Robert_Palmer-Clues-Frontal

Das bringt mich auf den Palmer

„Nee, dit heeßt uff die Palme“. „Moment, ich erklärs Dir, kann aber dauern“:

Was für ein Jahr. 1980, die 70iger waren zu Ende was würde das neue Jahrzehnt bringen? Für mich? Für Berlin, das noch nicht wusste und ich auch nicht, dass in neun Jahren die Mauer fallen würde. Für mich war das Leben eine einzige Party Ich hatte die Musik entdeckt und war Stammgast im Ralf´s Musicland. Neben den üblichen Mainstream hatte ich David Bowie Scary Monsters, Morak (Shizopunk), Blondie (Atomic), Fisher Z mit So long (Going Deaf for Living), The Jam mit Setting Sons, Manfred Mans Earth band (Change) und natürlich nicht zu vergessen das Meisterwerk von Pink Floyd the Wall. Dann war da noch John Lennon mit Yoko One mit Double Fantasy und sein Tod. Ich entdeckte deutsche Musik mit Fehlfarben Extrabreit und und. Ich könnt darüber tausend Geschichten erzählen.

Aber auch meine persönliche Lieblingsband Barclay James Harvest war am Start, zwar nicht mit einem Album aber dafür mit einem Gratis Konzert am 30. August 1980 auf dem Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude in West-Berlin. Mein erstes Openair mit 175.000 Besuchern. Na ja, aber wir wollten über Schallplatten reden. Reichlich Taschengeld und diverse Extrazuwendungen der Verwandtschaft flossen in meine Sammlung. Darunter auch das Album Telkon von Gary Numann und über die Scheibe die ich heute schreiben wollte. Das mit den Spannungsbogen hat sich recht schnell erledigt. Wenn ich von Johny and Mary spreche klingelt es bei den meisten. Es geht um Robert, nein nicht um Roobäärt, sondern um Palmer. Robert Palmer starb viel zu früh im Alter von 54 Jahren am 26.09.2003, aber nicht ohne einige musikalische Meilensteine zu hinterlassen. Einer davon ist ….

Clues von 1980, Hinweise. Der Titeltrack hieß Looking fror Clues. Suche nach Hinweisen Der Track schaffte es immerhin auf Platz 3 (26 Wochen) der Charts. Johnny and Mary (41 Wochen) immerhin auf Platz 7 der deutschen Charts. Die LP landete auf Platz 6 und hielt sich dort 44 Wochen. Nur für die Nummer 1 reichte es nicht. Kein Wunder bei der Konkurrenz. Dabei hatte er durchaus prominente Unterstützung.

Chris Frantz von den Talking Heads (Once in a Lifetime) saß an den Drums. Palmer hatte vorher Percussions auf dem Album der Talking Heads (Reamain the Lights) gespielt. Andy Fraser von Free wirkte auf zwei Songs mit. Und natürlich Gary Numan, der als CO Autor bei Found you now geführt wird und bei I dream of wires sich selbst mit covert. Er spielt die Keybords. Not a second Time ist ein Beatles Cover vom Album With the Beatles. Allerdings hat Palmer hier noch eine Strophe dazugedichtet.

Oft wird das Album auf die beiden Hits reduziert. Mann sollte sich aber nicht täuschen lassen und genauer hinhören. Sulky Girl ist ein Rocker der einen au den Danceflor treibt, hätte auch von den Stones stammen können. What do You care erinnert an Look fror clues, etwas schneller und etwas mehr in Richtung Ska.

Die zweite Seite beginnt mit Dreams of Wires. Zum Anfang noch sehr an dem Original entfaltet sich dieser Song zu einem Pop Wave Stück mit überraschenden Einlagen. Woke up Laughing ist ein fröhlicher Pop Song.

Not a second time ist wieder rockiger, hätte auch das Zeug zum Ohrwurm gehabt. Was man so aus einer alten Beatles Nummer machen kann. Das letzte Stück ist wieder waviger, der Einfluss von Numann ist deutlich zu hören wirkt etwas orientalische mit Funky Guitar Einlage. Ein würdiger Abschluss. Eine tolle Scheibe, trotzdem ist es alleinig Johnny und Mary, welches mir tagelang im Ohr bleibt.

Uwe Abel

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