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Murmeltiertag in Falkensee?!

Die Zirkuswiese am Kreisel ist wieder im Gespräch. Nachdem erfolgreich verhindert wurde, dass dieser Platz mit einem Fastfood Restaurant und einer Tankstelle verschandelt wird heißt es nun: Täglich grüßt das Murmeltier.

Diesmal soll es ein Verbrauchermarkt, ein Biosupermarkt und eine Tankstelle mit modernster Waschstraße werden. Gönnerhaft äußert sich der Investor, dass er nichts dagegen hat, dass die Stadt einen Teil des Grundstücks für einen Appel und ein Ei kauft um den Kreisverkehr auszubauen. Selbst wenn es ihm nicht passt die Stadt hat das Vorkaufsrecht. Der potentielle Investor fordert, dass er aber eine zusätzliche Ausfahrt erhält. Dafür wäre er bereit die Bepflanzung und deren Pflege am Kreisel zu übernehmen. Das ist ja wohl mehr als billig. Der erste Investor hatte seinerzeit zugesagt einen Teil der Kosten des Kreiselausbaus zu übernehmen. Wobei schriftlich lag dieses Angebot wohl nicht vor. Kann schön dreist, wie billig hier Lobbyarbeit betreiben wird um Einfluss auf die Entscheidungsprozesse zu nehmen.

Ich denke nicht, dass die Stadt dem Drängen des Investors und dem Eigentümer nachgeben sollte und sich für ein Almosen über den Tisch ziehen lassen sollte. Da ist mehr drin. Es gibt aber auch triftige Gründe, die immer noch gegen das Projekt sprechen.

Eine Tankstelle und Waschstraße an dieser Stelle, nur ca. 1,5 km von der Shell Tankstelle entfernt völliger Schwachsinn ist. Wenn schon eine weitere Tankstelle, dann an der L20 im Niemandsland. Was ist mit Lärm und Geruchsbelästigung für die Bewohner der Fichtestraße? Ach so ja, ein Erdwall soll es richten. Trotzdem sehe ich da erhebliches Konfliktpotential.

Biosupermarkt und Verbrauchermarkt. Okay ja gerne, aber auch hier gilt. Nicht am Spandauer Kreisel. Wir haben ein Problem an der Spandauer Straße. So wie es aussieht werden Kaisers und Netto dort verschwinden. Da muss Ersatz hin um die Nahversorgung zu sichern. Immerhin wohnen in der Rotunde viele Senioren. Sollen die dann zum Falkenmarkt laufen. Apropos laufen. Die Verbindung zwischen der Ladenzeile Spandauer Straße und Falkenmarkt ist eine Katastrophe. Kein vernünftiger Geh- bzw. Radweg. Dann diese Lücke mit dem Angelshop (der geht aber noch), dem verwaisten Subway und dem völlig deplazierten Autohandel. Eine Erweiterung des Falkenmarktes oder die weitere Ansiedlung von Gewerbe und Handel wie jetzt angedacht wäre für die Ladenzeile tödlich. Aber nicht nur für die.

Im Einzelhandelsgutachten wird relativ eindeutig davon gesprochen, das der jetzige Bestand ausreichend ist und ein weiter Ausbau des biploren Zentrums hier nicht ratsam ist. Die SVV hat Einzelhandelsrichtlinien beschlossen. Wenn die SVV sich an die selbst auferlegten Regeln hält, kann ein Aufstellungsbeschluss oder B-Plan niemals positiv zu Gunsten des Investors ausfallen. Die Bahnhofstraße mit ihren Geschäften hat es schon schwer genug.

