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Wir drehen uns im Kreis(el)

Eigentlich dachten wir das Thema MC Donalds und Tankstelle, nördlich des Kreises wäre erledigt. Ist es aber nicht, denn obwohl sich der Hauptausschuss gegen den Aufstellungsbeschluss entscheiden hat, steht der B-Plan nun am 25.09.13 auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung.

Das dieser Punkt erneut behandelt wird liegt an der Initiative von Herrn Bathmann (FDP). Nach meiner Information hatte der FDP Ortsverband mehrheitlich beschlossen sich für den Investor und das Projekt einzusetzen. Der Investor hatte zwischenzeitlich auch schon Kontakt zur FDP Fraktion aufgenommen und sein Projekt erläutert. Ich geh mal davon aus, dass Herr Dr. Aldinger inzwischen auch die andern Parteien kontaktiert hat um sie zu überzeugen. Welche Zusagen oder Versprechungen hier gemacht worden sind, bleibt zumindest bis zur SVV ein Geheimnis. Es liegt mir fern den Abgeordneten hier was zu unterstellen. Die Methoden des Investors fanden in der Vergangenheit z.B. die Potsdamer etwas fragwürdig. Der Investor hat nun bis nächste Woche eine schriftliche und verbindliche Erklärung abzugeben, dass er im Gegenzug für den Aufstellungsbeschluss den Kreisverkehr ausbaut. Der Ausbau wäre schon nötig, aber ist er das wert?

In den Diskussionen wurde die Problematik auf den McDonalds minimiert, was dem Thema nicht ganz gerecht wird. Keiner will Leuten verbieten bei Mc Donalds zu essen und bloß weil jemand  gerne einen MC Rib gern ist, bedeutet das noch langen nicht, dass er ein schlechter Mensch ist. Es ist eher das Gesamtbild, die Rahmenbedingungen und die Person des Investors die dazu führen, dass nicht nur ich dem Projekt ablehnend gegenüberstehe.

Ich bin der Meinung, wenn schon Fast Food, dann eher in das bestehende Subway Gebäude, das vor sich hingammelt. Vermutlich lässt sich das Projekt am Trafowerk auch nicht vermeiden. Auch hier könnt man und das ist ja auch wohl angeblich geplant ein Fast Food Laden rein. Dann hätten wir zwei. Belege habe ich dafür aber noch nicht.

Was mir auch missfällt ist der Umgang des Investors mit seinen Partnern. Laut Aussage von Herrn S. dem Verkäufer habe der Vertrete des Investors von Wohnraum gesprochen, erst später sei die Wahrheit ans Licht gekommen. Herr S. fühlt sich getäuscht.

Insgesamt hat der Investor zwei Grundstücke gekauft. Beide ca. 30.000 m² groß. Wir reden also von einer Gesamtfläche von gut  60.000m². Gehen wir mal davon aus, das für die Tankstelle 2.000 – 5.000 m² benötigt werden und der MC Donalds auch gerade mal 2.500 m² in Anspruch nimmt, was passiert mit dem Rest? Es bleiben gute 50.000 m² übrig. Glaubt jemand, dass ein auf Profit ausgelegtes Unternehmen die einfach nur Rumliegen lässt? Die logische Schlussfolgerung: Entweder wird darauf spekuliert, das Grundstück mit Gewinn weiter zu verkaufen oder was wahrscheinlicher ist, es gibt bereits weitere Pläne. Was mir Sorge bereite ist, das wir dann vielleicht erpressbar sind. Es könnt passieren, dass wenn weiter Genehmigungen unter dem Zwang entstehen, weil der Investor ja seinerzeit den Kreisel finanziert hat. Übrigens das Geld für den Kreisel will er sicherlich an andere Stell wieder reinholen. Bleibt nur die Frage auf wessen Kosten. Den Stadtverordneten trau ich schon, dass sie vernünftig entscheiden wollen. Das Vertrauen in dem Investor fehlt mir aber aufgrund der Vorgeschichte gänzlich. Ein schlechter Start für eine langjährige Beziehung.

Ärgerlich ist auch, dass vom Bürgermeister immer wieder der Zeitdruck ins Spiel gebracht wird und allen die Pistole auf die Brust gesetzt wird. Wenn er mal Druck machen würde, dass die Einzelhandelsrichtlinien endlich  beschlossen werden. Das ist auch ein Punkt warum ich der Meinung bin, dass wir den Investor nicht gewähren lassen sollen. Das Einzelhandelsgutachten rät von solchen Projekten ab.

Übrigens gefällt mir der ursprüngliche Plan von Ex-Bürgermeister Bigalke wesentlich besser. Eigentlich wollte ich ja die veraltete Seite aus dem Jahr 2001 durch den Kakao ziehen, aber irgendwie bin ich doch froh. Einfach mal lesen: http://www.buergermeister-2001.de/thesen2.htm

Nein Falkensee braucht keinen Mc Donalds und auch keine weiter Tankstelle. Mehr Geld kommt dadurch auch nicht in die Stadtkasse, es verteilt sich einfach nur anders. Da mit dem MC Donalds sehen anscheinend viele Bürger so. Auf der Online Seite der MAZ gab es eine Umfrage mit einem leichten Übergewicht zum Nein. Also kein Mac Donald am Spandauer Kreisel.  http://www.maz-online.de/content/collectedinfo/2389525

Uwe Abel

2 thoughts on “Wir drehen uns im Kreis(el)”

  1. Der damalige Plan von Jürgen Bigalke hat was. Habe ihn auch sehr interessiert durchgelesen. Und mir sind ja noch meiner Tätigkeit bei der Presse im Havelland diese Pläne auch bekannt. und eher falkenseeangemessen, als das, was jetzt geplant wird. Einfach planen ins Blaue, nennt sich das. Dabei kann nichts Gutes rauskommen.

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