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Kleebanks fremde Federn?

Spandau- Heute veröffentlichte die Berliner Morgenpost ein Interview mit Helmut Kleebank. Um das Interview zu lesen müsst Ihr auf Google „750 Familien sind nach Spandau gezogen“ eingeben. Nur so kann man den ganzen Artikel kostenlos lesen.

Er rühmt sich, dass wir 2011, damit meint er wohl sich und seine SPD einen Überschuss erwirtschaftet haben. Von 1,8 Millionen Euro ist die Rede. Reicht aber nicht um die Altschulden von 18 Millionen Euro. Das Konsolidierungskonzept sieht pro Jahr mehr als fünf Millionen Euro an Einsparungen vor, so Kleebank. Also fehlen 2011 mal locker 3,2 Millionen. Der Fehlbetrag muss wohl auf 2012 und 2012 Aufgeteilt werden. Also müssen der 2011 fehlt, wird auf die Jahre 2012 und 2013 aufgeschlagen. Die Rechnung ist also einfach. In Zukunft muss Spandau 6,6 Millionen Euro sparen. Weitaus interessanter ist die Begründung von Kleebank, warum das Sparziel nicht erreicht wurde. Das liegt an Mehrausgaben, die vor allem in zwei Bereichen auftreten: bei den Hilfen zur Erziehung und bei der Bewirtschaftung von Dienstgebäuden.

Nur mal zur Erinnerung. Der Bezirk wurde 2011 zum größten Teil von der CDU geführt. Dieser kleine Teilerfolg ist dann wohl eher der CDU zuzuschreiben. Das mit den Mehrausgaben ist auch interessant, denn gerade bei den Hilfen zur Erziehung konnten die Mehrausgaben bisher nicht geklärt werden. Das war übrigens ein SPD geführtes Ressort.

Beim weiterlesen, kriege ich fast schon Angst. Kleebank hat die Pläne zur Abgabe und Zusammenführung von Dienstgebäuden gestoppt, entgegen dem Trend. Im weiteren Verlauf wird klar, das Herr Kleebank sich selber nicht sicher ist, ob dies funktioniert.

Dazu kann ich nur an ein Gespräch mit Herrn Röding(CDU) erinnern. Er hatte die Xing Community Spandau, Ende 2011 ins Rathaus eingeladen. Er berichtete sehr detailliert über sein Pläne und hatte dabei auch Energiekosten der Gebäude im Blick. Diese Pläne waren ein Bestandteil einer Vereinbarung mit dem Senat, damit Spandau keine Haushaltssperre bekommt.

Laut Kleebank sind 2011, 750 Familien, u.a. aus Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln nach Spandau gezogen. So der Saldo des Jobcenters. Also die Differenz zwischen Zuzug und Wegzug. Wie im vergangenen Jahr oft zu lesen war, handelt es beim Zuzug oft um sozial schwache Familien, also nicht unbedingt ein Gewinn, wenn gleichzeitig die Kaufkraft ins Umland zieht.

Also auf mich mach unser neuer Bürgermeister in Spandau bei dem Interview nicht gerade einen souveränen Eindruck. Es reicht nicht sich ein paar Zahlen schön zu reden und sich den Erfolg des Vorgängers zu nutzen zu machen.

Uwe Abel

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Alles im grünen Bereich?

Nicht, wenn man die FDP befragt, bei der ist das ganze nicht mal im gelben Bereich. Die Piraten haben zugeschlagen und, um in der Piratensprache zu bleiben, die FDP Kogge auf den Grund des Wahlmeeres geschickt. Voll abgesoffen die FDP. Aber das ist nicht der einzige Erfolg der Piratenpartei. In jeder BVV sind sie vertreten und in Friedrichshain/ Kreuzberg werden Sie wohl sogar einen Stadtrat stellen.

Nicht so schön: Glaubt man den Statistiken, dann haben die Piraten den Grünen im Schnitt 2-3 Prozentpunkte geklaut. Da müssen wir Grünen uns etwas einfallen lassen. Dass rot-rot abgewählt wurde, finde ich aber wieder richtig gut. Das kann der Stadt nur zum Vorteil gereichen.

Auch in Spandau ziehen die Piraten in die BVV ein und erreichen Fraktionsstärke. Die CDU ist stärkste Kraft und wird 3 der 5 Stadträte stellen. Ungewiss ist die Wahl des Bürgermeisters. Obwohl der Wählerwille eindeutig für Röding spricht, wird wohl die SPD/Grüne Mehrheit Herrn Kleebank zum Bürgermeister küren. Obwohl es gibt keinen Fraktionszwang. Ich bin der Meinung die Herren der SPD, Grüne, Piratenpartei und auch der Bezirksverordnete der Linken sollten ihre Entscheidung nicht von der politischen Farbe abhängig machen. Herr Röding wäre auf jeden Fall die bessere Wahl.