Immerhin Zirkus und Partyzelt soll weiter dort stattfinden. Allerdings weiter zum See hin. Ich würde es begrüßen, wenn das aber weiterhin im Vorderen Beeich stattfinden würde. Etwas belustigt war ich über die Idee mit dem Weihnachtsmarkt. Bei der Konkurrenz im Umfeld (Spandau, Potsdam etc) ist das schon ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Dann haben wir ja noch die Angerweihnacht. Wenn schon, dann kann ein Weihnachtsmarkt nur vor der neuen Stadthalle stattfinden. Kurzer Weg vom Bahnhof und während draußen Glühwein, Grünkohl und Weihnachts-Schnickschnack angeboten wird, finden in der neuen Stadthalle Aufführungen statt. Könnte funktionieren, aber niemals zwischen Bio und Supermarkt auf der Zirkuswiese.

Ich wünsche mir einfach nur, das die Abgeordneten eine Entscheidung für ganz Falkensee fällen und nicht nur für ein paar Unternehmer, Grundstückseigentümer und Investoren.

Uwe Abel

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Ob Sie noch kommen? Wer? Na, die Leitlinien!

Morgen tagt wieder der Hauptausschuss. Das ist sozusagen das Vorspiel zu SVV. Allerdings ist so eine Ausschusssitzung wenig erotisch, aber spannend.

Was steht morgen auf der Tagesordnung. Was verspricht wirklich spannend und interessant zu werden? Eher unspektakulär dürfte es beim Thema Haushaltssatzung und der Bereitstellung der Mittel für den Bau eines Sportplatzes am Lise-Meitner Gymnasium zugehen. Auch die Eröffnungsbilanz scheint stimmig zu sein und wird wohl beschlossen. Wobei beschlossen wird ja eigentlich nicht. Es geht eher um eine Empfehlung für die SVV. Das erste Mal interessant wird es beim Antrag der Fraktion GRÜNE/ABü zur Haushaltssatzung der Stadt Falkensee für das Haushaltsjahr 2014. Konkret geht es um die Einstellung von Planungskosten für einen neuen Verkehrsentwicklungsplan. Der ist dringend notwendig. Der Verkehr nimmt ja ständig zu. Außerdem stehen Bauobjekte an, die erst recht eine ganzheitliche Planung für Gesamt Falkensee erforderlich machen. In der letzten SVV war der Antrag an den Ausschuss zurück überwiesen wurden um ihn zu modifizieren. Wir dürfen gespannt sein, welche Mittel bereitgestellt werden und ob überhaupt.

Ein weiteres Highlight dürften die Vorschläge der Fraktionen für Gestaltung des Campusvorplatzes bilden. Der Vorschlag der Planer fand nicht viel Zustimmung. Zuviel zu gepflasterte Fläche.  Tja, man muss sich entscheiden. Grüner Begegnungsmittelpunkt oder zusätzliche Veranstaltungsfläche. Beides wird nicht gehen. Die ursprüngliche Planung ist hier zu finden: http://daten.verwaltungsportal.de/dateien/sitzungen/a3cf22c7ca80932d216e9e420450d37f_20131109_campusplatz.pdf

Auch der nächste Punkt könnte Zukunftsweisend sein. Es wird nämlich über die Öffentlichkeit bei Vergabeentscheidungen diskutiert. Vieles was die Bürger interessieren würde und im Sinne einer frühen Bürgerbeteiligung wichtig ist, wird z.B. nach Ansicht von Ursula Nonnemacher (Grüne/ABü) zu oft im nicht öffentlichen Teil behandelt. Eigentlich geht es nicht um die Vergabe, sondern zum Beispiel um Vorstellung von Projekten. Wie neulich im Fall der alten Stadthalle. Die Projektidee wurde im nicht öffentlichen Teil der letzten SVV behandelt. Obwohl wer rechtzeitig auf der Besuchertribüne Platz genommen hatte, konnte den Probelauf der Präsentation miterleben. Also ich weiß wie das Aussehen soll. Ich finde es gut, das es Investoren gibt, die etwas mit der Stadthalle anfangen wollen oder in und um die Bahnhofstraße bauen wollen.

