Falkenseer Abfluss

Wer die Nachrichten in letzter Zeit in der lokalen Presse verfolgt hat stellt fest: Pantha Rei. Alles fließt. Nee, natürlich sind wir jetzt nicht auf einem neuen Esoterik Trip. Es geht diesmal darum, das was abfließt. Nein, wir sind auch nicht im Bereich der Kanalisation. Obwohl das Thema als Ganzes, den einen oder anderen vermutlich ziemlich stinkt.

Es geht um die Kaufkraft der Falkenseer, die laut der Verwaltung reichlich vorhanden ist aber in die völlig falsche Richtung fließt. Dummerweise wandert die Kohle in Richtung Dallgow oder Spandau. Dadurch geht der Stadt ein erheblicher Anteil an der Umsatzsteuer verloren. Andersrum, Falkensee steht beim Umsatzsteuereinkommen ganz weit hinten.

Da muss man was gegen tun und schon stehen sie alle wieder auf der Matte und fordern eine Zentrumsentwicklung. Damit Falkensee lukrativer wird, sich Unternehmen  ansiedeln und möglichst viele Falkenseer nicht mehr zum Einkaufen fremdgehen. Illusorisch!?

Nach Prima denken sich die Befürworter eines Einkaufszentrums auf dem ehemaligen Trafogelände, genau das Argument das unsere Forderung unterstütz. Im Gespräch war ja ein Konzept, das dem Havelpark die Kunden abgraben sollte. Ein Mediamarkt, sollt der „Ankermieter“ werden. Super, da kommt ja richtig Kohle rein. Da fällt eine Menge Umsatzsteuer ein. Von wegen, es handelt sich ja um ein Filialunternehmen, da wird die Umsatzsteuer möglicherweise an das Finanzamt überwiesen, wo das Unternehmen sein Hauptsitz hat. Das kommt darauf an, was auf der Rechnung steht.  Also ein großes Filialunternehmen hilft nicht unbedingt in Frage. Zudem besteh die Gefahr, dass dann durch den Verdrängungswettbewerb kleine Einzelhändler aufgeben und die Stadt am Ende doch wieder Umsatzsteuereinnahmen verliert.

Es scheint keine Lösung in Sicht zu sein. Die Leitlinien schweben immer noch zwischen Stadtverordnetenversammlung und den Ausschüssen hin und her. Dabei hatte man Experten beauftragt ein Gutachten zu erstellen. Dieses Einzelhandelsgutachten sollte als Grundalge für die Leitlinien dienen. Inzwischen ist das so lange her, dass man sich fragen muss, ob dieses Gutachten überhaupt noch als Grundlage taugt.

Nein, damit tun wir unserer Stadtverordneten unrecht. Die Betrachtung de ganzen Themas ist in der Tat nicht einfach. Die Leitlinien sollen den bestehenden Einzelhandel schützen und eine Bildung eines Zentrums um die Bahnhofstrassee fördern. Gleichzeitig sollen Investoren angelockt werden, hier Ihre Projekte zu realisieren. Gerade die Diskussionen und die ablehnende Haltung einiger Falkenseer und der Opposition im Zusammenhang mit dem Spandauer Platz und dem Trafogelände zeigen da Dilemma. Beides scheint nicht zu gehen oder doch? Jetzt sollen noch mal Experten bei den Leitlinien unterstützend eingreifen. Das koste wieder Geld. Das stellt sich mir die Frag, wie gut war das erste Gutachten, wenn es nicht zu einer Entscheidung führt?

Dieses schwebende Verfahren schafft für keine Sicherheit und behindert die weiter Entwicklung. Andernorts bekommt man ohne Problem Leitlinien oder Satzungen hin, die gewisse Dinge regeln. Die Leitlinien müssen her, damit wir nicht noch einen Matratzenladen oder ein Spielhalle in dem Bereich kommen, den wir gerne irgendwann mal als Zentrum bezeichnen möchten. Immerhin die Falkenseer können mit ihren Füßen abstimmen und auf einen Einkauf dort verzichten, Dann hat sich das Thema vielleicht bald erledigt, zumindest was den Matratzenladen angeht.

 

Uwe Abel

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