Archiv der Kategorie: Spandau

Die Ampel und der Bandwurm

Wenn ich morgens zu Arbeit fahre, brauch ich Geduld. Wie ein Bandwurm zieht die Autokolonne auf der Spandauer Straße gen Spandau. Zum Glück muss ich vom Staakener Heuweg nach rechts, ebenfalls in Richtung Spandau, abbiegen. Wenn ich die Spandauer Straße noch queren müsste, könnte ich vermutlich so lange warten, dass eine neue Rasur fällig wäre. Katastrophal ist es, wenn man einen Linksabbieger vor sich hat, kann man sich schon getrost Gedanken darüber machen, ob man zu Weihnachten pünktlich zu Hause ist. Eine weiter Erschwernis sind dann die Abbieger aus der gegenüber liegenden Pestalozzi Straße, der der Technik des amerikanischen Abbiegens nicht gewahr sind.

Das gleiche wiederholt sich, wenn man in der Feierabendzeit noch mal los will, dann ist es allerdings der Verkehrsstrom aus Spandau der einen in den Wahnsinn treibt. Schon auf der Fahrt nach Falkensee hat es sich ja gestaut und man steht schon mitunter ab Beerwinkel auf der Falkenseer Chaussee. Die Gründe hierfür sind bekannt. Eine falsche Planung des Spandauer Straße bis zum Kreisverkehr. Es fehlen Busbuchten und Rechts. Bzw. Linksabbiegerspuren. Ein neuer Verkehrsentwicklungsplan (VEP) könne sich mit einer Lösung des Problems beschäftigen. Leider wollt den Die SPD/CDU in der letzten SVV nicht auf den Weg bringen. Also werden wir wohl bis 2015 auf einen Lösungsvorschlag warten müssen.

Was ist aber mit dem morgendlichen Problem? Das ist noch schwieriger. Der zäh fließende Verkehr wird durch das Stück zwischen Stadtgrenze und der Stadtrandstraße verursacht. Hier ist der Bezirk Spandau für verantwortlich. Das Stück müsste verbreitert  werden und ein Rechtsabbieger und Linksabbieger Spur geschaffen werden. Ein Parkverbot hinter der Kreuzung gibt es schon. Leider wird es nicht eingehalten. Für weitere Änderungen fehlt Spandau das Geld und vermutlich auch der politische Wille.

Vorgestern erfolgt nun auf Spandauer Gebiet eine Verkehrszählung. Sowohl morgens, als auch am Nachmittag wurden die Verkehr gezählt. Schließlich werden die Anwohner auf Spandauer Seite stark mit Emissionen belastet. Vielleicht ändert sich ja bald etwas. Dieses bald war dann gestern. Am Donnerstag hinderte mich nicht mehr zäh fließender Verkehr daran zu Arbeit zu kommen, sondern Stau. Der Stau reichte vermutlich bis zum Kreisverkehr. Einziger sichtbarer Vorteil. Offensichtlich hatten die Autofahrer Mitleid mit mir und ließen mich schnell in ihre Reihen.

Kurze Zeit später erkannte ich das Dilemma. Die Fußgängerampel an der Freudstraße zeigte in regelmäßigen Abständen ROT für die Autofahrer. Hatte die Ampel ein Eigenleben entwickelt oder wurde hier eine Umprogrammierung vorgenommen? Das Ergebnis dieser neuen Ampelschaltung war recht deutlich: Stau in Falkensee und kein Stau mehr auf Spandauer Seite. Die Ampel wirkt wie ein Verkehrsfluss Zerhacker und war so geschaltet, dass maximal 4 Autos an der Ampel Stadtrandstraße standen und das auch nur recht kurz.

Am Freitag funktionierte die Ampel wieder normal und der übliche Autobandwurm schob sich wieder von Falkensee nach Spandau. Mal sehen ob dieses „Phänomen“ noch einmal auftritt.