Aber zurück zum morgigen Hauptausschuss. Endlich wieder auf der Tagesordnung: Antrag der Fraktionen von SPD und CDU zu Leitlinien zur Entwicklung des Einzelhandels in der Stadt Falkensee. Hier wird es richtig spannend. Eine Entscheidung, die für den bestehenden Einzelhandel, aber auch für zukünftige Investoren von Bedeutung sein könnte. Vielleicht handelt es sich aber wieder nur um ein Placebo, das nicht wirkt. Interessant dürfte hier auch der Zentrumsbegriff sein. Wird es ein Zentrum mit oder ohne Trafogelände, wo ja demnächst eine Einkaufsmall entstehen soll? Falkensee wird mit 100%tiger Sicherheit eine bekommen. Aber gerade dort? Wo die Verkehrsanbindung schwierig und unklar ist. Würde die Stadt nicht denjenigen in den Rücken fallen, die jetzt an der Bahnhofstraße investieren? Letzteres sieht zumindest Gerd Gunkel von den Grünen so. Ich teile seine Meinung. Dann lieber doch die Bahnhofstraße entwickeln oder doch lieber ein Kaufland neben dem Falkenmarkt und diesen mit einbinden? Nun morgen sind wir hoffentlich etwas schlauer.

Auch im nicht öffentlichen Teil gibt es spannende Themen, Wie z.B. die  Vorstellung der Untersuchungsergebnisse zur Verkehrsführung im Bereich Zentrum Nord. Warum die Öffentlichkeit von diesen Ergebnissen nichts erfahren darf, erschließt sich mir nicht. Hier handelt es sich um das Gebiet am Wertstoffhof und Galafa. Das ist natürlich Murks, es geht um das Zentrum Nord und damit vermutlich um die alte Stadthalle. Das ist ja noch spannender. Wurde doch schon öffentlich diskutiert, das der Platz eigentlich zu Schade für eine Verlängerung der Seegefelder Str. ist. Der BM wollt gerne dies bis zur Scharrenberg verlängern. Ob nun das Ergebnis eindeutig dafür oder dagegen ist, bleibt erst mal ein Geheimnis, was den Verdacht nahe legt, das die Verkehrszahlen nicht unbedingt für die Pläne des Bürgermeisters sprechen. (Danke für den Hinweis auf den inhaltlichen Fehler H. Lipinski)

Uwe Abel

Sieg der Vernunft für Falkensee!

Alle warteten gespannt auf den Tagesordnungspunkt 19, Aufstellungsbeschluss zum B-Plan F 88  „Spandauer Platz Nord“, der  mit dem Zusatz (auf Antrag der FDP) versehen war. Genau diese Formulierung war es, die bereits bei der Verabschiedung der Tagesordnung für Diskussionen sorgte.

Was war es denn nun? Ein Antrag der FDP? Dann hätte dieser Punkt ans Ende der Tagesordnung gehört. Wäre es aber der Aufstellungsbeschluss gewesen so hätte der Bürgermeister sein Wort gebrochen. Denn nach seiner Niederlage im Haupausschuss wollte er die Sache nicht noch mal auf die Tagesordnung bringen. Nach einer kurzen Diskussion blieb der Tagesordnungspunkt da wo er war. Frau Nonnemacher und andere kritisierten allerdings, dass so verfahren wurde. Nach Ihrer Ansicht war das Votum des Hauptausschusses deutlich und bindend. Interessanterweise waren einige Abgeordnete, die im Hauptausschuss gegen den Aufstellungsbeschluss gestimmt hatten zur SVV nicht anwesend. Ich möchte aber nicht spekulieren ob da ein Zusammenhang besteht. Frau Richstein(CDU) und Herr Appenzeller(SPD) hatten sich schon vorher entschuldigt.

Wie gesagt wir waren gespannt welche Argumente die FDP bringen würde. Ehrlich gesagt ich hätte mehr erwartet. Dr. Lindner war der Meinung im Ausschuss wären die Diskussionen zu emotional gewesen und man hätte deswegen nicht klar entscheiden können. Frau Nonnemacher (Grüne/ABü) wies dies zurück und meinte das emotionale Befindlichkeiten keineswegs ihre Entscheidungen getrübt hätten. Sie kritisierte, dass die FDP seinerzeit auch keine Argumente für das Projekt geliefert hätten.

