Die blaubraune Wahrheit?

Nach der Klage des Herrn Wollenzien gegen mich und ein weiteres Mitglied des Bündnisses gegen Rechts hatte mein Anwalt Akteneinsicht gefordert. Bisher ohne Ergebnis. So steht also weiter im Raum wir hätten Herrn Wollenzien beleidigt.

Anscheinend sieht der gescholtene in den Aussagen, die AFD wäre teilweise rechtspopulistisch und dem Vergleich mit Aussagen aus der Zeit des Nationalsozialismus  nicht eine Meinungsäußerung zu bestehenden Fakten, sondern in der Tat eine Beleidigung. Die von Herrn Wollenzien angezeigten sind sich nach wie vor keiner Schuld bewusst und sehen den bevorstehenden Ereignissen ganz entspannt entgegen.

Hilfreich aus unserer Sicht sind da Quellen, die im Zusammenhang mit dem Thema schon lange recherchieren, z.B. das antifaschistische Recherchenetzwerk. Auch ehemalige Rechtsextreme die aus der Szene ausgestiegen sind, helfen gerne dabei Strukturen aufzudecken. Das ist auch richtig, da es sich hier nicht um eine politische Einstellung handelt, sondern zumindest teilweise um eine sehr Menschen verachtende Denkweise.

Nun liegen mir aus verschiedenen Quellen Belege vor, die belegen, dass Herr Wollenzien zumindest mal Interesse an der NPD gehabt hat und auch mit anderen Gruppierungen des rechten Spektrums zu tun hatte.

In einem Bericht wird aus der MOZ zitiert: Wichtig ist aus meiner Sicht, dass die Nationalstaaten weiterhin  erkennbar sind, und die kulturelle und ethnische Vielfalt in einem Europa der Vaterländer erhalten bleibt“ (Quelle). Die Aussage wird wie folgt kommentiert:

Dieses Zitat könnte auch die NPD unterschreiben, beschreibt es doch haargenau den von ihr propagierten Ethnopluralismus. Die Übereinstimmung scheint auch nicht zufällig zu sein, da Norman Wollenzien in der Hinsicht  kein unbeschriebenes Blatt ist.

Weiter heißt es: Darüber hinaus fiel Wollenzien ab 2012 mehrfach bei Veranstaltungen durch eine Art Wortergreifungsstrategie auf, während der er sein diffuses, Verschwörungstheoretisches bis latent (neo)nazistisches Weltbild darlegte. Im Übrigen sympathisiert er auch ganz offen mit Organisationen, die vom Inlandsgeheimdienst Verfassungsschutz Brandenburg“ als „rechtsextremistisch“ eingestuft werden. So hatte er im Laufe des Jahres 2013 mehrfach Aufkleber der neurechten Zeitschrift „Junge Freiheit“, der antisemitischen „Europäischen Aktion“ sowie der völkisch orientierten „Identitären  Bewegung“ an seinem Privat-Pkw angebracht. Insbesondere selbstklebende Zettel der beiden letztgenannten Organisationen waren zudem zeitgleich im gesamten Stadtgebiet, vorwiegend jedoch in Wollenziens Wohngebiet in der Altstadt, festgestellt worden.

Wie gesagt liegen dies Aussagen, die auch mit Fotos belegt sind vor. Auch der E-Mail Verkehr wird meinem Anwalt zur Verfügung gestellt. Die Tagespresse hat ebenfalls schon angefragt, ob sie Einsicht in die Unterlagen haben kann. Diejenigen sind gerne bereit diese Aussagen auch im Härtefall zu vertreten. Aus meiner Sicht versucht hier Herr Wollenzien seinen Kritikern ein Maulkorb zu verpassen und die Freie Meinungsäußerung zu unterbinden. Die AFD propagiert mehr Mitsprache für die Bürger. Damit sind aber anscheinend nur Bürger gemeint, die eine unkritische Meinung gegenüber einer rechten Vergangenheit einiger Mitglieder habe und für sich selbst sorgen können. ALGII Empfänger dürfen nach den Vorstellungen einiger AFDler nicht mehr wählen.

Übrigens Herr Wollenzien hat bisher auf eine Anfrage zur Stellungnahme nicht reagiert. Das mit der Eurokritik der AFD ist eine Sache, die rechte Unterwanderung eine Andere. Herr Lucke darf sich nicht wundern, wenn er eines Tages die Zügel aus der Hand legen muss und seine AFD einen extrem Sprung nach Rechts macht.

Uwe. Abel

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