Uwe Abel

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Wahlkampf der GAL Spandau – Aber bitte doch nicht so!

Ehrlich das hatte ich so  nicht geplant, es hat sich so ergeben. Ich war also am Samstag in der Altstadt Spandau. Der Wahlkampf scheint in Schwung zu kommen, denn in der Altstadt hatten sich Parteien mit Ihren Ständen positioniert. AFD, Piraten und die GAL waren auf Stimmenfang aus. Ich setzte mich also gemütlich hin und beobachtete das Geschehen. Insgesamt waren die Leute nicht sehr interessiert und hetzte an den Ständen vorbei

Die AFD versuchte ihre Flyer an Mann und Frau zu bringen. Viele schüttelten ablehnend den Kopf. Anscheinend war die Ansprache des Grünen Wahlkämpfers auch nicht so ideal. Die von ihm angesprochen zeigten leichte Fluchttendenzen. Sehr lebendig ging es am Stand der Piraten zu. Was machen die denn anders? Also startete ich einen Test, ging zum Stand und spielte den unentschlossenen Wähler.

Der Piratenstand wirkt sehr ordentlich. Flyer, Aufkleber und anderes, alles sehr ordentlich. Der Tisch ist übersichtlich und nicht überladen. Der Direktkandidat spricht mich nett an, stellte sich vor und erläutert mir sachlich sein Wahlprogramm. Ich denke, so kann man Wähler überzeugen. Vor allem hat mann mir zugehört.

An den Stand der GAL wollte ich eigentlich nicht. Aufgrund meines etwas angespannten Verhältnisses zu GAL Spandau wollte ich mich nicht auf ein Diskussion einlassen. Ich hatte die Rechnung ohne den grünen Wahlkämpfer gemacht. Der hatte wenigstens Elan und einen lockern Spruch auf den Lippen: „Wenn Du jetzt schon bei den Piraten warst, kannst Du ja mal bei uns schauen“. Ich bin ja nicht dafür, das man in so einer Situation fremde Leute duzt, aber ich konnte nicht anders ich musste mir den Stand ansehen. Der war nicht halb so gut sortiert und wirkte überladen und chaotisch. Weniger ist manchmal mehr, ich will wirklich nicht hetzen, aber es kam noch schlimmer.

Der grüne Wahlkämpfer meinte ich solle doch die Grünen wählen, die kämen immerhin ins Abgeordnetenhaus. Die Piraten hätten ja eh keine Chance. Also Abgeordnetenhauswahlen stehen ja nicht an. Wir reden doch eigentlich vom Bundestag? Okay, nicht so schlimm, aber diese Arroganz und Selbstüberschätzung. Wie wäre es denn mal mit Argumenten, wie: Wir sind für gerechte Löhne usw.? An dieser Stelle mischte sich S. ein. Sie hätte 20 Jahre Wahlkampferfahrung, was sie meiner Meinung nach gut verstecken konnte. Die Piraten stünden bei 3% und daran würde der Wahlkampf nichts ändern. Sie viel mir ständig ins Wort und lies mich nicht ausreden. Zuhören ist nicht ihre Stärke. Ziemlich arrogant und prollig  kam die Gute rüber, die immerhin in der BVV sitzt.

