Archiv der Kategorie: Falkensee

Don´t hate me….. no more!

Ich saß  auf meinem Sofa, hörte gut Rockmusik und wollte gerade anfangen in meinem Lieblingsmagazin zu lesen, das mir mein lokaler Zeitungsdealer zurück gelegt hatte, das verliere ich schon die Lust. Ganze Seiten; leer. Andere Seiten weisen große Lücken auf. Es fehlen politische Beiträge, die Fotostory, die Kunstseite Firmenprofile, Kleinanzeigen und vieles mehr, vor allem im lokalen Teil, der mich immer besonders interessiert.

Empört greife ich zum Höre und rufe in der Lokalredaktion an und frage, was den schief gelaufen ist. Eigentlich nichts, so der Redakteur, man habe nur die Wünsche der geneigten Leserschaft umgesetzt. Den einen hätten die Kleinanzeigen genervt. Der Andere fand die Bilder auf  der Kunstzeit zu langweilig, der andere konnte politisch Berichte zum Thema Flüchtlinge nicht mehr ertragen. Man würde nun überlegen das Magazin einzustellen so der Redakteur.

Das ist natürlich eine fiktive Geschichte. Ein Magazin würde sicherlich niemals Artikel streichen, nur weil es einigen nicht gefällt. Normalerweise überblättert man die Artikel. Im schlimmsten Fall kündigt man sein Abonnement.

Ein Vergleich mit Facebook muss zwangsläufig hinken, da Facebook ja kostenlos ist. Trotzdem wundere ich mich, dass sich Leute über Artikel und Postings dermaßen künstlich aufregen, das dies regelmäßig in einem heftigen Shitstorm endet. Da wird genölt, das zu viele Fotos oder gemalte Bilder gibt. Das zu oft Blitzermeldungen erscheinen usw. Jemand er sehr aktiv im Forum ist steht anscheinend eh im Fokus, mit seiner Aktion einen Hintergedanken zu verfolgen.

Dabei muss das nicht sein. Wie bei einer Zeitung kann man ja drüber weg lesen. Einfach weiterscrollen oder denjenigen einfach blocken, der einen auf die Nerven geht. Das ist wie wenn ich das Abo für meine Zeitung abstellen würde. Ignorieren fällt uns doch sonst nicht so schwer. Wir ignorieren den Obdachlosen, der den Straßenfeger verkaufen oder das liegen gebliebene Auto auf der Straße. Warum also nicht auf Facebook.

Die Antwort ist einfach sie wollen es nicht. Die Hater stürzen sich bewusst auf bestimmte Personen oder Themen und machen andere schlecht. Meistens handelt es sich um Personen, die selber im Forum oder in der Facebookgruppe nichts Produktives beitragen. Also selten etwas eigenes Posten. Man könnte jetzt versuchen was bei den Leuten im Leben schief gelaufen ist und warum sie ihre kostbare Lebenszeit verschwenden. Es muss ihnen einfach Spaß machen einen Streit vom Zaun zu brechen.

Die Rechnung geht meistens auf, weil immer jemand reagiert und kontert. Dieser Rückbeißreflex ist aber auch verständlich für jeden der vernünftig sozialisiert ist. Mann kann doch falsche, ungerechte und beleidigende Aussagen nicht unkommentiert stehen lassen. Logische Folge ist ein Shitstorm, bei dem die einen versuchen den Angegriffenen zu verteidigen. Die Hater scheinen sich dann an der Diskussion zu weiden Je mehr Streit, desto glücklicher scheinen sie zu werden. Je mehr Bestätigung sie von andern Hatern erhalten, desto größer die mentale Erektion im minder durchblutendem Hirnteil, der für das eigene Ego zuständig ist. Liebe Mießmacher, Schlechtredner, Nörgelköppe usw. DAS ist ein soziales Netzwerk und kein Asoziales. Da nimmt man auf den Anderen Rücksicht und trampelt nicht auf den Gefühlen andere Menschen rum.

