Archiv der Kategorie: Falkensee

Wegweisend: Schildermaxe

Das Drama fing schon bei unserem Einzug an. Wir schreiben das Jahr 2002. Wir sitzen in unserm Haus in Falkensee. Wir sind umgeben vom Chaos, was ja bei einem Umzug eines Vier Personen Haushaltes nicht ungewöhnlich ist uns wir haben Hunger. Also bestellen wir uns was bei einem Lieferservice. Es war glaube ich Pizza. So genau kann ich mich nicht erinnern, denn auf das Essen warten wir heute noch.

Der Lieferservice hatte keine Schuld. Vielmehr hat der Hausbauer die Sache vergeigt. Dank ihm lautet unsere Adresse Meißener Straße 2, blöderweise wurde das Haus aber so gebaut, das sich der Eingang an der Risaer Straße befindet. Wir haben halt ein Eckgrundstück. Eigentlich müsste unser Anschrift Risaer Straße 15a oder so lauten.

Meine Frau meinte, da müssen wir was machen. Daran hat sie mich die letzten 15 Jahre immer wieder daran. In dieser Zeit warteten wir mehrmals vergeblich auf Pakete und Essenslieferungen wurden verwechselt und bekamen irrtümlich von verschiedenen Personen ungebetenen Besuch. Die letzte Verwechslung überzeugte mich endlich zu handeln. Nach dem das SEK die Tür eingetreten hatte, weil sie bei uns ein Drogenlabor vermuteten war endgültig Schluss. Ein Schild musste her.

Nach langer Suche durch die Weiten des Internets wurde ich auch fündig. Allerdings bot keiner eine Lösung, die für uns passend war. Ich wollte schon resignieren und mir selber was schnitzen, das stieß ich auf die Seite von Schildermaxe. WoW! Hier kann man ganz einfach sein Wunschsschild konfigurieren. Material, Design, Schrift und Zeichen wählen und fertig ist die Laube und das noch für einen fairen Preis. Alles sehr unkompliziert. Das Schild prangt nun an unserem Eingangstor uns was soll ich sagen: Keine verspäteten Pakete mehr, endlich kommt der Lieferservice der Pizzeria pünktlich und es gibt keine ungebetenen Besucher mehr.

Meine Empfehlung: Wenn Schilder, dann die von Schildermaxe: https://www.schildermaxe.de/

Uwe, völlig begeistert, Abel

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Never Change……..

……a running System. Mal ehrlich man wird doch nicht mitten im Rennen sein bestes Pferd austauschen. Herr Zylla möge mir verzeihen, dass ich ihn mit einem Pferd vergleiche. Es ist nun aber mal so, dass die Personalie Zylla als 1. Beigeordneter und stellvertretender Bürgermeister zur Disposition stand und dieser Tagesordnungspunkt sich als recht spannend erwies.

Nach 8 Jahren endet nun am 31.05.2017  seine Amtszeit und die Kommunalverfassung sieht eine Neuwahl vor, nach einer erfolgten Ausschreibung. Die Kommunalverfassung sieht aber auch vor, dass darauf verzichtet werden kann, wenn Gründe dafür vorliegen. Diese sah die CDU Fraktion als gegeben und bracht daher einen entsprechend Antrag ein. Der Antrag wurde von Herrn Müller erklärt und begründet. Grundtenor: Es gibt keinen besseren, wobei auch nicht verschwiegen wurde, dass es auch Pannen gegeben hatte. Für Herrn Zylla sprechen halt die Tatsachen; er kennt Falkensee, hat langjährige Erfahrung in der Verwaltung, im Bauwesen und in der Politik. Er ist gut vernetzt mit der Politik, kennt die Anwohner und ihre Sorgen. Er steckt in vielen Projekten drin, die sich gerade in der Entwicklung befinden, ein neuer Beigeordneter für das Baudezernat, der diese Voraussetzung mitbringen würde, dürfte nur schwer zu finden sein. Anbetracht der laufenden Projekte wolle und könne man sich keine Experimente erlauben. Auch wäre diese mit dem Procedere bei der Suche nach einer 2. Beigeordneten vergleichbar, hier war ja der Posten von Frau Jesse vakant.

