uns auch nicht schämen wenn sich Forderungen und Aussagen mit Aussagen von denen ähneln, die wir bekämpfen wollen. Fakt ist das ein Richtungswechsel in der Politik notwendig ist und auch das Personal dringend ausgetauscht werden muss. Merkel muss weg! Ja, es ist richtig Deutschland geht es gut, ist international angesehen und scheint wirtschaftlich auch für die Zukunft gut gerüstet. Leider überstrahlt dieser Eindruck viele kleine Probleme, die nicht jedem sofort auffallen. Es sei denn man ist betroffen. Außerdem scheinen die Menschen irgendwie abgelenkt zu sein. Die Probleme für die es dringend Lösungen geben muss und die wir nun massiv einfordern müssen sind unter anderem: Niedriglöhne, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, unterschiedliche Löhne und Renten in Ost und West, zu hohe Mieten für sozial schwache, die medizinische und pflegerische Versorgung im ländlichen Raum, das marode Bildungssystem usw. Es muss mehr Gerechtigkeit her und auf die politischen Entscheider muss Druck ausgeübt werden endlich zu handeln, damit die Leute spüren das sich was zu Ihren Gunsten was ändert, bzw. ds sich was bewegen lässt. De Zeit rennt.

Da dies bisher nicht passiert ist, konnte die AFD mit  Pegida und Co. in dieses Vakuum stoßen und eine Lösung präsentieren.  Die Lösung, die keine ist, heißt u.a. Merkel ist schuld, die Flüchtlinge sind schuld, die Migration ist schuld, der Islam ist schuld. Das ist immer die einfachste Lösung, die mach keine Mühe. Raus auf die Straße und hetzen. Nein, ich will nicht wieder die Nazikeule rausholen, doch das hatten wir schon mal. In Ihrer Wut und ihrem Frust, die durch die Hetze von AFD noch angefacht wird merken die Meisten nicht, das Ihre Probleme schon da waren bevor die Flüchtlinge kamen und auch noch präsentsein werden wenn sie wieder weg wären. Ein Deutschland ohne Türken, Juden, Arabern, Migranten  etc. wäre ein Armes Deutschland und würde garantiert nicht dazu führen, dass die Leute höher Löhne, Renten oder gar auf einmal ein besseres Bildungssystem hätten im Gegenteil.

Darüber mit den Demonstranten zu diskutieren wäre vermutlich in der aufgeheizten Stimmung sinnlos. Genauso das wir uns ständig an den Nazis abarbeiten und ja wir und damit mein ich mich auch selber, differenzieren  nicht genug. In unser Wut, Enttäuschung und Verzweiflung reagieren wir nicht richtig. Es sind zu viele Rechtsextreme unterwegs, aber es sind nicht alle, vor allem die AFD Wähler sind zum großen Teil nicht automatisch Rechts. Diese gilt es abzuholen und Ihren Protest in die richtige Richtung zu lenken.  Ich lese auch immer von Gegendemonstrationen, wen die AFD irgendwelche Veranstaltungen planen oder irgendein rechten Mob auf die Straße geht. Da liegt aus meiner Sicht der große Fehler. Nur zu reagieren reicht nicht. Wir, die hier die Demokratie in Gefahr sehen und eigentlich genauso unzufrieden mit der Politik  von Merkel und der CDU/CSU sind müssen mehr agieren.

Da kommt ein Bewegung wie #aufstehen gerade recht.  Wir sollten  uns nicht dran stören, wer hier eigentlich die Initiative ergriffen hat. Die Kontrolle können wir alle übernehmen und lenken.  Darum ist es wichtig, dass sich ein parteiübergreifendes Komitee bildet, das die Bewegung  zum Leben erweckt und Aktionen startet.  Diese Initiative sollte möglichst schnell den Status einer rein Linken Bewegung verlieren. Ziel sollte sein der AFD das Wasser abzugraben und zwar argumentativ. Autonome sollten wir konsequent raushalten. Wir müssen auf die Straße gehen und eventuell Streiks organisieren um den Druck auf die Regierung auszuüben. Vor allem aber müssen klare Ziele und Forderungen formuliert werden. Ich möchte mich noch nicht endgültig festlegen bin aber gespannt auf die ersten Aktionen.  Ehrlich gesagt habe ich aber große Zweifel. Übrigens verbinde ich mit aufstehen auch einen Song: Bots – Aufstehen. https://youtu.be/aRAxxwozbSM Ich finde den Text sehr passend und zeitlos. #Aufstehen auf jeden Fall! Liegen bleiben gilt nicht. Wer aber eine andere Lösung parat hat, bitteschön ich bin ganz Ohr.