Also gut, ob sie denn glauben würde, dass die AFD über die 5% käme, fragte ich. Antwort: „ Sie könne gar nicht soviel Nazikatzen kleben“. Also die Gute wirft die AFD in einen Topf mit NPD und Reps. Meine Frage wurde nicht beantwortet. Stattdessen folgte eine besserwisserische Belehrung, ob ich den die Nazikatze nicht kennen würde. Klar kenne ich die und mir machen diese Nazis, die äußerlich  in der Gesellschaft auch Sorgen.  Liebe Leute es ist wenig hilfreich bei jeder Partei, die nationalistische Tendenzen aufweist oder am rechten Rand fischt, mit der braunen Keule kommt. Die Bevölkerung kann das auch nicht mehr hören. Das ist irgendwann ein tot gerittenes Pferd.  Man muss sich da mit demokratischen Mitteln und Argumenten gegen wehren.  Ich mag die AFD auch nicht und sicherlich muss man die im Auge behalten. Gerade in der Anfangsphase laufen neue Parteien Gefahr, rechte Mitglieder zu bekommen, die in anderen Parteien nichts geworden sind.  Das war bei den Piraten so und ein Parteifreund berichtete mir, das es auch mal bei den Grünen den einen oder anderen verkappten „braunen“ gegeben hat.  Dieses ständige ins Wort fallen von Frau M., die leicht aggressive prollige Art war mir echt zu blöd. Ich verschwand vom Stand und entschied mich doch wieder die Piraten zu wählen. Würde ich, wenn ich tatsächlich ein unentschlossener Wähler gewesen wäre. Also mit so einer Art Wahlkampf vergrault man sicher Interessenten. Da besteht Schulungsbedarf. Mit Interessenten streitet man nicht. Man hört Ihnen zu und beantwortet Ihre Fragen. Mann achtet darauf wo unser Wahlprogramm ansetzen kann um ihn  zu gewinnen.

Das heißt, wenn mir jemand die Frage so gestellt hätte, würde ich sagen, dass ich dies nicht für ausgeschlossen halte. Dann würde ich fragen, ob er oder sie die AFD wählen würde. Wenn die Antwort nein lauten würde, hätte ich gefragt, welche Themen für Ihn oder sie interessant werden. Aus den Mehrfachnennungen hätte ich das Thema gewählt, in dem ich fit bin. Ich hätte unser Wahlprogramm ohne Überheblichkeit erklärt. Bei ja wäre es schon schwieriger. Da hätte ich gefragt, warum man sich für die AFD entscheiden hätte und versucht die Argument zu widerlegen. Sicherlich kann man da nicht immer erfolgreich sein. Aber so geht das Frau  M. ehrlich eigentlich wollte ich mich ja nicht mehr äußern, aber wer mich so blöde anmacht muss mit Kontra rechnen. Ihr könnt froh sein, das ich mich nicht schon vor Ort und vor allen Leuten ausgelassen habe.

Übrigens die Dame ist auch inzwischen sogar ein Fernsehstar. Sie wurde durch ein Beitrag in der Heute Show geehrt. Ab 6:10 findet man Ihren Beitrag unter dem folgenden You Tube Video. Der Part ist ca. 1:10 Minuten lang und wird durch einen Kommentar von Herrn Welke unterbrochen. Ziemlich peinlicher Auftritt, der meine Beschreibung schon etwas unterstützt. Bitte einfach auf den folgenden Link klicken: http://www.youtube.com/watch?v=LgF4vADBzeI&list=PLF413724F0000F2FD

Zur Ehrenrettung muss ich noch sagen, dass ca. ½ Stunde später Verstärkung anrückte. Ein weiter BVV Abgeordneter der GAL griff in die Standbetreuung ein. Offensichtlich kompetent, denn um den Stand schwirrten einige Interessenten. Ich bin überzeugt, Frau M. ist sicherlich politisch engagiert und macht in der BVV auch eine gute Arbeit. Bitte lasst sie aber keinen Wahlkampf mehr machen. Besser wäre es noch, wenn die Leute vorher geschult werden. Das ist z.B. in Falkensee geschehen, vor allem ging es da um die Inhalte der Bundespolitik. Dabei geht es nicht nur um das Produkt „Grüne/B90 Partei“, sondern um viele mehr. Eine Art Vertriebsschulung, wie mann das Produkt „Grüne/B90“ verkaufen kann.  Es ist durchaus auch wie im Verkauf. Ein Verkäufer, der andere Produkte schlecht macht und seinen Kunden nicht zuhört wird kaum etwas verkaufen.

