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Falkensee und seine Gastronomen

Falkensee Gartenstadt und Gastronomie, zwei unvereinbare Gegensätze? Spricht man mit den einen oder anderen Bewohner, hört man oft den Satz: „Falkensee ist ein schwieriges Pflaster für die Gastronomie“. Als Grund wird angeführt, dass ja der Gartenstädter an sich lieber den Grill im Sommer anwirft, als sein Geld in irgendein Restaurant zu tragen. Ich bin geneigt diesem Argument zu folgen, aber nur teilweise. Es gibt noch eine andere Wahrheit.

Seit 12 Jahren beobachte ich nun die Gastronomie in Falkensee und habe so einiges probiert. In dieser Zeit habe ich auch so einiges an Gastronomen kommen und gehen gesehen. Zuletzt hat es ja anscheinend die Taparei erwischt. Wenn man den Gerüchten Glauben schenken kann, so wissen die Gläubiger nicht einmal wo der letzte Besitzer steckt; Gerüchte wie gesagt.

Die Gartenstädter gehen schon essen. Immerhin ist ja nicht immer Grillwetter und hin und wieder hat man ja auch eine Feierlichkeit. Was mach man eigentlich, wenn man Appetit auf Chinesisch oder Italienisch hat. Nein es gibt schon Nachfrage. Bedauerlicherweise liegt es anscheinend an der Qualität und auch an der Einstellung der Besitzer. Frei nach dem Motto wer nichts wird, wird Wirt gehen die Gastronomen mit einer sehr laxen Einstellung zu Werke.

Es mangelt an Qualität und Einsatz und and der richtigen Einstellung. Die Wahrheit steckt schon im Begriff Selbstständigkeit. Selbst und Ständig und nicht nach Lust und Laune den Mitarbeitern das Feld überlassen. Die Mäuse tanzen bekanntlich auf den Tischen, wenn der Kater außer Haus ist. Es ist schon merkwürdig, wenn man mehrmals in einem Betrieb anruft und feststellen muss, dass man den Chef nie erreicht. Gerade in der Anfangsphase maximaler Einsatz und eine ständige Präsenz erforderlich. Der zweite Punkt ist Qualität und zwar konstant. Damit ist nicht nur die Zubereitung der Speisen, sondern auch der Umgang mit den Gästen.

Ich könnte hier eine Reihe von Negativbeispielen anführen. Viele sind immer noch am Start und jammern, wie schlecht alles ist, andere sind schon lange von der gastronomischen Landkarte Falkensees verschwunden. Wie zum Beispiel die Köllsche Botschaft, selbst die mediale Aufmerksamkeit durch den Restauranttester Rach half hier weiter. Dabei wäre es so einfach.

Zwei positive Beispiele möcht ich zum Schluss nennen. Das Rhodos in der Schönwalder Straße zum Beispiel. Da wird man herzlich begrüßt, freundlich und fürsorglich bedient und sollte doch mal was nicht so recht sein, wird nicht lange diskutiert, man bekommt etwas Neues, dass ist leider nicht überall so. Ich schätze die herzliche Atmosphäre und das gute Essen. Ein anderes Beispiel ist das Horke´s. Das wird mit echter Leidenschaft geführt. Die Inhaber sind ständig präsent und arbeiten kräftig mit. Regelmäßig wird geschaut, ob der Gast noch gut versorgt ist und Nachschub angeboten. Rechtzeitig wird bemerkt, wenn die Fragerei zuviel wird und der Gast genervt scheint. Das nenne ich Fingerspitzengefühl.

Jedem Gastronom, der nicht so ganz zufrieden ist mit seinem Geschäft und nicht weiß warum, dem empfehle ich mal einen Besuch im Horke´s oder Rhodos.

Uwe Abel

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