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Bond, mein Name ist Eurobond

So der dauerhafte Rettungsschirm ist also beschlossen. Damit sollen Staaten der Eurozone vor der endgültigen Pleite gerettet werden. Schön! Viel schöner ist aber, dass es Frau Merkel geschafft hat, dass das Thema Eurobonds vom Tisch ist.

Dabei wurde Frau Merkel für ihre vehemente Ablehnung, sogar noch von Herren Juncker beschimpft. Sie würde zu simpel denken. Er sprach von einer uneuropäischen Art der Kanzlerin. Aha, manchmal ist auch eine einfache Lösung die bessere Lösung. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker ist übrigens ja auch der Premier von Luxemburg. Klingelt´s? Ja Luxemburg das Land der Banken, Reichen und der Steuerflüchter. Das Herr Juncker sich für die Banken einsetzt ist ja wohl nicht ganz uneigennützig oder? Die Banken sollten in Zukunft bei Staatspleiten bluten und haftbar gemacht werden. Mit der Einführung der Eurobonds wäre das vom Tisch gewesen. Das Risiko wäre dann wieder auf die EU Staaten abgewälzt worden. Die reichen Staaten hätten den schwächeren Staaten Geld in den Rachen geworfen, die dann keine Motivation gehabt hätten ihre Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen. Die Kreditwürdigkeit der „Geberstaaten“ würde ständig sinken. Der Anfang einer neuen Finanzkrise. Die Frage ist, wer hätte diese Anleihe überhaupt gezeichnet? Laut Experten ist diese gemeinsame Anleihe eine sehr unsichere Geschichte mit nicht kalkulierbarem Risiko. Merkel hatte die Anleihe sehr genau geprüft und halt verworfen. Damit stand Sie auch nicht alleine da. Finde ich gut. Es kann nicht sein, das die Banken die Macht über Europa bekommen. Die Banken haben eh schon genug Einfluss. Unter dem folgenden Link wird das ganze etwas fachlicher und genauer beschriebenhttp://www.wallstreet-online.de/nachricht/3068357-euro-bond-der-sicherste-weg-in-die-pleite

Im Zusammenhang mit den Eurobonds äußerten sich auch Experten über den Status der BRD in der Eurozone. Anscheinend hat Deutschland eine Machtposition erlangt und ist den andern Staaten von der Entwicklung her weit voraus. Die andern Staaten Angst vor der Exportmacht Deutschland. Deutschland ist die Konjunkturlokomotive. Aha, habe ich etwas verpasst. Bei der Bevölkerung ist da bisher nichts angekommen. Wenn es Deutschland so gut, wieso müssen wir dann Schulden machen. Nur damit wir Griechenland, Irland, Portugal und den Rest der Europleitenstaaten retten? Fakt ist, Deutschland könnte wohl ohne den Euro, die Eurozone aber nicht ohne Deutschland leben.

Uwe Abel

Castor, Pollux und die Atome

Pollux, war der Sohn von Zeus und Leda und Castor sein Bruder wurde in der gleichen nach zwischen Leda und ihrem Man gezeugt. Nicht schlecht, Zwillinge in einer Nacht von verschiedenen Kerlen. Entscheidender Unterschied, Pollux war unsterblich Castor nicht. Der wurde dann auch erschlagen und Pollux verzichtete auf seine Unsterblichkeit, weil er bei seinem Bruder im Hades sein wollte. Nette griechische Tragödie und das ist auch das einzige was das ganze mit dem Castor (cask for storage and transport of radioactive material), also Fass zur Lagerung und zum Transport radioaktiven Materials, gemeinsam hat.