Vermutlich wird jetzt wieder ein Sturm der Entrüstung bei den Grünen in Spandau ausbrechen. Wie kann mann nur so etwas schreiben und gegen die eigene Partei reden und dann noch im Wahlkampf. Mann kann, denn interne Kritiker kommen bei der GAL nicht so richtig zum Zug. Mitglieder mit einer anderen Meinung werden irgendwie kaltgestellt. Ich denke da nur an die Grüne Perspektive Spandau, die gute Ideen hatte und mal andere Wege gehen wollten. Das waren intelligente und aufgeschlossene Leute, die irgendwann vor dem grünen Klüngel in der Jagowstraße resigniert haben.

Uwe Abel

Der (All)tägliche Wahlkrampf – Billige Propaganda!

Eigentlich wollte ich mich ja heute über die Wahlplakate der AFD lustig machen. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Bei der Recherche über Gemeinsamkeiten mit anderen rechtspopulistischen Parteien bin ich auf alte Bekannte gestoßen. Schon der Vergangenheit sind die „Reps“ durch drollige Plakate aufgefallen. Meistens hatten die Plakate das Niveau der Bild oder noch schlimmer. Blond und dicke Brüste war das Motto, siehe hier http://www.geo-net.net/4-34)%20Lorz-Dateien/image004.jpg Na Ja, ziemlich billig aber wer es braucht, ihr Sexisten!

Nun waren die Herren  also in Spandau aktiv. Ich habe zwar keine Plakate  gesehen, aber es wird schon stimmen. Schließlich kann man ja hier nachlesen: http://www.rep-berlin.de/Pressedetail?ObjectId=ec29644f-03b7-4dd2-96bd-9e52ebf1efc8

Erster Punkt. Ihr habt keine Ahnung. Wenn Ihr braunen Dumpfbatzen mal im Rathaus nachgefragt hättet wüsstet Ihr, dass der Zeitpunkt schon in Ordnung war. Bemängelt wurde vom Ordnungsamt lediglich die Höhe der Plakate. Das auf der Website abgebildet Plakat ist so was von Geschmacklos und übelst populistisch und vor allem unwahr. Sicherlich gibt es Rentner, die Zusatzleistungen beantragen müssen, weil es nicht reicht. Mitunter ist aber nicht das System oder der Staat daran schuld. Ihr aber schürt mal wieder die Angst, dass es uns allen so geht. Aber das wollt Ihr ja. Eine ganz billige Masche.

Was mich aber wirklich erschreckt ist der letzte Absatz „Auch die geführten Gespräche mit CDU-Plakatieren haben Spaß gemacht und die Kontakte erweitert, die nach der nächsten Wahl zur BVV Spandau auch in punktueller Zusammenarbeit münden werden“. Würde mich mal interessieren, ob die CDU das genauso sieht.  Ich gehe davon aus, dass diese Aussage eher im Bereich des Wunschdenkens zu suchen ist und ein Propagandatrick ist, also so eine Art pfeifen im Wald des Wahlkampfs. So wurde es mir auch von Seiten der CDU bestätigt. Die CDU hat sich nur an die Nettiequette gehalten und das andere Wahlkampfteam freundlich gegrüßt. Mehr war nicht. Das CDU Wahlkampfteam kann sich nicht erklären, wie daraus Gemeinsamkeiten oder gar eine Zusammenarbeit entstehen soll inhaltlich und ideologisch liegt mann unüberbrückbar weit auseinander. Kai Wegner hierzu: „Diese Partei ist zum Glück bedeutungslos! Es wird auf keiner Ebene eine Zusammenarbeit mit dieser Partei geben solange ich Vorsitzender der CDU Spandau bin!“

Uwe Abel

Der (all)tägliche Wahlkrampf – Tief gesunken?