Was tun? So schwer es fällt. Wir wollen ja auch in Zukunft wissen was die Hater Community schreibt. Vielleicht können wir sie ja doch mal ausbremsen. Nein, können wir nicht. Das ist illusorisch, denn sachliche Argumente werden diese von Hass und Neid geprägten Menschen nicht überzeugen. Einfach blocken, das ärgert sie am meisten. Das mache ich inzwischen aber selektiv. Themen, wo meine Haterfangemeinde auftauchen könnte, werden halt gefiltert gepostet. Ansonsten gilt einfach weitermachen und sich nicht provozieren lassen, ansonsten könnte es passieren, das Dir Facebook auch mal eine leere Seite präsentiert. Lassen wir uns den Spaß nicht verderben.

Uwe Abel

Gut vorbereitet auf Flüchtlinge.

Die Aula der Kantschule war gut gefüllt. Politik, Willkommensinitiative, interessierte und auch vielleicht besorgte Bürger sind der Einladung gefolgt. Es ging um den Bau der zweiten Flüchtlingsunterkunft in Falkensee, die bereits im März 2016 eröffnet werden soll.

Als erstes informierte Herr Gall über die aktuelle Situation. Demnach sind insgesamt 46, Millionen Menschen auf der Flucht die meisten kommen aus Somalia uns Afghanistan. Von dieser Riesenanzahl kommen viel nicht einmal nach Europa. Der Libanon nimmt derzeit die meisten Flüchtlinge auf der Flüchtlingsanteil beträgt somit fast 25% der Bevölkerung. Nach Deutschland kamen 2014 lediglich 202.834 Flüchtlinge. Das sind gerade mal 0,25% der Bevölkerung. Wir werden in diesem Jahr mit einem Anstieg rechnen müssen. Die Anzahl wird sich verdoppeln. In 2014 hat das Havelland 485 Flüchtlinge aufgenommen. Im Jahr 2015 werden 1150 prognostiziert. Diese Zahl wird vielleicht den Einen oder Andern erschrecken, es werden nicht alle gleichzeitig kommen und auch gleich lange bleiben. Nach Falkensee werden 229 Personen kommen, die in zwei Unterkünften untergebracht werden. In Falkensee leben 42.178 Menschen, das ist ein gutes Verhältnis. Es gibt keinen Anlass zu Sorge.

Als nächstes wurde dann das Objekt selbst vorgestellt, das an der Panzerstraße hinter den Fliedner Werkstätten liegt. Der Bau wird als Modul in Form eines H´s erfolgen. Grün und Freiflächen soweit Spielflächen sind ebenfalls geplant. Das Gelände bekommt auch einen Zaun. Für die Betreuung ist ebenfalls gesorgt. Hinter dem Projekt steht ein klares Konzept.

Her Müller äußerte sich zufrieden über die bisherige Entwicklung und ist dankbar, das hier in Falkenseer offener mit dem Thema umgegangen wird. Dazu hat sicherlich auch die Willkommensinitiative beigetragen. In Falkensee leben bereits fast 100 verschieden Nationen und das gänzlich ohne Probleme.

Es folgten die Fragen derjenigen, die sich unmittelbar betroffen sehen und wie überall wo eine Flüchtlingsunterkunft entsteht, ihre Sorgen und Ängste haben. Weitgehend lief dies ruhig und sachlich ab. Die Fragestellungen zeigten aber leider, dass viele immer noch nicht gut informiert sind oder von Vorurteilen geprägt sind. Da helfen wirklich nur solche Veranstaltungen und der Dialog, de von Herrn Müller auch wieder angeboten wurde, in Form eines runden Tisches.