Das ganze Thema Atompolitik und Endlagerung ist eine Tragödie. Jedenfalls für alle Demokraten, die geglaubt haben, die Regierung steht zum Atomausstieg. Das Merkel eingeknickt ist und der Atomlobby zu Kreuze gekrochen ist, bleibt ein Schlag ins Gesicht gewesen. Das ganze dann noch als historischen Erfolg für eine alternative Energiepolitik zu verkaufen war dann der Tritt in die Familienjuwelen. Kein Wunder, das des Volkes Seele hoch kocht und die Demonstrationen wieder heftiger werden. Ob nun S21 oder Castortransporte, man will die politische Dreistigkeit nicht mehr länger hinnehmen. Unsere Tigerentenkoaltition regiert mit Arroganz, Ignoranz und Dummheit über mündige Bürger. Aber wie weit darf der Widerstand gehen?

Also Sachbeschädigung, Gewalt gegen die Beamten geht eigentlich gar nicht, vor allem wenn da schwere Verletzungen drohen. Leichtsinn oder Vorsatz? Allerdings auf den Boden liegenden Demonstranten mehrmals mit der Faust ins Gesicht zu schlagen ist auch nicht in Ordnung. Gewalt erzeugt Gegengewalt so heißt es in dem Song „Schunder“ von „Die Ärzte“.

Für meine Sympathie der Castorgegner und die Demonstranten habe ich heftige Kritik einstecken müssen:

Was Sie da über den Castor verzapfen ist unertragbar. Ich empfehle Ihnen sich mal ausgiebig über das deutsche Rechtssystem zu informieren!

Würde ich gerne tun, wenn unser Rechtssystem wirklich gerecht wäre.

Naja, wenn sich Gandhi, die französische Revolutionäre oder die mutigen DDR Bürger an die damals an die geltenden Gesetze gehalten hätte, wäre Indien immer noch britisch, in Frankreich würde König Nicola I. regieren und der Staatsratsvorsitzende Krenz würde dem Altvorsitzenden Erich Honecker den Scharnhorst Orden verleihen. Also darf man Gesetze brechen? Nein, nur wenn Sie die Freiheit der Bürger einschränkt, die ihre Meinung deutlich machen wollen und ihr Recht nach wirklicher und transparenter Politik einfordern. Das ist genau das, was die Piraten und auch ich fordere. Wir lassen uns nicht länger belügen.

Mir ist die friedliche passive Lösung ala Ghandi auch lieber aber wenn es nicht anders geht darf es gerne mal etwas deutlicher sein. Allerdings darf dabei niemand verletzt werden, es sei den zur Selbstverteidigung. Eigentum darf dauerhaft nicht beschädigt werden. Leider gibt es einige, die solche Demonstrationen nutze um nur aus Spaß zu zerstören oder Gewalt auszuüben. Die Bundesregierung muss zum einlenken gezwungen werden, damit die Endlagerung von Atommüll endlich ein Ende findet. Ich hätte da noch eine gute Idee der Merkel und den Atomkraftbefürwortern mal die Gefährlichkeit des Atommülls deutlich zu machen.

Sollen die sich doch selber so einen Castor in den Garten stellen. Wir könnten auch kleine Castoren herstellen, so als Anhänger für die Halskette oder Brosche zum Beispiel. Man stelle sich das Bild vor: Im Bundestag fällt das Licht aus und plötzlich wird der gesamte Saal radioaktiv grünlich von den kleine Castoren der Politiker gespenstisch ausgeleuchtet. Die Kuppel des Reichtages wird dann noch in Gorleben zu sehen sein. Dann können wir wirklich in eine strahlende Zukunft blicken.

Übrigens: Castor, der Bruder des Pollux hat zumindest als Stern im Sternbild der Zwillinge etwas mit unseren Castoren gemeinsam. Dort kann er genauso strahlen, wie die Castoren im Endlager.