Herr Müller argumentierte noch einmal für das Projekt. Neue Argumente brachte er nicht. Im Gegenteil, er erwähnte das der Kreisverkehr nur eine Teillösung wäre und nicht bedeuten würde, dass der Landesbetrieb deswegen die Spandauer Straße ausbauen würde. Das sahen Grüne und Linke genauso. Der Kreisverkehr habe zusätzliche Abfahrten, die den Effekt der Vergrößerung aufheben würden. Anders gesagt, der Ausbau bringt gar keine Vorteile.

Heiko Müller griff auch noch die Presse an und beklagte die Berichterstattung im Internet. Dort hätte gestanden, dass dem Investor noch weitere Zusagen gemacht worden sind. Das habe weder ich noch Andere behauptet. Ich stellte lediglich in Frage, da sich der Investor, nach dem er von dem gekauften Grundstück nur ein Drittel bebauen dürfe und den Kreis ausgebaut hat, sich mit einem Mc Donalds und einer Tankstelle zufrieden geben würde. Es mag ja sein, das der Bürgermeister bei seiner Aussage bleibt. Allerdings haben wir ja nächstes Jahr Kommunal- und Landtagswahlen. Im Jahr 2015 wird ein neuer Bürgermeister gewählt. Es könnte ja sein, dass der Investor darauf spekuliert hat, dass sich in Zukunft die politischen Verhältnisse in Falkensee verändern.

Herr Thürling (Linke)  erwähnte, dass er sich in anderen Gemeinden über das Treiben des Investors informiert habe. Gutes habe er dabei nicht erfahren. Er kritisierte, dass der Investor schon mehrere Versionen präsentiert hätte, alle aber immer nur halb und daher auch nicht beschlussfähig. Norbert Kunz (Linke) stellte in Frage, ob eine Bratklopsbraterei wirklich sinnvoll an dieser Stelle ist. Er kritisierte außerdem, dass wir die kommunalen Probleme nicht durch Sponsoren und Investoren lösen können. Dadurch würden wir unsere kommunale Selbstbestimmung opfern und erpressbar werden. Auch Frau Nonnemacher sprach von Erpressung, nach dem Motto wenn ihr nicht den Beschluss für den Investor fasst, seid ihr Schuld dass der Kreisverkehr nicht ausgebaut wird.

Herr Bathmann(FDP) schlug in die gleiche Kerbe und sprach leidenschaftlich von einer verpassten Gelegenheit. Nütze alles nichts. Alle Argumente wurden schon zigmal gebracht. Es folgte die Abstimmung. Es stimmten tatsächlich zwei Abgeordnete dafür, nämlich die FDP, die CDU und teilweise die SPD enthielt sich. Grüne, Linke und SPD stimmten mit 24 Stimmen dagegen. Also ist das Thema endgültig vom Tisch und Herr S. bekommt sein Grundstück zurück.

Was hat das der FDP jetzt gebracht? Den Ruf sich für fragwürdige Investoren einzusetzen? Eine Entscheidung nicht zu akzeptieren, die im Hauptausschuss mehrheitlich getroffen wurde? Damit erwirbt man sich glaube ich keine Sympathien und schon gar keine Wähler. Vielleicht sollte sich die FDP vor Augen halten, dass im Mai 2014 Kommunalwahlen sind. Da sollte man sich vielleicht nicht für einen Investor einsetzen, sondern für die Einwohner und Bürger und zwar immer. Übrigens, die Niederlegung des Mandates und Fraktionsvorsitzes von Dr. Lindner(FDP) hat rein persönliche Gründe. Das finde ich sehr schade.

Insgesamt haben die Stadtverordneten eine gute und vernünftige Entscheidung getroffen. Die Diskussion wurde sachlich geführt.