Fleißig waren sie, die Spandauer Wahlkampfhelfer.  Selbst bei tropischen Temperaturen habe sie den Laternenwald in Spandau mit bunten, teilweise nichts sagenden Bildchen und Floskeln zugepflastert. Mitunter scheinen die Plakatieraktionen auch mitten in der Nacht erfolgt zu sein.  Gestern Abend auf dem weg von der Arbeit; noch gähnende Leer. Am nächsten Morgen; bunter Plakatewald. Na ja, die nächtlichen Verunstaltungsaktionen könnten auch eine Erklärung für das Problem sein, das man jetzt hat.

Das Bezirksamt Spandau von Berlin, Abt. Bauen, Planen, Umweltschutz und Wirtschaftsförderung genauer -Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt – Bereich Allgemeine Verwaltung, Ordnungswidrigkeiten und Genehmigungen bemängelt die Anbringung der Wahlplakate. Zu viele einer Partei (bis zu vier) an einem Laternenmast und vor allem die Wahlplakate hängen zu niedrig. Plakate in ausreichender Höhe (über Gehwege 2,50 m, über Fahrbahnen 4,50 m -Hier ist die Unterkante des Plakates gemeint! -) aufzuhängen. Dem schein also nicht zu sein. Eine kurze Bestandsaufnahme auf dem Nachhauseweg brachte für den ersten Punkt zwar kein Beispiel, aber der Höhe scheint wirklich ein Problem zu sein. Manche Plakate hängen doch tatsächlich in Bodenhöhe. Entspricht etwa das Niveau der darauf abgebildeten Politiker oder Parteien. Nomen es Omen sag ich nur. Oder will die Partei damit andeuten, dass sie mit ihren Argumenten nur tiefstapelt. Nichts da, ich denke, da hatten die Damen und Herren keine Lust die Leiter zu holen und zu benutzen.

Wer jetzt denkt, dass jetzt eine Partei von mir richtig durch den Kakao gezogen wird, der irrt. Eine kurz Stichprobe u.a. an der Falkenseer Chaussee ergab: Alle Parteien heben es mit der Höhe nicht so genau genommen. Spitzenreiter ist hier die FPD, dichtauf mit der AFD und CDU, dann folgen SPD, Piraten und die Grünen. Die Piraten haben es außerdem geschafft Plakate auf den Kopf anzubringen, was deren Lesbarkeit nur bedingt verbessert. Egal, auf jedenfalls müssen alle fleißigen Wahlplakatierer nun noch mal von Vorne anfangen und die Plakate auf die richtige Höhe bringen. Dabei bitte dann nicht vergessen, die Kabelbinder richtig fest zu machen, damit die Plakate nicht wieder nach unten wandern. Lasst Sie doch besser gleich ganz ab. Wir haben die Botschaft ja gelesen und verstanden und wählen trotzdem was anderes.

Ob diese Regelung wohl auch in Falkensee gilt? Wenn ja dann  müsse einige Plakat von Frau Krüger-Leißener auch höher gehangen werden. Memo an mich selbst; mal im Ordnungsamt nachfragen.

Auch wenn ich mich über die Wahlplakate lustig mache, eines geht nicht die Plakate andere Parteien zu zerstören. Anscheinend haben dies aber die Piraten in Siemensstadt am Heckerdamm getan. Laut Beschwerde der CDU Spandau geht man davon aus, dass CDU Plakate professionell abgeschnitten worden sind und dann durch die Piratenplakate ersetzt worden sind. Die Piraten streiten dies natürlich ab.

Für einen unfreiwilligen Lacher sorgt meine eigene Partei. Ein Plakat hat die Schlagzeile „Ich sehe das anders“, der auch noch auf dem Kopf steht. Nun hängt dieses Plakat z.B. unter dem Piratenplakat mit dem Hund:“  Ich hab was gegen Filz“. Wenn man das nun hintereinander liest, könnt man meinen, wir Grünen sehen das mit dem Filz anders. Tun wir natürlich nicht, aber das Plakat könnte schon eine Steilvorlage für andere lustige Gags sein. Also das Plakat nicht mehr hängen oder nur noch unter den Sprüchen der AFD platzieren.  Das passt, das was die verbreiten sehen wir auf jeden Fall anders. Über die populistischen Auswüchse der AFD werde ich sicherlich auch noch schreiben. Die Sprüche haben mir echt Übelkeit verursacht.

