Gemeinsam die Demokratie stärken!

Demokratie stärken, Rechtsextremismus bekämpfen. So der Titel der Ausstellung in der Kantschule, die heute eröffnet wurde und bis zu 31.01.2014 läuft. Die Ausstellung Heute war offizielle Eröffnung. Die Schule hatte auch die politischen Vertreter der Stadt geladen. Alle Fraktionen hatten mindestens einen Vertreter gesandt. Nur die FDP fehlte. Frau Wucke(CDU), Dr. Simon (SPD), Herr Thürling (Die Linke) und Herr Richter Kemplin Grüne/ABü verfolgten mit großem Interesse die Eröffnungsfeierlichkeiten. Viele der anwesenden Abgeordneten sind auch im Bündnis gegen Rechts aktiv.

demokratie-0058Frau Müller erwähnte in Ihrer Einleitung, Dass in der Kantschule 13 verschiedene Nationen unterrichtet werden und dass Fremdenfeindlichkeit in der Kantschule keinen Platz habe.

 

 

 

Der Schirmherr dieser Ausstellung und der demokratie-0062Initiative Kant gegen Rechts ist übrigens Harald Petzhold, der auch ein Geschenk von den Schülern entgegen nahm. Er sprach davon das im GG steht: „ …Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Das steht Menschen und nicht Deutscher. Das Grundgesetz gilt für alle Menschen, die in Deutschland. Wer mit seinen Vorurteilen gegen Flüchtlinge hetzt ist ein Rassist und verstößt gegen diverse Grundrechte. Untermalt wurde übrigens die Veranstaltung mit Musik von Schülern Violine, Keyboard und zum Schluss ein Rap gegen Fremdenfeindlichkeit

demokratie-0060Martin Gorholt Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg sprach die Worte zu Eröffnung. Er wies darauf hin, wie wichtig diese Veranstaltung in unserer heutigen Zeit ist. Die jetzige Generation habe nie das Leben unter einer Diktatur erfahren müssen. Die Zeitzeugen werden weniger. Alle die das verbrecherische System der Nazis können nicht verstehen, das Jugendliche dieses Wissen ignorieren und die Zeit zwischen 1933 und 1945 verherrlichen. Er gab auch Tipps, wie man mit Neonazis umgehen sollte. Man sollt die Aussagen und das fremdenfeindliche Verhalten nicht tolerieren und den Rechten „die klare Kante zeigen“. Auch geschichtliche Aufklärung tut not. Er sagt auch, dass kontaktarme Jugendliche nicht isoliert werden dürfen, damit sie nicht in die Arme der braunen Rattenfänger getrieben werden.

Sehr bewegend auch die Rede einer Schülerin. Sie wies darauf hin, dass die Nazis nur an die Macht kommen konnten, weil die Demokratie nach dem ersten Weltkrieg aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage schwach war und sich zu wenige Leute darum gekümmert haben. Sie zitierte Emil Gustav Friedrich Martin Niemöller :

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

Mit fester Stimme warnte Sie davor, dass die Demokratie die Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass nicht hinnehmen dürfe. Mann müsse die Demokratie stärken und damit den Rechtsextremismus bekämpfen. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf Grund der Vorurteile ist und bleibt Faschismus und der ist und bleibt ein Verbrechen.

demokratie-0075Abschließend stellten die Schüler das Projekt und die einzelnen Rollups vor, die sehr informativ uns nützlich sind, wie man dem leider auch in Falkensee vertretenden Rechtsextremismus die Stirn bieten kann. Lasst uns die Demokratie stärken. Gemeinsam sind wir stark. Besucht die Ausstellung.

Übrigens die „Willkommen, denn Falkensee kann anders“ Initiative für Toleranz wird in Ihre Arbeit die Jugendlichen der Initiative „Kant gegen Rechts“ mit einbinden. Sie werden von uns zum nächsten Treffen eingeladen

Es hat mich sehr gefreut, dass so viele Jugendliche eine klare Position gegen die dumpfen ausländerfeindlichen und rassistischen Parolen der Neonazis bezogen haben.

Uwe Abel

Hier noch ein paar Eindrücke:
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