Es wurde unter anderem kritisiert, dass die Bürger nur aus der Zeitung erfahren, was geplant ist. Dies ist aber auch in diesem Fall schwierig, weil es keine direkten Nachbarn und Anwohner gibt, abgesehen von Gewerbe. Wie weit soll der Kreis gefasst werden? Da sind Presse und die Internetseiten der Stadt schon ein probates Mittel. Das war bei dem ersten Gebäude noch anders. Dort gibt es Nachbarn, die man auf anderem Weg hätte informieren können. Nach anfänglichem Protest hat sich hier die Lage auch weitgehend beruhigt.

Es sind dann leider auch immer wieder die gleichen diffusen Fragen, die eigentlich nicht klarstellen, welche konkreten Probleme die Fragesteller haben. Da ginge es um die Sauberkeit; die Anwohner sind selbst verantwortlich ein Reinigungsdienst ist vor Ort und die Heimleitung wacht über die Ordnung. Auch die Schulproblematik wurde angesprochen. Es wurde gefragt ob Kitas und Schulen unterstützt werden. Frau Jesse bestätigte, dass es hier ein konkretes Konzept gebe. Herr Müller betonte, dass dies unproblematisch ist und gerade Kinder sich sehr schnell eingewöhnen und voneinander lernen. Er verwies auf die Kantschule, wo Kinder mit Migrationshintergrund zu den Jahrgangsbesten gehören. Eine weiter Frag zielt auf die Nationalität und den Familienstand ab. Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen haben die meisten Kritiker Angst vor allein reisenden Männern. Auf beide Komponenten haben die Stadt und der Landkreis keinen Einfluss. Die Erfahrung zeigt aber, das es hier eine ausgewogene Mischung sowohl bei den Nationalitäten, als auch beim Familienstand gibt Es sind beileibe nicht wie vermutete nur einsame Männer.

Es gab auch Fragen, die auf eine steigende Kriminalität im Umfelde des Heimes und auf Konflikte innerhalb der Einrichtung abzielten. Keine Frage es gibt Konflikte unter Flüchtlingen, die gibt es jedoch auch unter andern Gruppen. Streit in der Nachbarschaft gibt es überall. Eine Häufung im Umkreis der Unterkünfte gibt es nicht, genauso wenig, wie eine Steigerung der Kriminalität zu verzeichne wäre. Sowohl seitens der Polizei als auch von Herrn Gall konnten die Fragen beantwortet werden und die Befürchtungen zerstreut werden. Es gibt keine Statistik, weil es nichts gibt, wofür sich eine Statistik zu führen lohnt. Vorkommnisse jeder arte werden sicherlich auch in Zukunft breit in der Presse veröffentlicht. Bisher gab es im Havelland noch keine negativen Schlagzeilen. Etwas peinlich war dann doch eine Frage einer Anwohnerin. Diese fragt ernsthaft, ob die Flüchtlinge denn das Gelände einfach so verlassen dürfen und sich in der Stadt frei bewegen dürfen. Ja natürlich wir bauen ja kein Gefängnis. Im Übrigen haben wir bereits erfolgreich syrische Flüchtlinge in Falkensee integriert. Auch bekommt Falkensee regelmäßig Besuch von Flüchtlingen aus andern Städten, die hier auch an Veranstaltung teilnehmen oder in Vereinen Sport machen. Das spricht doch für sich, dass dies bisher noch keinem negativ aufgefallen ist.

Insgesamt macht mir die Veranstaltung Mut. Verwaltung und Landkreis haben ein klares Konzept. Es wurde sachlich informiert. Wir haben eine starke Willkommensinitiative, die denen gegenübersteht, die sachlichen Argumenten nicht zugänglich sind und sich weiter von Vorurteilen leiten lassen. Dieser Konflikt lässt sich im Dialog lösen, aber nur wenn alle Parteien dazu auch bereit sind.

Schwimmbadverhinderungsantrag aus Jamaika?

Eigentlich weiß ich gar nicht, ob ich hier im Detail die Äußerungen der einzelnen SVV Abgeordneten wiedergeben darf. Schließlich fühlte sich manche® Abgeordnete® im Rahmen der Diskussion um den Antrag zum Hallenbad moralisch unter Druck gesetzt oder erpresst. Worum ging es?