Auch wenn es jetzt so klingen mag, Schadenfreude will ich hier nicht verbreiten. Trotzdem bin ich erleichtert, dass die SPD Kandidatin für das AGH aus dem WB Staaken nun endlich in den wohlverdienten Ruhestand gehen kann. Die Grünen haben zwar hinzugewonnen, hinken in Spandau dem Trend hinterher. Ich bin in der Hinsicht erleichtert, dass es nur bis Listenplatz 6 geeicht hat um in die BVV zu kommen. Die Insider wissen warum. Wenn jetzt Herr Röding noch Bürgermeister wird, bin ich persönlich zufrieden.

Uwe Abel

Der alltägliche Wahlkrampf #1

Ach ja Wahlkampf kann ja so erheiternd sein. Nur zur Vorwarnung die Artikel zu diesem Thema sind absolut parteiisch und politisch unkorrekt. Absolut zynisch und sarkastisch. Ich kann schon die Wellen der Empörung an meiner Tür klopfen hören. Heute mal in Farbe und mit kostenlosen Bildern

Wie gesagt der geneigte Bürger kann ja auch Erheiterung am Wahlkampf finden und in der Materialschlacht immer noch etwas, Positives sehen oder auch nicht. Massig Plakate hängen inzwischen im Wald der Ampel- und Lichtmasten. Mehr oder weniger aussagekräftig. Die Aussage oder der Inhalt ist heute nicht das Thema. Wir beschäftigen uns heute mit der Qualität der angebrachten Überzeugungsbotschaften, bzw. mit deren Anbringung selbst. An dieser Stelle möchte ich ganz klar betonen, dass ich nicht damit einverstanden bin wenn Wahlplakate zerstört oder beschädigt werden. Da hört der Spaß bei mir auf. Egal um welche Partei es geht.

Ääääääh, wo war ich jetzt doch gleich. Ach ja! Die fachmännische Anbringung. Wie heißt es so schön. Wer zu spät kommt……., der braucht eine Leiter. Die ersten Wahlweisheitenanbringer montieren ihre bunten Teile in angenehmer Höhe und können sich den Platz noch aussuchen. Die als letztes aus der Hüfte gekommenen bleibt nur noch die Anbringung in Bodenhöhe, also nur lesbar für Taschenpudel oder die berühmten Berliner Leseratten. Oder waren es Kanalratten? Egal! Alternative ist die Anbringung in luftiger Höhe. Das ist nur für schwindelfreie oder Mitglieder der Traberfamilie, dass sind übrigens Hochseilartisten. Im letzteren Fall kommt es natürlich vor, dass ab und zu mal in großer Zahl das Plakat des politischen Gegners herunter gedrückt wird. Ist aber auch wirklich zu blöd.

Wobei so ganz fair ist das auch nicht von mir. Warum? Wisst ihr was ein Kabelbinder ist? Genau, damit bindet man Kabel zusammen. Eignet sich aber auch hervorragend um Wahlkampfplakate an den Lichtmasten zu montieren. Zur Funktionsweise. Ursprünglich ein Band, das auf einer Seite etwas geriffelt ist. An einem Ende ist nun eine Art Schlitz mit einer Zunge im Kabelkbinderkopf. Mann steckt nun das eine ende des Kabelbinders in den Schlitz und zwar so, dass die Zunge auf die geriffelte Seite trifft. Jetzt hat man hoffentlich einen geschlossenen Ring, der sich nicht aufziehen lässt, sondern nur enger. Nur wenn das der Fall ist, wird ein sicherer Halt garantiert. Wenn der eifrige und gehetzte Wahlplakatmonteur das falsch macht, passiert folgendes.

SPD und Kleebank? „Kannste knicken!“ Tja, das kommt davon, wenn die glatte Seite des Kabelbinders auf die Zunge trifft. Das rutscht einfach wieder raus und das Plakat folglich runter. Häufig zu sehen ist dies im Bezirk Spandau und die Plakate der SPD sind dabei anscheinend Spitzenreiter. Da hilft auch nicht ein Hydrantenschild als natürlicher Stopper. Der verhindert aber immerhin, dass die schönen Bilder ganz nach unten rutschen. Übrigens die Piratenpartei bietet da auch eine gute Lösung an um den Fall der Politikergrößen zu vermeiden. Sie sind so nett und hängen unter dem Absturz gefährdeten Plakat einen schmalen Streifen mit: „…oder Piratenpartei wählen.“ Ich bin ganz gerührt über soviel Vorsorge. Der Fall der großen Politiker ins Bodenlose kann im Härtefall auch solche Auswirkungen haben:

