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Die Nicht Demokraten?

Warum ich die AFD so oft kritisiere? Weil ich es kann! Und weil Sie es nicht besser verdient. Das was derzeit, auch hier in Brandenburg, geschieht hat nichts mehr mit einer Europakritischen, demokratischen Partei zu tun. Der Bundesverband scheint seine Landesverbände auch nicht wirklich unter Kontrolle zu haben. Herrn Lucke entgleitet das Ruder. Wie schon öfter geschrieben wird die Partei durchsetzt von ehemaligen rechten Parteianhängern. Aber auch andern Parteien strömen geschasste oder unzufriedene Mitglieder in das Auffangbecken der AFD, um dann doch rechtkurzfristige ein Amt zu erobern oder sich um ein Mandat zu bewerben.

Kai Gersch zum Beispiel schon bei der CDU und FDP nicht mehr gewollt ist er jetzt Vorsitzender der AFD im Havelland und macht sich gleich einen Namen. Einen offenen Brief an den Bürgermeister hat er geschrieben. Leider versäumte er den Brief direkt an den Adressaten zu schicken. Dafür erhielt die Presse den Brief, ignorierte ihn und übergab ihn, also den Brief, an Heiko Müller. Dieser antworte angemessen und mit deutlichen Worten, allerdings nicht Herrn Gersch, sondern gleich Herrn Lucke. Wer den Schriftwechsel verfolgt hat wird vor allem eines feststellen, das Herr Gersch wenig Ahnung von kommunaler Politik hat.

Was aber noch mehr nervt ist die Tatsache, das sich die AFD als Opfer darstellt und das offensichtlich alle Anderen die Undemokraten sind. Da wird über jedes zerstörte Wahlplakat geheult und auf Kritik reagiert man bei der AFD alles andere als gelassen.

Nein Plakate zerstören ist nicht richtig und klaut auch nicht. Aber das betrifft nicht nur die AFD. Es ist immer das gleiche, wir haben auch mindestens 10% Schwund. Blöd nur, wenn man sich als AFD aufregt und auch noch Anzeige erstattet. Richtig blöd wird es aber, wenn sich herausstellt, dass die Plakate von der Verwaltung abgehangen wurden, weil die AFD sie nicht den Bestimmungen gemäß angebracht hat. Auch richtig blöd sich über Vandalismus aufzuregen, der keiner ist. Die Plakate, auch die Großflächen sind schlampig geklebt und lösen sich bei schlechter Witterung auf, wie das nächste Bild beweist. IMG_0231

Ein Stück aus dem Tollhaus ist auch die Klagefreudigkeit der AFD. Immer noch ist der Prozess gegen Mitglieder des Bündnisses gegen Rechts anhängig, weil der stellvertretende Vorsitzende Norman W. als Rechtspopulist betitelt wurde und Vergleiche zum Nationalsozialismus getätigt worden sind. Jetzt verklagt die Jugendorganisation der AFD kurz JA auch noch Justizminister Markov (Die Linke). Seltsame Abkürzungen haben die; hoffentlich vertippe ich mich nicht. Herr Markov soll sein Amt missbraucht haben um den politischen Gegner zu diskreditieren. Der Justizminister hat vorher die Staatsanwaltschaft beauftragt zu ermitteln, ob die JA zur Selbstjustiz aufgerufen hat.

Mit ihrem Verhalten, das bisher im Wahlkampf allen anderen fremd war, diskreditiert sich die AFD selbst. Fremder Hilfe bedarf es da nicht. Dieses weinerliche Klagen über Kritik und verschwunden Plakate ist doch echt finsterster Buddelkasten. Die Rechtfertigung ihrer verbalen Angriffe, Anzeigen und die Diskreditierung demokratischer Parteinen lässt sich durchaus mit der Handlungsweise in der Zeit des Nationalsozialismus verglichen. Dort worden „Strafaktionen“ mit ähnlichen Gründen gerechtfertigt. Die Feinde der Demokratie  waren immer die Anderen. Nun die Geschichte lehrte uns dass es genau andersrum war. Wollen wir hoffen, dass der Deutsche Wähler dies rechtzeitig erkennt und Europa nicht wieder vor einem Scherbenhaufen steht. Dazu bedarf es nicht unbedingt eines Krieges, sondern nur das AFD und rechtspopulistische Parteien zuviel Einfluss auf das politische Geschehen bekommen.

Uwe Abel

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