Sting

Das rockt überhaupt nicht!

Gordon Matthew Thomas Sumner hat mich schon früh faziniert. Ich lief mit ihm auf den Mond, wartete auf eine Flaschenpost und so weiter. Die Rede ist von Sting und seiner Band Police. Im Jahre 1979 entdeckte ich den New Wave / Post Punk. Regatta de Blanc von The Police und Fisher Z Word salad waren da prägende Alben. Schon bald standen alle Alben im Regal. Aber 1984 war es vorbei und Sting machte Solo weiter.

The Dream of the blue Turtles, war nun gar nicht mehr das was ich erwartet hatte. Zugegeben es war nicht schlecht und hatte zu Folge, dass ich mich mit Jazz beschäftigte. Auch Nothing like the Sun hatte noch was. Irgendwann fesselten mich die Scheiben nicht mehr und die Musik von Sting wurde für mich uninteressant. Bis heute. Jetzt liegt sein neuestes Werk vor das zwölfte Studioalbum auf dem Plattenteller. Warum jetzt? Warum gerade dieses Album. Ganz einfach 57th & 9th wurde schon frühzeitig als Rockalbum angekündigt und mit „…zurück zu den Wurzeln“ beworben.  Dann hörte ich „I Can’t Stop Thinking About You“ und dachte hm das könnte was werden.

Gut das die Lp mit dem Track eröffnet den ich schon kenne. Ja, da kommt dieses frische unverbrauchte Songwriting durch, aus den den Zeiten von Police. Hat was von the De Do Do De Da Da, Message in the bottle, Stand so close to me. Bloß halt nicht ganz so roh. Der nächste  Song 50.000 fängt rockig an wird dann vom Gesang dominiert, bevor der Refrain wieder rockig wird. Tempiwechsel bestimmen den Song, der spannend bleibt und auch gut auf „….nothing like the Sun“ gepasst hätte, ist aber nicht so überproduziert wie das Album von 1987. Down Down geht in eine ähnliche Richtung. knüpft dann aber ehr wie an den ersten Track an. One fine Day ist eher eine seichte Popnummer. Pretty Young Soldier ist ein durchaus spannender Song  Sting spielt mit seiner Stimme. Damit endet die erste LP Seite. Überzeugt bin ich bisher nicht und überlege echt ob ich mir die zweite Seite noch antue.

Petrol Head geht gut los nimmt Tempo auf, rotzige Gitarre. Gefällt mir. Leider geht’s so nicht weiter. Lahmes Accoustic Geschrammel mit Mittelaltertouch. Seichte Popnummern, usw. Immerhin Inshallah Ethno Pop at his Best ist nicht schlecht

Echt nicht! um das mal klar zustellen. Sting hat Klasse, die Songs sind auch gut. Aber es sind und bleiben seichte Popsongs, Entspannungsmusik. Das kann allerdings nicht als Rockalbum durchgehen. Vielleicht ist auch die Erwartungshaltung zu groß gewesen. Aber vielleicht ist die Zeit von Wrapped around Your Fingers oder Russians vorbei oder anders gesagt: Die Spontantintät, die Originalität von Sting ist einfach nicht mehr da. Anscheinend hat er auch die Hosen voll mal wieder ein richtiges Wave Album zu machen. Ansätze sind durchaus da. Wie heißt es im Arbeitszeugnis? „ Er bemühte sich redlich“.  Ich leg jetzt erstmal zum Trost eine alte Police Scheibe auf.

I’ll send an S.O.S. to the world

Uwe „will mein Geld zurück“ Abel

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