Willkommen in der Maschine!

Wie konnte das nur passieren. Da entgeht mir doch glatt eine Band, die seit 25 Jahren auf dem Markt ist und schon einigen Output produziert hat. Nun ja, bei der Vielzahl der Neuerscheinungen und wirklich guten Musik ist das auch nicht so einfach zum Glück gibt es das Musicland und einen kompetenten Fachmann der mich hin und wieder auf die eine oder andere Scheibe bringt.

15826233_1393755733991568_6890204153987508652_nHeute geht es um Sun Dial, genauer um Gary Ramon und der macht Sapcerock und das schon seit 25 Jahren. Also habe ich mit mal auf Empfehlung von Ralf die Neu LP „Made in the Machine“. Also genauer 2LP 180gr, clear Vinyl und limitiert auf 500 Stück. Alles in einem schönen Fold out cover. Das Design: Zahnräder, darin versteckt ein Baby verbunden mit der Maschine.

Zur Musik: Ich war überrascht. Ein vielseitiges Album. Ja es ist Spacerock aber doch sehr modern, also technoid. Schon der Opener Meltdown geht mächtig nach vorne. Eine Alarmsirene schreit los, Keyboards setzen ein die Akkorde produzieren einen Wavigen Grund Rhythmus und unterstützen die spacigen Gitarrensounds. Contact ist ein Nummer wo Einflüsse der Düsseldorfer Krautrock Szene zu hören sind, wie z.B. Prünster oder Riechmann aber auch Kraftwerk. Spannend auch die nächste Nummer Ascension, wo diese Klänge noch mit indischen Einflüssen gemischt werden. Wirklich spannend und abwechslungsreich.  Sea of Rain kommt mit einer verzerrten Stimme und wabernden Synthi klängen daher ein leicht hypnotische Nummer.

Dann doch etwas Hawkwind, brutal, treibende nach vorne gehende Sounds ein dichter Teppich Spacedust. Dann gleich danach noch die Steigerung wieder fetter Spacesound mit Gitarren ergänzt von Tönen, die an La Düsseldorf erinnern. Sun Gate ist eine etwas schräge experimentelle Nummer mit einem  tollen verzerrten halligen Sound.

Ein meiner Lieblingsstücke ist auf jeden Fall Regenerator. Da denkst du das wird so eine entspannte Nummer von Tangerine Dream oder Klaus Schulze, und dann schwingen da auf einmal Pink Floyd mit, genauer erinnert an „Set the Controls tot he Heart of the Sun“ Großartig. So könnte es weitergehen. Tut es auch allerdings plätschert dann die nächste Nummer wirklich entspannt dahin. Es folgt die längste Nummer auf der DLP. Autopilot mit elektrischer Sitar gemischt mit frühen Pink Floyd Anleihen, kann man getroste das Hirn und das Gehör auf Autopilot stellen. Man tritt eine schöne entspannte Reise an.

In the machine ist eine kraftvolle Nummer wird durch die Drums richtig nach vorn gebracht eher rockig. Jetzt wird es nochmals spannend. Es wird etwas elektronischer. Dark Planet, düster und der Sound erinnert ein wenig an Michael Garrison „In the Regions of Sun Return“. Slipstream dagegen könnte auch von  der Band Air stammen, klingt doch sehr modern und fast schon poppig. The Gates of Eden zum Abschluss ist ein knalliger Spacerock Song, der eigentlich jeden auf die Tanzfläche einer Rockdisco treiben müsste.

Ein abwechslungsreiches Album. Sun Dial kann sicherlich nicht ihre Vorbilder verbergen. Es ist aber keine peinliche Kopie. Vielmehr werden hier verschiedene Einflüsse von Hawkwind, Pink Floyd, Michael Garrison und den Elektropionieren der deutsche Krautrockszene zu einer spannenden Mischung kombiniert und mitunter mit indischen Elemente garniert. Für mich die beste Spätentdeckung seit langem.
Hörprobe:

Uwe „In Space“ Abel

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