Für Die Linke sprach Herr Kunz, er sprach sich ebenfalls für den Herrn Zylla aus. Die Gegenrede kam von Frau Nonnemacher (Grüne/Abü) die auf einer Ausschreibung beharrte. Sie sah darin eine Chance schließlich könnte man ja auch jemand noch besseres finden. Jemand der von außen eine andere Perspektive hätte und neue Wege sehen würde. Dass es eventuell jemand wäre, der keinen Falkenseebezug habe sah sie nicht als relevant an. Schließlich hätte sich auch die Stadt Potsdam jemand aus Eutin als Beigeordneten geholt. Es ist doch kein Problem sich ein paar 100 Straßen zu merken. Frau Schmidt von der FDP argumentierte in die gleiche Richtung.
Frau Zießnitz verteidigte Ihren Antrag noch einmal und betonte, dass die Ausschreibung nur eine Entscheidung verzögern würde und dazu führe, dass wichtige Projekte ins Stocken geraten. Der Bürgermeister hätte sowieso das Vorschlagsrecht und würde nach einer Ausschreibung doch wieder Zylla vorschlagen. Dann kam für mich überraschend noch eine Gegenrede aus den Reihen der SPD Fraktion. Frau Hey plädierte für das Verfahren inklusive einer Ausschreibung. Alle betonten, dass sie Herrn Zylla und sein Arbeit sehr schätzten.

Vor der Abstimmung erklärte Frau Richstein, das in diesem Fall die Mehrheit aller Abgeordneten, inklusive der Nichtanwesenden und es gab schon einige Lücken in den Reihen. Benötigt wurden 19 Stimmen für den Antrag um auf die Ausschreibung zu verzichten zu können und somit den Weg für eine weitere Amtsperiode von Herrn Zylla. Frau Richstein rief zur Abstimmung und die Stimmkarten schnellten nach oben. Es wurde zweimal gezählt; 19 Ja stimmen. Sichtbare Erleichterung beim Bürgermeister und Herrn Zylla.

Mein Kommentar:  Mitten in wichtigen Projekten einen Entscheider und Macher auszutauschen ist völliger Blödsinn. Wohin das führt sieht man beim BER. Die fünfte Terminverschiebung steht bevor. Die Abgeordneten haben Vorteile und Nachteile abgewogen und die Beste Entscheidung getroffen. Eine Ausschreibung wie von FDP und  den Grünen gefordert hätte wieder nur Kosten verursacht und zu weiteren Verzögerungen bei den Projekten geführt. Selbst wenn sich ein weiter Bewerber gefunden hätte, so wäre doch mehr als fraglich, ob er sich in der Praxis bewährt hätte. Auch betonten ja alle, das sie mit Herrn Zylla zufrieden sind, warum dann so eine lange unnötige Diskussion?

Einiges in Kürze:

Die Bürgermeister Info:
Dank der Bemühungen er Stadt werden jetzt auf der RB 14 in Hochzeiten Doppelstockwagen eingesetzt und somit die Kapazität um 100 Fahrgäste erhöht.

Tja, vermutlich wird mit dem Baubeginn des Seecarree 2017 auch der Kreisverkehr Schwartzkopfstr. Ecke Potsdamer Str. begonnen.  Die Kreisverkehr Dallgower- / Schwartzkopfstr. Und Post-/ Bahnhofstraße werden vermutlich 2018 folgen. Man überlegt beide Projekte parallel zu beginnen um die Probleme bei der Verkehrsführung zu minimieren.

Nach 10 Jahren ist der Kommunalaufsicht aufgefallen, dass der Ablauf der Wahl zum Seniorenbeirat nicht der Kommunalverfassung  entspricht. Echte Blitzmerker. Leider muss nun eine neue Lösung gefunden werden. Erstmal bleibt der Seniorenbeirat im Amt, allerdings ist eine Mitwirkung nun vom guten Willen der Abgeordneten abhängig.

