Viva Zapata and the Electric Eeel Shock!

Das Café Zapata befand sich im Tacheles, das wiederum befand sich in der Oranienburger Straße. Hier traf sich eine bestimmte Szene was die bewegte Geschichte der Location, die nun leider wirklich Geschichte ist, belegt. Mein letztes Livekonzert im Zapata erlebte ich 2005. Die Band die dort spielte war mir bis Dato unbekannt.

Angekündigt war eine Band aus Japan mit dem wohlklingenden Namen Electric Eel Shock. Tja, was dann m vollbesetzten Zapata folgte war einfach unglaublich die drei Jungs schickten sich an den Rock n´Roll zu retten.  Das taten Sie auch und wie. Dabei störte auch das ungewöhnliche Outfit des Drummers nicht. Er trug nur eine Socke, sonst nichts! Wo er dieses wichtige Kleidungsstück trug überlasse ich eurer Phantasie. Jedenfalls war ich nun  überzeugt. Musik aus Japan ist durchaus hörbar. Ich kaufte mir die Vinylscheibe 15781716_1385785044788637_3860096830509352410_nGo Europe!, lies sie signieren und bekam noch einen zerfetzten Drumstick des Drummers. Ich sah die Jungs noch mal im SO 36 als Vorband von der Bloodhound Gang.  Eine Urgewalt. Zu Sylvester hatte ich Lust mal mit der Scheibe wieder meine Aggression abzubauen, also Klamotten aus und Socke an und den Lautstärkeregler ganz nach rechts.

Nettes FOC mit Texten. Vierzehn Tracks irgendwo zwischen  Trash, Garage Rock und Metall mit Punkeinflüssen.  Schon die erste Nummer Japanese Meets Chinese In U.S.A. ist eine beinharte Nummer, die unweigerlich zum headbangen und moschen auffordert, was für ein Brett. My Tiger und Do the Metall nehmen noch mal richtig Tempo auf und legen noch eine Schippe drauf. Harte schnelle Gitarre und ein präzises Druming.  Es geht einfach brutal weiter. Eine Urgewalt wie ich Sie schon lange nicht mehr gehört habe. Ohne Rücksicht auf Verluste und dem Bestreben irgendwie in die Charts zu kommen. Punctured hört sich an als hätten Metallica und Motörhead ihre ganze Energie und Wut  in den Song gesteckt.   Ob Lemmy die Jungs kannte. Suicide Rock’n’Roll ist  einfach guter brutaler Trash, wie in seinen Anfangszeiten, alles in Lofi Qualität.  Vegas Night dagegen nimmt etwas Temporaus, klingt etwas doomiger, man hört die Wurzeln, die anscheinend auch bei Black Sabbath liegen.  Rock ’n‘ Roll Can Rescue The World ist sicherlich einer der Höhepunkt der Scheibe, eindeutig sind hier die Punkeinflüsse zu hören. Eine Hommage an die Ramones. Das Riff von S.O.S. brennt sich ebenfalls ins Hirn und sorgt bei angemessener Lautstärke für Glücksgefühle.  Nothing lässt den Punkchorus im Refrain wieder raus.   Zombie Rock ‚N‘ Roll, würde ich dann wieder als Garage Hardcore Punk einordnen. Speedy Joe überrascht mit leichten Blues Zitaten und bei  I Wanna Be A Black Sabbath Guy, But I Should klärt sich die Frage wer zu den Helden der Band gehört.

Fazit: Schneller Gitarrenrock, die die Grenzen zwischen Grunge, Doom Punk, Speed Trash Metall verwischen lässt. Da schlagen Metallica, Motörhead und Hardcorpunkbands durch. Gewürzt mit einer Prise Doom Metall. Das Ganze ist nur noch durch die Live Performance zu toppen, an die ich mich gerne erinnere Viva Café Zapata and Electric Eel Shock.

Uwe „ich trage nur ´ne Socke“ Abel

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