Um den gemeinsamen Antrag der CDU/FDP/Grüne, als eine echte Jamaika Koalition; Inhalt: Auftrag an die Verwaltung eine Konzeptstudie zu beauftragen, m Kosten, Nutzen, Standort usw. zu ermitteln. Dafür sollten die Mittel in den Haushalt 2016 eingestellt werden. In Kenntnis dieses Antrags hatte die SPD noch einen Änderungsantrag eingereicht mit dem Ziel noch in diesem Jahr die Studie in Auftrag zu geben, damit der Vorgang nicht noch weiter verzögert wird.

Was folgte war eine heftige und lange Diskussion. Geprägt wurde diese Diskussion von dem Satz:“ Wir sind nicht gegen ein Schwimmbad, aber……“ Jeder Rhetorikspezialist würde hier verzweifeln, mit dem Kopf auf die Tischplatte schlagen und erklären, dass die Formulierung mit „aber“ zu vermeiden ist. Diese Formulierung negiert eigentlich den ersten Teil des Satzes. In diesem Fall nimmt der Hörer dies als negative Botschaft auf: “Wir wollen kein Hallenbad“!

Norbert Kunz meldete sich als Erster zu Wort und erklärte, warum er dem Antrag nicht zustimmen kann. Er kritisierte unter anderem, dass der Antrag die Bemühungen des Seniorenbeirates untergraben würde. Er sprach von mangelndem Respekt gegenüber den Bemühungen und dem Bürgerengagement. Grundsätzlich versteht er das Anliegen des Antrages. Aber er nimmt im Prinzip ja das vorweg, was der Einwohnerantrag erreichen will. Die Formulierungen in der Begründung sprechen aber eine andere Sprache. Hier geht es Kunz zu oft um das ob ein Schwimmbad gebaut werden kann und nicht um das wie. Er sieht darin einen Schwimmbadverhinderungsantrag. Das sah auch die SPD so und auch der eine oder andere Zuhörer inklusive meiner Person.

Dem Seniorenbeirat wurde schon in der Vergangenheit unterstellt, dass er Wahlkampf für Heiko Müller (SPD) macht. Falsch, der Seniorenbeirat nutzt den Wahlkampf dafür Themen nach vorne zu bringen und die Forderung nach einem Schwimmbad zu unterstreichen. Wahlkampf muss auch für den Bürger was Gutes haben.

Versucht man hier tatsächlich die Unterschriftenaktion auszubremsen und damit das unliebsame Thema aus dem Wahlkampf herauszulösen? Den Eindruck könnte man bekommen. Der Antrag vermittelt in seiner Begründung, und so ist es auch in den Internetdiskussionen zu lesen, dass wir im Gegenzug für das Schwimmbad auf andere Dinge verzichten müssen. So wies der Sprecher der Grünen, Gerd Gunkel darauf hin dass es in der Stadt Sanierungsrückstand gebe. Bürgermeister Müller wies darauf hin, dass es diesen immer geben werde, weil die Dinge sich nun mal abnutzen. Einen Zusammenhang mit dem Bau des Hallenbades, welches Herr Kunz übrigens Bürgerbad nennen möchte, sieht er nicht.

Der im Antrag formuliert Auftrag an die Verwaltung ist durchaus nachvollziehbar. Was wird uns das Bad kosten, wo soll es stehen und welche Art von Hallenbad soll es werden. Aber das ist genau der Auftrag, der dann nach Abschluss der Unterschriftensammlung an die Verwaltung gehen wird. Die Jamaika Koalition die anscheinend mit der Unterschriftenaktion nicht klar kommt, will den Eindruck vermitteln hier wird dann ein Schwimmbad ohne weiter Prüfung in die Pampa gesetzt und alle andern notwendigen Projekt werden nicht mehr realisiert.