Da nun schon wegen der Änderung des Seniorenbeirates eine Änderung der Hauptsatzung erforderlich war brauchten Die Grünen noch eine Antrag ein, der die Rechte der Geleichstellungsbeauftragte erweitern sollte. Damit war der Bürgermeister gar nicht einverstanden, gerade was Mitsprache bei Personalentscheidungen angeht. Nützte nichts er war der einzige, der dagegen stimmte.

Der B F24 wird nun öffentlich bekannt gemacht. Dieser betrifft den Falkenmarkt und macht den Weg frei für neue Geschäfte und eine Überdachung des Areals. Von den Linken wurde die mangelhafte Gehwegsituation in der Berliner Straße kritisiert.

Und noch ein Antrag der SPD: Die Stadtverwaltung soll sich dafür einsetzen, das die VBB Tarifwaben besser den kommunalen Bedürfnisse angepasst werden um im innerstädtischen Schülerverkehr die Belastungen und Mehrkosten für die Bürger zu senken.

AFD Abgeordneter unter Stasiverdacht!?

Nach so langer Zeit hat nun Falkensee seinen Stasiskandal. Skandal? Ist das wirklich so skandalös? Muss oder kann man sich darüber echauffieren? Ich finde das ein sehr heikles und schwieriges Thema. Aber zuerst die Fakten.

Am 26.04.16, einem Dienstag verkündet die Lokalpresse, das Andreas Breinlich (AFD) seine Mandate im Kreistag und in der SVV Falkensee niedergelegt hat. Ich vermutete zuerst aus gesundheitlichen Gründen. Bereits am Mittwoch gab es erste anderslautende Gerüchte. Am Donnerstag wurde dann in der Presse der Inhalt einer Pressemitteilung der Vorsitzenden der SVV Frau Riechstein(CDU) wiedergegeben und zitiert. Demnach hat die erneute Überprüfung der Abgeordneten übergeben, dass ein Abgeordneter als Informeller Mitarbeiter für die Stasi tätig war. Dieser Abgeordnete sei aber bereits zurückgetreten. Da brauchte man nur 1+1 addieren schon war für viele klar: Andreas Breinlich war vermutlich für die Stasi tätig. Inzwischen hat sich der Betroffene auch geäußert. Von Reue anscheinend keine Spur. Andreas Breinlich wittert eine Verschwörung und droht sogar mit Klage. Insgesamt hält sich die Empörung in Grenzen. In den sozialen Medien versucht man zu relativieren und hält die Stasiüberprüfung für überflüssig. Nach so langer Zeit muss auch mal gut sein, so ein Zitat. Eben nicht und schon gar nicht in einem Fall, wie des Herrn Breinlich.

Er hat von der Möglichkeit, die Anschuldigungen zu relativieren keinen Gebrauch gemacht. Umso unverständlicher, weil er hält ja die Anschuldigungen für eine Fälschung. Wir dürfen auch nicht vergessen, welches Leid Stasimitarbeiter über ihre eigenen Landsleute gebracht haben. Welche physischen psychischen Folgen das gehabt hat. Es muss unbedingt verhindert werden, dass solche Menschen politische Verantwortung in unserem Staat übernehmen. Ich weiß das hat bei de Nazis auch nicht geklappt. Trotzdem zeigt der Fall, das auch eine mehrmalige Überprüfung sinnvoll ist und das zumindest Teilerfolge zu erzielen sind.

Ich finde jedoch es sollte so etwas wie eine Amnestie für ehemalige informelle Mitarbeiter oder andere Helfershelfer des Unrechtregimes geben. Wenn ein Betroffener in die Offensive geht und frühzeitig seine Mitarbeit eingesteht und/oder nachweislich keinen Schaden angerichtet hat. Es gibt ja durchaus Fälle, wo die Mitarbeit nicht ganz freiwillig war und seitens des IM auch keine verwertbaren Meldungen gemacht worden sind.

