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Der (All)tägliche Wahlkrampf – Botschaft? Was für eine Botschaft?

Warum hackst Du nur auf den Wahlplakaten der SPD und den Piraten rum? Ganz einfach, weil keine andere Partei so geil darauf war Ihre Botschaften so schnell an den Mann zu bringen, wie die beiden. Also schon wieder die SPD. Überall in Falkensee und Umgebung lächelt? mich Frau Krüger Leißner von den Laternenmasten an. Zu sehen ist Ihr Gesicht und man kann den Namen klar lesen. Botschaft? Was für eine Botschaft?  Doch es gibt eine. Ganz klitzeklein steht oben links „Erststimme alle“ Zweitstimme SPD“. Das verwirrt mich. Die Zweitstimme  ist wichtiger und bestimmt dann die Fraktionsstärke. Die Erststimme bestimmt aber welcher Direktkandidat den Wahlkreis gewinnt und diesen dann im Parlament vertritt.  Frau Krüger Leißner scheint darauf nicht unbedingt erpicht zu sein. Eigentlich hätte sie gleich schreiben sollen „alle Anderen nur nicht mich“. Viele politische Gegner sind nämlich der Meinung, dass es Zeit für einen Wechsel ist. Sie glauben Frau Krüger-Leißner hätte das Havelland nicht ausreichend oder gut genug im Bundestag vertreten. Erst wenn man dichter an das Plakat ran kommt ließt man AKL. Wie jetzt Allgemeine Klassenlotterie? Nein mal im Ernst, natürlich will dei Frau ihre Stimme, aber schon mal daran gedacht das viel Wähler vielleicht ein Seeschwäche haben könnten. Wie war das nochmal mit der gesetzlich zugesicherten Barrierefreiheit?

Blöd ist auch, das die Wahlkrampfhelfer von Frau Krüger Leißner auch nicht darauf geachtet, wo Sie die Plakate aufhängen. SO hängen einige direkt vor Schulen, z.B. vorm Marie Curie Gymnasium in Dallgow. Natürlich ist das nicht verboten, aber… Viel Schulen sind am Wahltag auch gleichzeitig Wahllokal und da gilt eine Bannmeile von 50-100 Metern. Das heißt die Plakate müssen am Wahltag verschwinden oder verhüllt werden. Viel Spaß sage ich da nur das sind ja einige.

Und die Piraten, ja die hängen auch schon. Das Wortspiel, das man in grauer Vorzeit aufgehängt oder geköpft hat (siehe auch bei Störtebecker) ignorieren wir mal einfach.  Bei den Piratenplakaten zeigt sich zumindest schon der erste Nachteil des zu frühen Aufhängens. Die ehemals knalligen Farben werden schon blass und wirken etwas verwaschen. Auch ansonsten finde ich die Auswahl der Plakate etwas unglücklich, für Falkensee wohlgemerkt. „Warum habe ich immer noch kein Netz“? spricht kaum noch einen Falkenseer an. Wir sind inzwischen ganz gut versorgt. Im Gegensatz zu Schönwalde übrigens. Bodo versenkt lieber Geld in fragwürdige Bauobjekte, das ist aber ein anderes Thema. Selbst wenn, ist ein flächendeckendes Internet wirklich das größte Problem unser Bundesrepublik? Besser wäre:“ Warum habe ich immer noch keinen Arbeitsplatz, mit dem ich meine Familie ernähren kann“! Stattdessen bleibt man bei der Botschaft über ein bedingungsloses Grundeinkommen. Ein Begriff, dessen Bedeutung vielen nicht klar ist. Nun die „Schlagzeilen“ der Piraten sind gut lesbar, allerdings ist der kleine erläuternde Text darunter für viele nu schwer lesbar.

Na ja genug gelästert, ich werde auf jeden Fall mein Erststimme Maria Heider von den Grünen geben. Das ist auf jeden Fall eine gute Entscheidung für ein positivere Entwicklung des Havellandes und den Erhalt unserer Natur. Außerdem weiß ich was gut ist für unser Havelland.

Uwe Abel

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