Ein Bild mit Symbolcharakter? Helmut Kleebank, Bürgermeisterkandidat der SPD für Spandau, jetzt schon am Boden? Nomen ist Omen. Das Programm der SPD ist ähnlich lasch und haltlos. Ich empfehle in Zukunft vorher eine ausführliche Schulung im Rahmen eines Masterplanes zur richtigen Anbringung von Werbeplakaten. Außerdem muss der Bewerber den Satz: „Der Kaplan klebt Pappplakate“ zwanzig mal hintereinander ganz schnell und fehlerfrei aufsagen. Übriges für alle gilt, es würde wesentlich schöner aussehen, wenn Ihr die überstehenden Enden entweder abknipsen würdet oder hinter dem Plakat verstecken würdet.

Uwe Abel

Offener Brief an den SPD-Bürgemeisterkandidaten für Spandau

Sehr geehrter Herr Kleebank,

ich spreche hier nur für mich und nicht im Namen der Xing Community, die Sie gestern aus meiner Sicht völlig ungerecht bewertet haben. Ihr Verhalten ist für mich völlig unverständlich.

Schon die Löschung meines Links auf Facebook empfinde ich als Zensur und nicht akzeptabel. Die Verlinkung funktioniert schon. Vielleicht liegt es ja auch an der mangelnden Erfahrung im Umgang mit dem Medium Internet.

Wesentlich schlimmer fand ich dann aber die Reaktion auf meine konkrete Anfrage in der ich Ihnen auch die Xing Community Spandau vorstellte. Zur Erinnerung Sie schrieben: >“Einer Ihrer Moderatoren ……… ist ein übler Schreiberlin im Auftrag der CDU, der im Netz über mich herzieht. Daher ist Xing für mich leider kein akzeptabler Club.“<(Zitat)

1. Xing ist kein Club, sondern ein Business Netzwerk. Wir Moderatoren haben keine leitende Funktion, dem die andern Mitglieder folgen. Wir haben eine bunte Mischung bei uns. Jeder hat seine eigene politische Meinung. Aber alle wollen hier ihre Unternehmen nach vorne bringen und ihr Interesse an Spandau bekunden. Einige haben übrigens wirklich gute Ideen.
2. Ja, es gibt zwei Moderatoren, die politisch auch mal gerne austeilen. Wenn Sie sich informiert hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass wir nicht nur einseitig schreiben. Ich habe sogar meine eigene Partei hier kritisiert. Wir haben sowohl über die CDU negativ, als auch über die SPD positiv berichtet. Dies geschah in unseren Blogs, bei Facebook, als auch hier bei Xing. Ich finde Kritik muss man schon aushalten, auch wenn sie provokativ ist.
3. Von einem Mann Ihres Formats hätte ich mehr soziale Kompetenz erwartet. Es ist eine üble Verleumdung zu behaupten, hier würde jemand im Auftrag der CDU gegen Sie schreiben. Es wird lediglich die Politik kritisiert, nicht der Mensch. Zum Glück leben wir ja in einer Demokrite, wo jeder seine Meinung vertreten darf. Nicht mal die CDU hat so barsch und teilweise so beleidigend reagiert, wie Ihre SPD Genossen bei mir im Blog und auf Facebook. Zur Beweissicherung habe ich Bildschirmkopien von den Kommentaren gemacht. Vom Meinungsbild eines Einzelnen auf eine lose Gemeinschaft zu schließen ist eine ziemlich flache Denkweise. Was ist, wenn Sie demnächst einer unserer türkischen Mitbürger verbal angreift? Sind dann unsere türkischen Bürger auch ein nicht akzeptabler Club?
4. Was das mit der Beantwortung meiner Frage nach den Inhalten Ihres Wahlprogramms zu tun hat verstehe ich nicht. Das Sie diese Fragen nicht beantworten können, lässt den Schluss zu, dass Sie zwar gerne etwas anders machen möchten, aber nicht den geringsten Plan haben wie.

Sie haben mit Ihrer Äußerung mir persönlich und vermutlich auch einigen Mitgliedern der Xing Community vor den Kopf gestoßen. Alles sind Unternehmer und Wähler, auf die Sie anscheinend verzichten können oder?

Verstehen Sie das unter Bürgernähe? Sind 458 Unternehmer und Spandauer Bürger, die sich engagieren ein nicht akzeptabler Club? Da muss man ja als Unternehmer Angst haben und überlegen, ob es nicht sicher ist seinen Firmensitz in einen andern Bezirk oder ins Umland zu verlagern. Sie sollten auch nicht vergessen, das Spandau von einer CDU/SPD Regierung verwaltet wurde. Die SPD ist also an der Finanzsituation nicht ganz unschuldig.