Apropos Unterschriften, darüber gab es auch noch Diskussionen und Streit. Es ist anscheinend bekannt, dass einige Abgeordnete aus der Jamaika Koalition nicht unterschrieben haben. Ist nun derjenige, der nicht auf einer der Listen unterschreiben hat gegen das Schwimmbad? Amid Jabbour war sehr verärgert, das hier Herr Müller öffentlich in den Raum stellte, dass die Antrag stellenden Fraktionen den Einwohnerantrag des Seniorenbeirates nicht mit ihrer Unterschrift unterstützen. Dies könne er nicht wissen, so Jabbour und sah hier Datenschutzrechtliche Probleme. Doch! Auch als Besucher konnte man seinerzeit gut beobachten, wer unterschreiben wollte und er nicht. Frau Richstein (CDU) rechtfertigte sich damit, dass sie ja sich nicht selbst beauftragen könne. Frau Nonnemacher fühlte sich moralisch erpresst, weil sie nicht unterschreiben wolle, jedenfalls nicht solange sie nicht weiß, welche Kosten auf die Stadt zukommen. Heiko Müller konterte, dass jeder Abgeordneter auch ein Bürger der Stadt sei und eine Meinung haben dürfe. Er vermisse ein klares Statement zum Thema. Das blieb auch weiter aus. Frau Nermerich (SPD) sorgt dann noch für Empörung, als sie versuchte den Grünen und er CDU nochmal eine Unterschriftenliste vorzulegen.

Lange rede kurzer Sinn. Nach langen quälenden Diskussionen und teilweise sehr undisziplinierten Verhalten fielen die Würfel. Der Antrag der SPD bereits in diesem Jahr schon mit der Studie zu starten wurde von der Jamaikafraktion in handliche Stücke zerlegt und abgelehnt. Dafür brachten sie natürlich den eigenen Antrag durch und nun?

Also wird jetzt eine Studie für das nächste Jahr in Auftrag gegeben, anstelle im Herbst 2015. Die Kosten, ca. 25.000,00 werden in den Haushalt eingestellt. Der Seniorenbereit wird seine Unterschriftensammlung weiter durchführen um zu belegen, dass es eine große Mehrheit in der Bevölkerung für das Schwimmbad ist. Die Mindestanzahl an Unterschriften müsste meiner Meinung schon längst erreicht sein.

Liebe Jamaikakoalition euer gemeinsamer Antrag könnte sich als Bumerang erweisen und war unnötig. Auch wenn ihr es heftig dementiert. in der Wahrnehmung der Bevölkerung steht ihr bei vielen als Schwimmbadverhinderer da, die eigentlich nur Argumente suchen um das Schwimmbad nicht zu bauen. Anders gesagt, wenn ich als Falkenseer ein Schwimmbad will, wähle ich doch vielleicht lieber nicht die CDU oder die Grünen. So könnte die Schwimmbaddiskussion das Zünglein an der Wahlwaage werden.

 

Uwe „der Planscher“ Abel

Netter Auftritt im Internet?

Wir haben ja dieses Jahr Bürgermeisterwahlen. Da war es mal an der Zeit, zu prüfen, wie sich denn die Kandidaten, bzw. die Parteien in Internet präsentieren. Vielleicht ist er Zeitpunkt etwas früh gewählt, aber eines müssen aber alle auf jeden Fall verbessern, weil sie teilweise  nicht vorhanden ist; die Barrierefreiheit. Da fehlt z.B. die Möglichkeit die Schriftgröße anzupassen.

Kandidatinnenseiten gibt es nur zwei Kandidten. Die von Frau Richstein und die von Frau Nonnemacher. Das liegt aber wohl eher daran, das beide auch Mitglied des Landtages sind. Hier punktet klar Frau Richstein mit einer klar strukturierten Website ohne Schickimicki und ohne lange Scrolling Prozesse. Knackiges Menü. Ein Verweis zu Facebook ist vorhanden. Allerdings fehlen die „teilen“ Buttons z.B. bei den Terminen. Das virale Verbreiten könnte noch verbessert werden. Die Verlinkung zum Kreis-, bzw. Landesverband fehlt. Immerhin gibt es eine Verlinkung zur Stadtfraktion, auch wen diese unter dem Punkt „Politische Arbeit“ recht gut versteckt ist. Die Website bekommt von mir eine 2.

