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Sicherer Schulweg? Naturschutz? Nicht wenn gebaut wird!

Falkensee      Es fällt schwer Kritik daran zu üben, wenn neue Wohnungen gebaut werden, die dringend benötigt werden. Außerdem freuen wir uns, wenn Falkensee weiter wächst. In diesem Fall baut Semmelhaack an der Spandauer Straße bezahlbare Wohnungen für Senioren und Singels. So wurde es von mehren Stellen behauptet. Nun, dass ich ja selber in einer Semmelhaack Wohnung wohne weiß ich, dass meine und die Vorstellung von Semmelhaack  über „Bezahlbaren Wohnraum“ doch sehr weit auseinander liegen. Insgesamt sollen 241 Wohneinheiten auf 25.000 m² entstehen.

Grundlage für die Aktivitäten ist ein Bebauungsplan aus dem Jahre 1999. Dieser ist seit 12/2000 rechtskräftig. Im vereinfachten Verfahren wurde im März 2013 der B-Plan geändert Die Auslegung erfolgte fristgerecht. Betroffene Anwohner schrieben Einwände und damit fangen die Probleme an, denn die Verwaltung hat bisher die Schreiben der Anwohner nicht beantwortet. Inzwischen wurde die Bautätigkeit aufgenommen und die Probleme sind nicht weniger geworden. Ich habe heute vor Ort mit den betroffenen Anwohnern gesprochen und ein Bild von der Situation gemacht. Wo drückt also der Schuh?

Da wäre erstens der Schulweg.  Die Anwohner an der Lake und andere haben den Weg durch die Grünfläche genutzt um zur Schule und den Hort zu gelangen. Zwar hat Semmelhaack einen Weg geschaffen, der den Schulweg für die Semmelhaacksiedlung Glienicker Str. sichert. Aber alle andern kommen da gar nicht in. Schuld ist die Absperrung. Die Schüler, vor allem Erstklässler müssen nun den gefährlicheren Umweh neben, der auch am Netto vorbeiführt. Hier ist morgens viel Verkehr, u.a. auch Lieferverkehr. Gerade Menschen mit Handicap müssen jetzt längere Wege in Kauf nehmen. Die findigen Anwohner haben einen Weg neben den Bauzaun geschaffen. Da fängt das zweite Problem an.

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Der Weg ist nicht mehr nutzbar, weil die Baufahrzeuge den Bodenaushub mitten in das Naturschutzgebiet karren. Dazu muss der provisorische Schulweg gekreuzt werden. Sicher ist das für die Kinder nicht. Vor allem ist es richtig, dass der Aushub da abgeladen wird.  Warum wird dieser nicht, wie üblich gleich abgefahren? Immerhin leben dort geschützte Tiere. Hier gibt es viele Auerhähne, Frösche, Echsen und Lurche, ganz zu schweigen von den Bodenbrütern und Wildtieren.

Auch blicken die Anwohner etwas sorgenvoll in die Zukunft. Wie wird es mit dem Parken. Tiefgaragen sind nicht geplant. Bei 241 Einheiten, werden bestimmt mindestes 100 Autos dazu kommen. Von irgendwelchen Lieferverkehren und Besuchern ganz zu schweigen. Ob die wirklich die fast ungenutzte Tiefgarage unter der Rotunde auf der anderen Seite der Spandauer Straße nutzen?  Tiefgaragen sind nämlich unter den neuen Häusern  anscheinend nicht geplant.  Die Anwohner vermuten übrigens, das Semmelhaack als Bauherr Narrenfreiheit hat, weil sie den Hort gesponsert haben. Kann schon sein, denn Semmelhaack wirbt auf seiner Website mit seinem sozialen Engagement.

Ja, wir wollen neue und günstige Wohnungen, aber nicht auf Kosten sicher Schulwege und der Natur. Die Verwaltung und allen voran deren Chef Heiko Müller (SPD) hat die Sorgen und Fragen der Anwohner mal wieder ignoriert und es nicht für nötig gehalten darauf zu reagieren. Ein Eingreifen der Verwaltung und Gespräch mit dem Bauherrn hätte sicherlich zu einer Lösung geführt.  Jetzt muss schnell gehandelt werden. Erstens, der Weg muss wieder hergestellt werden und der Bodenaushub muss schnell wieder abgefahren werden.

Uwe Abel

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