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Krishna becomes a Punk

Mitte der 90iger war bei mir  die Kohle knapp. Ich erholte mich immer noch von der Scheidung. Vinyl gab es da nur selten und nur vom Flohmarkt. Es war das Zeitalter der CD´s.  Ich hatte den Grunge , der mit Kurt Cobain 1994 gestorben ist entdeckt. Meine Crossover Phase war noch nicht abgeklungen. Clawfinger und Rage against the Machine liefen regelmäßig. Dann kam Dookie von Green Day, The Offspring usw. Skate Punk, California Punk, Melodic Hardore Punk. Ach Gott, so viele Schubladen. Egal es gefiel mir. Bei dem knappen Budget blieb natürlich so mancher Geheimtipp auf der Strecke. Inzwischen bin ich mutiger geworden, was daran liegt, das es wieder Vinyl zu erschwinglichen Preisen gibt.

Nun liegt sie also vor mir „Mantra“ von Shelter. Mit einem tiefen Oooooommmmmm,  packe ich die auf 500 Stück limitierte Scheibe aus, 180 gr. Red Marbel Vinyl. Ich habe die Nummer 309, inkl. Textbeilage. Hat ja nur 21 Jahre gedauert, bis sich die Scheibe in meinen Besitz befindet.

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude, nun ja. Also beleuchten wir mal die musikalischen Aspekte. Bei Mantra denkt man ja nicht automatisch an knackigen Punkrock, sondern eher an irgendwelches Esoterik Gesäusel so ne Art Guruguru, Wischiwaschi, schawarama, als so ´ne Art Back Wahn. Ist auch so, immer wieder sind da so ein paar Zeilen eingestreut. Hare Krishna usw. Aber keine Angst die Scheibe wäscht euch nicht das Hirn, damit Ihr euer Vermögen irgendjemanden spendet, allerdings zwingt euch die Mucke zu heftigen Tanz ähnlichen Bewegungen. Die Musik geht direkt vom Ohr in sämtliche Gliedmaßen und führt zu unkontrollierbaren Zuckungen.

Message of the Bhagavat geht dann gleich Krischna mäßig los. Der Song ist ganz nahe daran an einer Crossover Nummer ala Rage against…, was eher am Raprhytmus des Gesangs liegt. Civilsation Man geht in die ähnliche Richtung mit politischem Text.

Here we go ist dann schon eher Fun Punk und passt gut zu The Offspring oder Greenday. Überzeugend die klassische Bassline. Appreciation drückt aufs Tempo und ist schon alte Punkschule Hardcore und ein sehr systemkritischer Song. Empathy – In my world where I’m the king I can’t tolerate anything. Schöner Melodic Punk, der zum Text passt. Es lebe die Abwechslung, Not the flesh, hört sich an als hätten sich Rage agains und die Dead Kennedys zusammen getan. Mann geht der Song in die Beine

Kaum hat man sich daran gewöhnt gibt’s den nächsten Tritt ,Chance, ist wieder härte schneller dreckiger mit epischen Refrain. Mantra, der Titeltrack versucht auch das Beste aus allen Punkwelten zu vereinen. Knackiger Bass mit epischen Refrain und ein Gitarre, die sich tief ins Innenohr schraubt.

Surrender to your T.V. beginnt wie eine Nummer von Jello Biafra und seinen Mannen. Eigentlich fehlt nur der typische Gesang und auch etwas Rauheit. Letter to a Friend ist etwas ruhiger und wieder melodiöser. Geil auch die Stelle mit der aus der aus dem Hintergrund kommenden Stimme. Reichlich Tempi Wechsel mit einem Reggae/ Wave Einschlag. Mit Metarmophis endet die Scheibe.

Eine abwechslungsreiche Scheibe. Passt gut in die Straight Edge Szene mit ihren Texten. Macht Spaß. Sollte man als Punk Fan unbedingt im Schrank stehen haben.

One thought on “Krishna becomes a Punk”

  1. Ein interessantes Album, definitiv hörenswert.
    Ungefähr zu der Zeit habe ich bei einer Fußgängerzonen-Promo-Aktion eine CD von Kashmir 9:41 erworben, Krishnacore (?!), CSFR/Tschechei.

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