Uwe Radioaktiv Abel

Die strahlende Zukunft: Eine klare Erklärung…..

…warum die Laufzeit der AKW´s nicht gewollt ist. Die EAV hat es auf den Punkt gebracht. Kreuzgefährlich ist das Ganze. Muss erst was passieren? Harrisburg, Sellerfield, Tschernobyl und Krümel. Das reicht doch. Merkel verkauft uns ihren faulen Kompromiss als Sieg der erneuerbaren Energie. Ich möchte auch gern was von dem Zeug, was Frau Merkel so einnimmt, oder ist die Frau schon völlig verstrahlt? Wiedereinmal wird der Wille des Bürgers ignoriert. Der Widerstand muss sich formieren. Es ist Zeit der Atomlobby zur Not mit harten Bandagen entgegen zu treten. Atomkraft Nein! Danke!Viel Spaß mit dem Video

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Burli
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Personalnotstand in der Pflege treibt Frau Merkel zu zweifelhaften Aussagen.

Auf ZDF Online war zu lesen:
Merkel: Hartz-Bezieher in Pflege einsetzen
„Fachkräftemangel nicht allein durch Zuwanderung beheben“

So einfach geht das nicht. Der Pflegeberuf, ist halt nicht nur ein Beruf, sondern Berufung. Ein Hauptproblem, warum sich nicht mehr so viel junge Menschen für den Beruf begeistern lassen ist die Tatsache, das der Beruf in der Öffentlichkeit keine ausreichende Würdigung erfährt und keine hohe Wertigkeit hat. Die Pflegefachkräfte sind für das was Sie leisten einfach unter bezahlt.

Ich habe Berührungspunkte durch meine Tätigkeit mit Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten. Die Personalnot ist groß. Auf Station ist man permanent unterbesetzt. Manche Etagen können im Heim nicht mehr belegt werden, das Personal fehlt. Ein Ambulante Pflegekraft muss am Tag soviel Patienten betreuen, das ihr pro Patient gerade mal drei Minuten verbleiben.

Jetzt werden sogenannte Altenpflegerhelfer/-in ausgebildet, mitunter bekommen diese sogar vom Amt den Führerschein bezahlt. Trotz dieses Angebot ist die Abbrecher Quote hoch und nur wenige gehen dann wirklich in den Beruf. ich weiß dies, weil wir im Rahmen der Ausbildung einen Kurs zum Thema Hilfsmittel anbieten.

So und jetzt will man die Arbeitslosen dazu zwingen? Das geht nicht. Natürlich bin ich der Meinung das, wenn man Leistungen vom Staat bekommt ruhig eine Gegenleistung erbringen sollte. Allerdings muss es da auch schon eine Auswahlmöglichkeit geben. Außerdem muss man hier auch mal an die Patienten denken, die sich darauf verlassen, das Sie vom geschulten Personal mit Liebe umsorgt werden. Da wäre ein unwilliger Hartz 4 Empfänger vielleicht nicht die richtige Wahl, der Omi die Windel zu wechseln.

Die Äußerung von Frau Merkel zeigt mal wieder, das sie von etwas spricht, worüber sie keine Ahnung hat und sich auch keine sachkundige Meinung eingeholt hat

Nun fallen auch die Zivildienstleistenden weg. Prozentual gesehen sind diese nicht unbedingt relevant, aber jede Kraft zählt in der Pflege. Denn es werden immer mehr Menschen älter aber auch pflegebedürftiger. Der Druck auf das Personal steigt, was zu höheren Fehlzeiten führt. Die Fluktation ist hoch und nach einigen Jahren steigen viele aus dem Beruf aus. Pflege ist immer noch vorwiegend weiblich, was dazu führt, das viele Kräfte ausscheiden um eine Familie zu gründen.

Was fehlt ist ein klares Konzept um den Beruf attraktiver zu machen. Auch Werbung für das soziale Jahr könnte nicht schaden. Man könnte z.B den Jugendlichen mit einem freiwilligen soziale Jahr in der Ausbildung entgegen kommen. Die Zeit könnte z.b auch als Wartesemester angerechnet werden.