Uwe Abel

Wir drehen uns im Kreis(el)

Eigentlich dachten wir das Thema MC Donalds und Tankstelle, nördlich des Kreises wäre erledigt. Ist es aber nicht, denn obwohl sich der Hauptausschuss gegen den Aufstellungsbeschluss entscheiden hat, steht der B-Plan nun am 25.09.13 auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung.

Das dieser Punkt erneut behandelt wird liegt an der Initiative von Herrn Bathmann (FDP). Nach meiner Information hatte der FDP Ortsverband mehrheitlich beschlossen sich für den Investor und das Projekt einzusetzen. Der Investor hatte zwischenzeitlich auch schon Kontakt zur FDP Fraktion aufgenommen und sein Projekt erläutert. Ich geh mal davon aus, dass Herr Dr. Aldinger inzwischen auch die andern Parteien kontaktiert hat um sie zu überzeugen. Welche Zusagen oder Versprechungen hier gemacht worden sind, bleibt zumindest bis zur SVV ein Geheimnis. Es liegt mir fern den Abgeordneten hier was zu unterstellen. Die Methoden des Investors fanden in der Vergangenheit z.B. die Potsdamer etwas fragwürdig. Der Investor hat nun bis nächste Woche eine schriftliche und verbindliche Erklärung abzugeben, dass er im Gegenzug für den Aufstellungsbeschluss den Kreisverkehr ausbaut. Der Ausbau wäre schon nötig, aber ist er das wert?

In den Diskussionen wurde die Problematik auf den McDonalds minimiert, was dem Thema nicht ganz gerecht wird. Keiner will Leuten verbieten bei Mc Donalds zu essen und bloß weil jemand  gerne einen MC Rib gern ist, bedeutet das noch langen nicht, dass er ein schlechter Mensch ist. Es ist eher das Gesamtbild, die Rahmenbedingungen und die Person des Investors die dazu führen, dass nicht nur ich dem Projekt ablehnend gegenüberstehe.

Ich bin der Meinung, wenn schon Fast Food, dann eher in das bestehende Subway Gebäude, das vor sich hingammelt. Vermutlich lässt sich das Projekt am Trafowerk auch nicht vermeiden. Auch hier könnt man und das ist ja auch wohl angeblich geplant ein Fast Food Laden rein. Dann hätten wir zwei. Belege habe ich dafür aber noch nicht.

Was mir auch missfällt ist der Umgang des Investors mit seinen Partnern. Laut Aussage von Herrn S. dem Verkäufer habe der Vertrete des Investors von Wohnraum gesprochen, erst später sei die Wahrheit ans Licht gekommen. Herr S. fühlt sich getäuscht.

Insgesamt hat der Investor zwei Grundstücke gekauft. Beide ca. 30.000 m² groß. Wir reden also von einer Gesamtfläche von gut  60.000m². Gehen wir mal davon aus, das für die Tankstelle 2.000 – 5.000 m² benötigt werden und der MC Donalds auch gerade mal 2.500 m² in Anspruch nimmt, was passiert mit dem Rest? Es bleiben gute 50.000 m² übrig. Glaubt jemand, dass ein auf Profit ausgelegtes Unternehmen die einfach nur Rumliegen lässt? Die logische Schlussfolgerung: Entweder wird darauf spekuliert, das Grundstück mit Gewinn weiter zu verkaufen oder was wahrscheinlicher ist, es gibt bereits weitere Pläne. Was mir Sorge bereite ist, das wir dann vielleicht erpressbar sind. Es könnt passieren, dass wenn weiter Genehmigungen unter dem Zwang entstehen, weil der Investor ja seinerzeit den Kreisel finanziert hat. Übrigens das Geld für den Kreisel will er sicherlich an andere Stell wieder reinholen. Bleibt nur die Frage auf wessen Kosten. Den Stadtverordneten trau ich schon, dass sie vernünftig entscheiden wollen. Das Vertrauen in dem Investor fehlt mir aber aufgrund der Vorgeschichte gänzlich. Ein schlechter Start für eine langjährige Beziehung.

