Piratenpartei Berlin goes Stasi?

Progressiv? Finde ich gut! Darum war ich ja auch seinerzeit zu den Piraten gegangen. Lange hielt die Liebe nicht. Trotzdem habe ich noch viele Freunde und Bekannte bei der Piratenpartei. Inzwischen haben auch einige die Segel gestrichen. Da ich noch auf diversen Maillisten stehe bekomme ich auch noch einiges mit. Leider gibt es nach wie vor wenig produktives zu berichten, sondern meistens nur Streit, Neid und Missgunst. Aus der Presse erfuhr ich, dass es eine neue Plattform innerhalb der Piratenpartei gibt, eine Progressive Plattform. Hört sich gut an, ist es aber nicht, wenn man etwas nachforscht. War gar nicht so einfach.

Bei der Recherche bin ich dann auf einen Link gestoßen. Dahinter verbirgt sich dann eine Information, wie es wirklich auf dieser (progressiven) Plattform zugeht. Anscheinend kann da nur jemand mitmachen, der durch die Gesichtskontrolle gekommen ist und einen Bürgen vorweisen kann. Schon bei den ersten Zeilen dachte ich, ich wäre in einem geheimen Blog der Stasi gestoßen. Da wird denunziert und Daten über Personen gesammelt. Interessant wurde es, das ich dabei auf einige mir bekannte Freunde gestoßen bin, was dort steht ins im Härtefall sicherlich auch gerichtlich oder strafrechtlich verfolgbar. Zudem diese Behauptungen teilweise gelogen sind.

So wird ein Freund von mir als Homophop bezeichnet. Ich kann versichern, das er das nicht ist. Kritisiert werden dann auch Redestile und das Auftreten. Richtige Charakterstudien finden sich in der Aufstellung wieder. Weitere Beispiele? „Schwieriger Charakter – Hat eine lange und bunte parteiinterne Historie an persönlichen Konflikten,“ oder „Kenne ihn nicht persönlich, sah mich aber nach wiederholten Diskussionen auf ihn auf Twitter und G+ zu blocken. Ich habe jetzt auf die Schnelle keine Links, aber die typischen Themen: Sexismus/Maskulismus, „Nicht links, nicht rechts, sondern vorn“ usw. – dabei in Diskussionen ausgeprägtes Trollverhalten War mal kurz auf der ML AG Barrierefreiheit, hat dort Leute ziemlich harsch angegriffen, als _Ich_ (viele kennen meinen Tonfall) ihn bat, höflicher zu sein, hat er die AG verlassen. Ex Grüner mit dem ich auch schon Twitterzoff hatte. Eine weitere Beschreibung über eine BVV Mitglied:“… durchgeknallt, unberechenbar, postet Chemtrail-Zeugs usw.“ Das geht noch seitenweise weiter. Konfuse, subjektive, falsche Aussagen, die anscheinend nur den Mitgliedern der Plattform zugänglich sind. Transparent? Wohl kaum. Interessant die Frage, ob alle dort Erwähnten über die Inhalte Bescheid wissen? Denn dort stehen ihre Namen und Mailadressen, die ich hier verschweige.

Immer wieder die Frage ist der/die progressiv genug? Was ist denn progressiv? Auf der Website wird davon gesprochen, dass dies erst entwickelt werden soll. Aber bitte doch nicht mit solchen Mitteln. Was eigentlich erreicht werden sollte spiegelt der Tagesspiegelartikel wieder. Von einer Abspaltung ist dort die Rede. Anscheinend geht ein tiefer Riss durch die Berliner Piratenpartei. Der endgültige Bruch steht anscheinend kurz bevor. Wenn die oben geschilderte Vorgehensweise die neue Gangart eines linken Flügels ist haben wir wieder eine SED Nachfolgepartei, wer kann die wollen? Keiner Nach erneutem studieren der Einträge in der Liste kann ich immer noch nicht positives erkennen. Das ist einfach nur Stasi 2.0 und das von Leuten, die sich über die NSA und das ausspionieren ihrer Daten aufregen. Ich hoffe die Herren kommen noch zur Vernunft und stellen diese Denunzierungsaktion wieder ein. Die verantwortlichen sollten dann in der Tat die Piratenpartei schnellstens verlassen. Ihr Verhalten schadet der Grundidee und ist um ein vielfaches schlimmer als die anderen Konflikte.

Uwe Abel

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Ein Kommentar zu “Piratenpartei Berlin goes Stasi?”

  1. Für mich kein Wunder! Hatte selbst mal mit den Piraten geliebäugelt.
    Als dann Mr. Ick-feier-Party-und-mach-nich-Politik Pobereit öffentlich in die Diskussion warf, es gäbe ja keine Frauen bei den Piraten (nach dem Berliner Wahlerfolg) war mir instinktiv klar was passieren würde.

    Und es hat sich gezeigt, daß die Piraten von linker und grüner Jugend und den anderen Queerdenkern ihrerseits geentert wurde und diese die Themen künftig bestimmten, wie Genderdreck und Pseudo-Gutmenschentum.

    Ist damit absolute No-Go-Area geworden! Schade um die politische Initiative, die hätte durchs Land gehen können – aber wenigstens hat Mr. Snowzen dann dafürgesorgt, daß piratische Kernthemen auf die Agenda kamen. Besser so als durch das korrupte Parteiensystem.

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