Die Seite von Frau Nonnemacher enthält eine Menge Aktivitäten, die nur durch langes Scrolling zu erreichen sind. Die Twitter und Facebook Links sind versteckt. Die Links zur SVV und den Kreisverband, bzw. Landesverband fehlen aber. Insgesamt ist die Struktur etwas gewöhungsbedürftig. Auf der Vita Seite ist die Schrift teilweise kaum lesbar. Die Seite bekommt von mir eine 3-. Eine weitere spezielle Kandidatenseite ist im Aufbau .und mit dem KV verlinkt.

Das war es mit den Personen bezogenen Seiten. Was machen die Parteien so im Web?. Die FDP stellt keinen Kandidaten. Hat aber gleich auf der Startseite ein klares Statement zum Thema Bürgermeister. Dafür gibt es eine 1. Ansonsten wirkt die Seite etwas altbacken und bieder. Inhalte und Informatione gibt es auch nicht sehr viel. Darum würde ich den Webauftritt nur mit einer guten 3 bewerten.

Bei den Linken fehlt ein direkter Hinweis auf den möglichen Kandidaten Norbert Kunz. Der letzte aktuelle Eintrag datiert vom 30.12.14. Lediglich die Pressemeldungen sind aktuell. Der aktuellste Termin ist der 08.05.2014. Die Seite wo die SVV vorgestellt wird ist noch aus der vorherigen Legislatur. Liebe Linke, wenn schon Webauftritt, dann auch bitte regelmäßig drum kümmern. Eigentlich 6 und setzen. Aber für die Ansprache an die jungen Leute gibt’s nur eine 5. Da müssen die Herren und Damen aber noch mal nachsitzen.

Schlimmer ist eigentlich nur die Seite der AFD. Da gibt’s gar nichts was einen anspricht. Die Webseite ist so 1990iger und enthält überhaupt keinen lokalen Bezug, geschweige den zu Bürgermeister Kandidaten Herrn Breinlich. Keine vernünftige Verlinkung, keine Struktur. Alles wirkt lieblos hingehunzt. Das muss noch mal neu gemacht werden oder besser gelöscht werden. DAS verdient nicht mal eine Note.

Die Seite der Grünen enthält einen relativ aktuellen Eintrag und man findet relativ viele Informationen, auch wenn man viel scrollen und suchen muss. Oben prangt „Ursula for Bürgermeisterin“. Die Verlinkte Seite war noch im Aufbau. Der Hinweis auf die Bürgermeisterin ist nicht auf der Startseite angeheftet. Das grüne CMS bedarf dringend einer Modernisierung. Die Seite überzeugt nicht und mehr als eine 3 würde ich nicht gewähren.

Der Link auf der SPD Seite zur Nominierung von Heiko Müller ist nur schwer zu  finden. Auch die Sidemap ist leider nur mit Mühe auffindbar. Man hat sich wohl schon Mühe gegeben, allerdings finde ich, dass zuviel Text und zuwenig Grafik enthalten sind. Es fehlt der Pep-  Eine gute 3 ist es mir trotzdem wert.

Sicherlich sehr clever ist die Lösung der CDU. Ein Laufband, das die Kandidatur von Frau Richstein unterstütz, wird bei jedem Menüwechsel eingespielt. Das Titelbild auf der Startseite ist unglücklich gewählt. Oder doch nicht? Wäre ein Einzelbild nicht besser gewesen als zusammen mit Dr. Simon und Herrn Müller gemeinsam? Mir gefällt dieses Bild nicht. Aber der gesamte Aufbau und die Struktur sind sehr professionell. Eine Menge Inhalte und ein aktueller interaktiver Kalender runden die Sache ab. Für mich der klare Sieger mit einer 2.