Ärgerlich ist auch, dass vom Bürgermeister immer wieder der Zeitdruck ins Spiel gebracht wird und allen die Pistole auf die Brust gesetzt wird. Wenn er mal Druck machen würde, dass die Einzelhandelsrichtlinien endlich  beschlossen werden. Das ist auch ein Punkt warum ich der Meinung bin, dass wir den Investor nicht gewähren lassen sollen. Das Einzelhandelsgutachten rät von solchen Projekten ab.

Übrigens gefällt mir der ursprüngliche Plan von Ex-Bürgermeister Bigalke wesentlich besser. Eigentlich wollte ich ja die veraltete Seite aus dem Jahr 2001 durch den Kakao ziehen, aber irgendwie bin ich doch froh. Einfach mal lesen: http://www.buergermeister-2001.de/thesen2.htm

Nein Falkensee braucht keinen Mc Donalds und auch keine weiter Tankstelle. Mehr Geld kommt dadurch auch nicht in die Stadtkasse, es verteilt sich einfach nur anders. Da mit dem MC Donalds sehen anscheinend viele Bürger so. Auf der Online Seite der MAZ gab es eine Umfrage mit einem leichten Übergewicht zum Nein. Also kein Mac Donald am Spandauer Kreisel.  http://www.maz-online.de/content/collectedinfo/2389525

Uwe Abel

Tankstelle und Fast Food am Spandauer Platz, dank Dr. Aldinger?

Am 11.09.2013 steh im Hauptausschuss ein besonderer Tagesordnungspunkt auf der Liste: Aufstellungsbeschluss zum B-Plan F 88 „Spandauer Platz Nord“ (DS 6373). Was ziemlich belanglos klingt enthält Zündstoff, der die Gemüter in Falkensee erregen könnte. Es geht um die Fläche nördlich, da wo immer Zirkus Rummel und andere tolle Sachen stattfinden. Nicht zu vergessen das Partyzelt. Verantwortlich dafür ist ein Herr aus Falkensee, der Eigentümer des Landes. Vermutlich wird das nun bald der Vergangenheit angehören.

Wer ist der Investor? Es handelt sich um Dr. Henrik Aldinger von der Aldinger und Fischer Grundbesitz und Vermarktungs GmbH. Verantwortlich ist diese Firma unter anderem für den Porta Möbelmarkt in Potsdam und dem Einkaufszentrum an der Paulsternstraße (Das Ei) in Berlin Haselhorst. Nachdem der Verkäufer erfuhr, was Aldinger eigentlich vorhat schrillten die Alarmglocken. Er versuchte den Kaufvertrag rückgängig zu machen

Am Kreisverkehr Spandauer Platz soll, ja was eigentlich entstehen? Bisher ist von einer Tankstelle und einer Fastfoodkette die Rede. Was für ein Blödsinn, schon der Subway an der Spandauer Str. ist gescheitert. Die Shell Tankstelle ist nur 500 Meter vom Kreisverkehr entfernt. Eine zweite Tankstelle braucht kein Mensch. Großzügigerweise will der Investor dafür noch den Ausbau des Kreisverkehrs finanzieren. Das soll laut nicht bestätigten Quellen ca. 2 Millionen kosten. Das Projekt war ja schon mal im Gespräch. Seinerzeit waren ihm anscheinend die damals angesetzten 800.000 zuviel. Die Sache hat doch ein leichtes Geschmäckle.