Uwe Abel

Eine ganz miese Nummer

Nun gut der Betroffene ist wirklich nicht leicht zu handeln. Er eckt an und tritt so manchen auf die Füße. Dabei findet er manchmal recht drastische Worte. Trotzdem ist das was am Donnerstag der BVV Spandau Ihren traurigen Höhepunkt fand eine Schweinerei.

Manfred kurt Vormelker ist Grüner, er war verkehrspolitischer Sprecher der GAL Spandau, arbeitete in der AG Verkehr mit, gründete ein Initiative für eine Straßenbahn und Spandau und war Bürgerdeputierter. Er ist also einer der was tut und nicht redet. So einem steht man natürlich auch das Recht zu, zu kritisieren. Leider können bestimmte Leute nicht mit Kritik umgehen und machen dem Kritiker das Leben schwer. So erging es auch Manfred, ich bleib mal beim Vornamen. Seine Straßenbahn Initiative wurde von viel müde belächelt und als Phantasterei abgetan. Besonders aus dem eigenen Lagern, sah er sich nach eigenen Angaben diskreditiert, mehr als einmal fiel dabei der Begriff Mobbing. Beiträge auf der Facebook Seite wurden gelöscht usw. Der Ton verschärfte sich.

Daher trat Manfred als verkehrspolitischer Sprecher zurück. Die ständigen Anfeindungen kosteten ihm zuviel Kraft. Da sah die GAL die große Chance ihm noch ein reinzuwürgen und forderten seinen Rücktritt als Bürgerdeputierter. Da er nicht freiwillig zurücktreten wollte, stellte die GAL einen Abwahlantrag, der leider Erfolg hatte.

Die SPD lies sich zum Erfüllungsgehilfen erniedrigen. Die GAL drohte angeblich mit dem Ende der Zählgemeinschaft, falls die SPD den Antrag nicht unterstützen würde. Bürgermeiseter Kleebank (SPD) wohnte diesem Schauspiel nicht bei und fehlte bei der Abstimmung

Wohl gemerkt, es ging nicht um die fachliche Kompetenz, sondern darum, dass Manfred Kurt Vormelker nicht bereit war nach der Pfeife der Grünen aus der Jagowstraße zu tanzen. Diese verhalten hat Manfred so geschockt, das er auch als Sprecher der IST (Initiative Spandauer Tram) zurück trat. Der letzte Satz seiner Erklärung lässt einen mehr als nachdenklich zurück: „Jetzt bin ich am Ende meiner Kräfte und kann nicht mehr“.

Ich frage mich wie die GAL Spandau mit Ihren Mitgliedern umgeht. Das Verhalten ist einfach ekelhaft. Das Thema scheint auch noch nicht abgeschlossen zu sein. Im Nachgang soll es schwere Beleidigungen gegeben haben. So wurde Manfred, nach eigenen Angaben, von Brigitte Appel als Krüppelschwein bezeichnet. Manfred bezeichnete sie darauf unter anderem als Linksfaschistin. Interessant ist das Frau Appel sich nicht mit Ihrem Realnamen auf Facebook tummelt sondern mit dem Synonym Huwer Tristan. Sehr befremdlich. Vermutlich wird dieser Streit nur mit Hife von Anwälten beigelegt.

Für mich ist das Verhalten der GAL mal wieder mehr als unakzeptabel. Als Grüner muss ich mich für so eine Aktion fremdschämen. Warum nur musste man dieses miese Spiel treiben um einen engagierten Grünen als Bürgerdeputierten abzuwählen und dazu noch die SPD erpressen dem zuzustimmen. Das hätte ich von einer Bürgerrechtspartei nicht erwartet.

 

Uwe Abel