 Liebe Parteien und Kandidaten (w/m). Der Webauftritt gewinnt immer mehr an Bedeutung. Daher sollte man sich darum kümmern und die ganze Sache spannend und gut strukturiert gestalten. Vor allem bitte an die Barrierefreiheit denken. Aber vielleicht ändert sich ja noch was. Wir behalten das mal im Auge.

Hier die Links zu den Seiten:

http://www.barbararichstein.de/

http://ursulanonnemacher.de/startseite/

http://www.fdp-falkensee.de/

http://www.dielinke-falkensee.de/

http://www.gruene-havelland.de/partei/ortsverband-falkensee/

http://www.gruene-havelland.de/ursula/

http://www.spd-falkensee.de/

http://www.cdu-falkensee.de/

Frühstück nicht in Amerika

Dafür aber in Falkensee. Frühstück, ist für mich die Wichtigste Mahlzeit. Außerdem mag ich Breakfast in Amerika von Supertramp. Okay letzteres passt jetzt nicht zum Frühstück der Linken in Falkensee aber…..

…dass „Rote Frühstück“ eine regelmäßige Veranstaltung um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen ist schon eine feine Sache. Wechselnden Themen sorgen für eine abwechslungsreiche Diskussion völlig unabhängig von der linken Ideologie. Am 07.02.2015 ging es um die Willkommensinitiative in Falkensee. Als Gäste waren Kathleen Kunath und Martin Nguyen eingeladen.

Harald Petzold (MdB) kritisierte in seiner Einleitung, das die „besorgten Bürger“ nicht bei wichtigen Themen, wie Rüstungsexporten auf die Straße gehen, sondern nur, wenn es gegen Flüchtlinge, Asylanten, Ausländer oder den Islam geht. Diesen „besorgten Bürgern“ dürfe man nicht das Feld überlassen.

Norbert Kunz (SVV Mitglied) und Bürgermeisterkandidat kritisierte wiederum den Landkreis wegen seiner Informationspolitik. Er bezeichnete die Endscheidungspolitik als Gehmeinveranstaltung. Die Verantwortung, die Bevölkerung zu informieren könne nicht auf die Initiative abgewälzt werden. Das schaffe Misstrauen bei der Bevölkerung. So geschehen bei der Ankündigung eine zweite Unterkunft in Falkensee zu bauen.

 

Kathleen Kunath und Martin Nguyen stellten sich anschließend den Fragen der Gäste und der Anwesenden Presse. Frau Kunath betonte, dass es ich hier um eine aktive Initiative handle. Wichtig auch der Hinweis, dass es um eine Initiative für alle handelt, nicht nur für Flüchtlinge. Bestes Beispiel ist hierfür der Umgang mit Spenden, die alle an die Tafel  weitergereicht werden, unabhängig vom Status. Die Ausgabe erfolgt nach Bedürftigkeit, so partizipieren schon jetzt Hartz IV Empfänger von der „Willkommensinitiative“.

Ebenfalls interessant und den Horizont erweiternd, der Beitrag von Sala. Sala stammt ursprünglich aus Syrien. Ihm ist es wichtig, dass man den Flüchtlingen nicht zu Unterstützung angedeihen lässt und sie auch selbständig entscheiden lässt welche Angebote sie annehmen wollen. Das sehen Martin Nguyen und Kathleen Kunath genauso. Ihnen geht es um eine individuelle Betreuung. Alle freuen sich schon auf der Fertigstellung der Unterkunft und die ersten Gästen. Nach den umfangreichen Schilderungen, ist die Initiative gut vorbereitet um die Menschen, die da zu uns kommen mit offenen Armen zu empfangen.

Schön, dass „Die Linke“ der Initiative ihr besonderes Frühstück als Plattform angeboten hat. Das nächste Thema wird sich mit der Frauenwoche beschäftigen.

Uwe „der Frühstücker“ Abel