Recherchiert man etwas im Internet findet man den einen oder anderen Hinweis. Anscheinend gibt es da wo Aldinger auftaucht auch mal Unruhe und Streit. So auch in Potsdam. Dort wollte er den Drewitz Park im Kirchsteigfeldbauen. Anscheinend hatte Aldinger seinen Unterstützern aus der CDU den Wahlkampf finanziert. Vergeblich die Stadtverordneten bremsten Aldinger erst mal aus. Dann wurde doch ein Stück Wald verkauft, was wiederum eine Initiative auf den Plan brachte, die um den Wald kämpfte. Die bekam den Wald zum Kauf von Aldinger angeboten, für 25€ qm². Er selbst hatte aber nach Recherchen der BI nur 1,74 m² bezahlt. Übrigens stehen in dem Wald die so genannten Methusalembäume, deren Schirmherr Matthias Platzek ist. Aldinger hielt aber an seinem Gewerbepark fest und scheiterte Ende 2011 gemeinsam mit seinen Unterstützern aus SPD und CDU in der SVV. Ein Verfahren vor dem Oberverwaltungsgericht ist noch anhängig. Aldinger anscheinend ziemlich verärgert sperrt nun die „Brache“ ab, es folgten Drohgebärden und ein Klage gegen den BI Sprecher. Mann kann wohl von verhärteten Fronten sprechen. (Am Ende des Textes finden Sie eine Linksammlung mit den Quellen).

Das hat Falkensee noch gefehlt ein Investor, der nach Gutsherrenart macht was er will und Falkensee kaputt macht nur um seinen Profit zu sichern. Natürlich muss der Kreisverkehr vergrößert und dem Verkehr angepasst werden. Aber es ist nicht eigenartig, dass ein privater Investor für die Planungsfehler der Vergangenheit einsteht? Ist das wirklich alles. Der ganze Vorgang ist sehr untransparent. Ich empfehle allen Bürgern, die nicht wollen, dass wir jeden Investor unsere Stadt in den Rachen werfen sich am 11.09. um 18:30 im Hauptausschuss zu informieren. Da geht es nämlich darum die letzte Chance zu ergreifen, dass Projekt zu verhindern, denn liegt zum Jahresende kein rechtskräftiger Aufstellungsbeschluss vor ist der ursprüngliche Kaufvertrag nichtig und Zirkus, Rummel und Partyzelt beleiben uns erhalten.

So langsam kommt mir übrigens der Gedanke, das man die schon so oft angekündigten Leitlinien für den Einzelhandel zurück hält um den Investoren ein leichteres Spiel zu ermöglichen. Aber das ist natürlich eine nicht belegbare Vermutung und eine rein subjektive Ansicht.

Uwe Abel

LINKS und Quellen:

Parteispende von Aldinger – Investor des Drewitz-Parks finanzierte seinen jetzigen Unterstützern von der CDU den Wahlkampf (liegt mir in Druckform vor.MAZ vom 06.11.2010)

Aldinger ich schmiere keinen. (PNN vom 13.11.2010) Link

Stadtverordnete bremsen Drewitz-Park aus (PNN vom 03.12 2010) Link

Rathaus lies Wald an Investor verkaufen (PNN vom 08.10.2011) Link

Initiative widerspricht Aldinger (PNN vom 28.10.2011) Link

Anwohnerinitiative will den Wald von jeglichen Gewerbebauten freihalten (liegt in Druckform vor. MAZ vom 29.10.2011)

Der alte Drewitz Park ist mausetot (PNN 20.11.2011) Link

Nicht einmal Schirmherr Matthias Platzeck kann 35 geschützte Bäume im Kirchteigfeld retten (Maz vom 30.11.2011 auch nur in Druckform)

07.12.2011 SVV – Aldinger, CDU und SPD endgültig gescheitert. Postdamer Demokraten (Link)

Wald bleibt Wald (PNN vom 08.12.2011) Link

Aldinger sperrt Gewerbebrache (PNN vom 18.02.2012) Link

Anwohner über Aldingers Maßnahme verärgert (MAZ vom 21.02.2012) auch wieder nur in gedruckter Form

Erfolglose Drohgebärden (PNN vom 08.03.2012) Link

Aldinger verklagt BI Sprecher (PNN vom 30.03.2012)