Ein Verlust für die Lokalpolitik ist Herr Beinlich sicher nicht. Durch konstruktive Beiträge ist er bisher nicht aufgefallen. Wohl aber durch markige Sprüche und Angriffe gegenüber dem politischen Gegner. Auch nach dem Bürgermeisterwahlkampf konnte er sich ein Nachtreten nicht verkneifen. Wollen wir mal hoffen, dass seine politische Karriere nun beendet ist. Der Schaden für die AFD wird sich vermutlich aber in Grenzen halten. Übrigens: Es wäre ja gar nicht auszudenken gewesen, was für eine Welle der Empörung durch die Medien geschwappt wäre hätte es sich um einen Politiker der „Linken“ gehandelt. Die stehen ja per Se schon unter Stasi Verdacht.

uwe abel

Don´t hate me….. no more!

Ich saß  auf meinem Sofa, hörte gut Rockmusik und wollte gerade anfangen in meinem Lieblingsmagazin zu lesen, das mir mein lokaler Zeitungsdealer zurück gelegt hatte, das verliere ich schon die Lust. Ganze Seiten; leer. Andere Seiten weisen große Lücken auf. Es fehlen politische Beiträge, die Fotostory, die Kunstseite Firmenprofile, Kleinanzeigen und vieles mehr, vor allem im lokalen Teil, der mich immer besonders interessiert.

Empört greife ich zum Höre und rufe in der Lokalredaktion an und frage, was den schief gelaufen ist. Eigentlich nichts, so der Redakteur, man habe nur die Wünsche der geneigten Leserschaft umgesetzt. Den einen hätten die Kleinanzeigen genervt. Der Andere fand die Bilder auf  der Kunstzeit zu langweilig, der andere konnte politisch Berichte zum Thema Flüchtlinge nicht mehr ertragen. Man würde nun überlegen das Magazin einzustellen so der Redakteur.

Das ist natürlich eine fiktive Geschichte. Ein Magazin würde sicherlich niemals Artikel streichen, nur weil es einigen nicht gefällt. Normalerweise überblättert man die Artikel. Im schlimmsten Fall kündigt man sein Abonnement.

Ein Vergleich mit Facebook muss zwangsläufig hinken, da Facebook ja kostenlos ist. Trotzdem wundere ich mich, dass sich Leute über Artikel und Postings dermaßen künstlich aufregen, das dies regelmäßig in einem heftigen Shitstorm endet. Da wird genölt, das zu viele Fotos oder gemalte Bilder gibt. Das zu oft Blitzermeldungen erscheinen usw. Jemand er sehr aktiv im Forum ist steht anscheinend eh im Fokus, mit seiner Aktion einen Hintergedanken zu verfolgen.

Dabei muss das nicht sein. Wie bei einer Zeitung kann man ja drüber weg lesen. Einfach weiterscrollen oder denjenigen einfach blocken, der einen auf die Nerven geht. Das ist wie wenn ich das Abo für meine Zeitung abstellen würde. Ignorieren fällt uns doch sonst nicht so schwer. Wir ignorieren den Obdachlosen, der den Straßenfeger verkaufen oder das liegen gebliebene Auto auf der Straße. Warum also nicht auf Facebook.

Die Antwort ist einfach sie wollen es nicht. Die Hater stürzen sich bewusst auf bestimmte Personen oder Themen und machen andere schlecht. Meistens handelt es sich um Personen, die selber im Forum oder in der Facebookgruppe nichts Produktives beitragen. Also selten etwas eigenes Posten. Man könnte jetzt versuchen was bei den Leuten im Leben schief gelaufen ist und warum sie ihre kostbare Lebenszeit verschwenden. Es muss ihnen einfach Spaß machen einen Streit vom Zaun zu brechen.