Ich wünsche mir, dass Sie Ihre Äußerung noch einmal überdenken, sich über den Unternehmerkreis auf Xing informieren und dann entschuldigen. Auch würde ich wirklich gern wissen, wie Sie Ihre Wahlversprechen einlösen wollen. Wie sollen mehr Unternehmen nach Spandau geholt werden? Wie wollen Sie mehr Arbeitsplätze und Spandau geschaffen werden. Ist Ihnen das Thema Pflegenotstand bekannt und wie wollen Sie hier die Spandauer z.B. mit flexiblen Arbeitsplätzen unterstützen. Wie wollen Sie die alte Post und die LNK wieder nutzbar machen?

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Abel

SPD Spandau verliert ihr Gesicht auf Facebook

Spandau/Falkensee Ich hätte nicht gedacht, das der GastartikelEin Traumtänzer will Bürgermeister werden. so viel Staub aufwirbelt. Die Zugriffe auf den Artikel sind gigantisch. Die SPD Genossen reagieren aber sehr empfindlich auf das angesprochen Thema. Die Kernaussage, das Herr Kleebank nicht als Bürgermeister nicht geeignet ist wurde bisher aber nicht widerlegt.

Anstelle sachlich, gelassen und mit guten Argumenten zu reagieren produzieren die Herrschaften eine Peinlichkeit nach der andern. Liegen die Nerven so blank? Das kling alles nach dem berühmten pfeifen im Walde.
Ein Beispiel aus dem Thread auf Facebook:

Juergen Kessling: Für Sachlichkeit bekannt. Sportlich und Politisch Fair, einen Bewerbe für ein öffentliches Amt als Traumtänzer zu bezeichnen. Das spricht schon für sich!

Auf welchen Zusammenhang bezieht sich die Aussage? Auf die unrealistischen Aussagen von Herr Kleebank? Erwischt! Auch die SPD produziert Tippfehler. Herr Kessling steht bedauerlicherweise auch wieder auf der BVV Liste.

In einem anderen Thread: Juergen Kessling: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!Das tifft voll und ganz auf Herrn Kessling und die SPD zu.

Aber mal im Ernst. In diesem Fall hat der Schreiber einen Insiderwitz nicht verstanden. Das ganze wirkt wirr und inhaltslos. Das liegt aber daran, das kein geringerer als Raed Saleh erst einen Kommentar auf Facebook geschrieben hat…..

…..und dann wieder gelöscht hat. Wir haben aus der Taktik der SPD gelernt. Erst Kommentare veröffentlichen und dann bei Gegenwind den Schwanz einziehen. Nicht mit uns, wir haben die Threads kopiert. Hier der Wortlaut der Kommentare von Raed Saleh:

Hallo Sven,
Raed Saleh hat deinen Link kommentiert.
Raed hat geschrieben: „Da bekommen Herr Dartsch und einige andere Freunde der Spandauer CDU kalte Füsse,ha ha..nur sportlich bleiben Freunde!“
und

Hallo Sven,
Raed Saleh hat deinen Link kommentiert.
Raed hat geschrieben: „Und wer ist Herr Abel???!!!!!“

Jetzt die Frage: Weiß der Mann nicht mehr was er da für einen Blödsinn schreibt und warum löscht Herr Saleh das ganze wieder? Der Mann ist immerhin Vorsitzender der Spandauer SPD und sitzt im Abgeordnetenhaus. Von solch einer politischen Persönlichkeit hätte ich mir doch mehr Professionalität gewünscht.

Ich bin kein Freund der CDU, halte aber Röding für die bessere Wahl zum Wohle Spandaus. Fällt mir zwar nicht leicht, aber wenn die SPD unfähig ist eine Alternative zu bieten, sind die Genossen selber schuld. Übrigens kalte Füße werden wir nicht bekommen, warum auch? Selbst langjährige Mitglieder der SPD sagen, das Kleebank nur eine Außenseiter Chance hat. Mein Taxifahrer gestern ist mit der SPD in Spandau sehr unzufrieden. Er hält allerdings auch Herrn Matz und Herr Röding für Blender und behauptete, das den Versprechungen keine Taten gefolgt sind. Das sehe ich etwas anders, aber jeder soll sich ja seien eigene Meinung bilden.

So wie sich die SPD in der Öffentlichkeit und den Social Networks präsentiert kann man nur hoffen, das die Wähler ein Zeichen setzen und wieder Kompetenz und Sachlichkeit ins Rathaus wählen; ohne die SPD. Die kann ich erst wieder unterstützen wenn dei rihtigen Leute an den richtigen Stellen sitzen. Saleh, Kleebank, Kessling, Meys usw. sind es definitiv nicht. Bedauere, das so klar sagen zu müsssen!

Uwe Abel

P.S. Tippfehler darf die SPD gerne behalten.