Die Rechnung geht meistens auf, weil immer jemand reagiert und kontert. Dieser Rückbeißreflex ist aber auch verständlich für jeden der vernünftig sozialisiert ist. Mann kann doch falsche, ungerechte und beleidigende Aussagen nicht unkommentiert stehen lassen. Logische Folge ist ein Shitstorm, bei dem die einen versuchen den Angegriffenen zu verteidigen. Die Hater scheinen sich dann an der Diskussion zu weiden Je mehr Streit, desto glücklicher scheinen sie zu werden. Je mehr Bestätigung sie von andern Hatern erhalten, desto größer die mentale Erektion im minder durchblutendem Hirnteil, der für das eigene Ego zuständig ist. Liebe Mießmacher, Schlechtredner, Nörgelköppe usw. DAS ist ein soziales Netzwerk und kein Asoziales. Da nimmt man auf den Anderen Rücksicht und trampelt nicht auf den Gefühlen andere Menschen rum.

Was tun? So schwer es fällt. Wir wollen ja auch in Zukunft wissen was die Hater Community schreibt. Vielleicht können wir sie ja doch mal ausbremsen. Nein, können wir nicht. Das ist illusorisch, denn sachliche Argumente werden diese von Hass und Neid geprägten Menschen nicht überzeugen. Einfach blocken, das ärgert sie am meisten. Das mache ich inzwischen aber selektiv. Themen, wo meine Haterfangemeinde auftauchen könnte, werden halt gefiltert gepostet. Ansonsten gilt einfach weitermachen und sich nicht provozieren lassen, ansonsten könnte es passieren, das Dir Facebook auch mal eine leere Seite präsentiert. Lassen wir uns den Spaß nicht verderben.

Uwe Abel

Gut vorbereitet auf Flüchtlinge.

Die Aula der Kantschule war gut gefüllt. Politik, Willkommensinitiative, interessierte und auch vielleicht besorgte Bürger sind der Einladung gefolgt. Es ging um den Bau der zweiten Flüchtlingsunterkunft in Falkensee, die bereits im März 2016 eröffnet werden soll.

Als erstes informierte Herr Gall über die aktuelle Situation. Demnach sind insgesamt 46, Millionen Menschen auf der Flucht die meisten kommen aus Somalia uns Afghanistan. Von dieser Riesenanzahl kommen viel nicht einmal nach Europa. Der Libanon nimmt derzeit die meisten Flüchtlinge auf der Flüchtlingsanteil beträgt somit fast 25% der Bevölkerung. Nach Deutschland kamen 2014 lediglich 202.834 Flüchtlinge. Das sind gerade mal 0,25% der Bevölkerung. Wir werden in diesem Jahr mit einem Anstieg rechnen müssen. Die Anzahl wird sich verdoppeln. In 2014 hat das Havelland 485 Flüchtlinge aufgenommen. Im Jahr 2015 werden 1150 prognostiziert. Diese Zahl wird vielleicht den Einen oder Andern erschrecken, es werden nicht alle gleichzeitig kommen und auch gleich lange bleiben. Nach Falkensee werden 229 Personen kommen, die in zwei Unterkünften untergebracht werden. In Falkensee leben 42.178 Menschen, das ist ein gutes Verhältnis. Es gibt keinen Anlass zu Sorge.

Als nächstes wurde dann das Objekt selbst vorgestellt, das an der Panzerstraße hinter den Fliedner Werkstätten liegt. Der Bau wird als Modul in Form eines H´s erfolgen. Grün und Freiflächen soweit Spielflächen sind ebenfalls geplant. Das Gelände bekommt auch einen Zaun. Für die Betreuung ist ebenfalls gesorgt. Hinter dem Projekt steht ein klares Konzept.

Her Müller äußerte sich zufrieden über die bisherige Entwicklung und ist dankbar, das hier in Falkenseer offener mit dem Thema umgegangen wird. Dazu hat sicherlich auch die Willkommensinitiative beigetragen. In Falkensee leben bereits fast 100 verschieden Nationen und das gänzlich ohne Probleme.

Es folgten die Fragen derjenigen, die sich unmittelbar betroffen sehen und wie überall wo eine Flüchtlingsunterkunft entsteht, ihre Sorgen und Ängste haben. Weitgehend lief dies ruhig und sachlich ab. Die Fragestellungen zeigten aber leider, dass viele immer noch nicht gut informiert sind oder von Vorurteilen geprägt sind. Da helfen wirklich nur solche Veranstaltungen und der Dialog, de von Herrn Müller auch wieder angeboten wurde, in Form eines runden Tisches.

Es wurde unter anderem kritisiert, dass die Bürger nur aus der Zeitung erfahren, was geplant ist. Dies ist aber auch in diesem Fall schwierig, weil es keine direkten Nachbarn und Anwohner gibt, abgesehen von Gewerbe. Wie weit soll der Kreis gefasst werden? Da sind Presse und die Internetseiten der Stadt schon ein probates Mittel. Das war bei dem ersten Gebäude noch anders. Dort gibt es Nachbarn, die man auf anderem Weg hätte informieren können. Nach anfänglichem Protest hat sich hier die Lage auch weitgehend beruhigt.

Es sind dann leider auch immer wieder die gleichen diffusen Fragen, die eigentlich nicht klarstellen, welche konkreten Probleme die Fragesteller haben. Da ginge es um die Sauberkeit; die Anwohner sind selbst verantwortlich ein Reinigungsdienst ist vor Ort und die Heimleitung wacht über die Ordnung. Auch die Schulproblematik wurde angesprochen. Es wurde gefragt ob Kitas und Schulen unterstützt werden. Frau Jesse bestätigte, dass es hier ein konkretes Konzept gebe. Herr Müller betonte, dass dies unproblematisch ist und gerade Kinder sich sehr schnell eingewöhnen und voneinander lernen. Er verwies auf die Kantschule, wo Kinder mit Migrationshintergrund zu den Jahrgangsbesten gehören. Eine weiter Frag zielt auf die Nationalität und den Familienstand ab. Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen haben die meisten Kritiker Angst vor allein reisenden Männern. Auf beide Komponenten haben die Stadt und der Landkreis keinen Einfluss. Die Erfahrung zeigt aber, das es hier eine ausgewogene Mischung sowohl bei den Nationalitäten, als auch beim Familienstand gibt Es sind beileibe nicht wie vermutete nur einsame Männer.

Es gab auch Fragen, die auf eine steigende Kriminalität im Umfelde des Heimes und auf Konflikte innerhalb der Einrichtung abzielten. Keine Frage es gibt Konflikte unter Flüchtlingen, die gibt es jedoch auch unter andern Gruppen. Streit in der Nachbarschaft gibt es überall. Eine Häufung im Umkreis der Unterkünfte gibt es nicht, genauso wenig, wie eine Steigerung der Kriminalität zu verzeichne wäre. Sowohl seitens der Polizei als auch von Herrn Gall konnten die Fragen beantwortet werden und die Befürchtungen zerstreut werden. Es gibt keine Statistik, weil es nichts gibt, wofür sich eine Statistik zu führen lohnt. Vorkommnisse jeder arte werden sicherlich auch in Zukunft breit in der Presse veröffentlicht. Bisher gab es im Havelland noch keine negativen Schlagzeilen. Etwas peinlich war dann doch eine Frage einer Anwohnerin. Diese fragt ernsthaft, ob die Flüchtlinge denn das Gelände einfach so verlassen dürfen und sich in der Stadt frei bewegen dürfen. Ja natürlich wir bauen ja kein Gefängnis. Im Übrigen haben wir bereits erfolgreich syrische Flüchtlinge in Falkensee integriert. Auch bekommt Falkensee regelmäßig Besuch von Flüchtlingen aus andern Städten, die hier auch an Veranstaltung teilnehmen oder in Vereinen Sport machen. Das spricht doch für sich, dass dies bisher noch keinem negativ aufgefallen ist.

Insgesamt macht mir die Veranstaltung Mut. Verwaltung und Landkreis haben ein klares Konzept. Es wurde sachlich informiert. Wir haben eine starke Willkommensinitiative, die denen gegenübersteht, die sachlichen Argumenten nicht zugänglich sind und sich weiter von Vorurteilen leiten lassen. Dieser Konflikt lässt sich im Dialog lösen, aber nur wenn alle Parteien dazu auch bereit sind.