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Die Mär von der kurzen Tagesordnung oder auch nicht.

Falkensee    Ein Blick auf die Tagesordnung der heutigen SVV, das müsste schnell erledigt sein  sein. Aber eine kurze Tagesordnung bedeutet nicht immer einen schnellen Ablauf. Typischer Fall von Denkste.

Vor dem Rathaus hatten sich etwas 50 Mitglieder der Bürgerinitiative Contra eingefunden. Sie protestierten für einen bezahlbaren Straßenbau. Ihre Argumente unterstrichen Sie mit Transparenten, Trillerpfeifen und Megaphon. Die Demonstranten versammelten sich dann auch alle auf der Besuchertribüne. Herr Kissing war etwas besorgt, wegen der zahlreichen, offensichtlich sehr emotionalen Besucher. Er bemüht sich nach oben und erklärte den Damen und Herren und Damen die Verhaltensregeln. So ist das Klatschen oder andere Beileidsbekundungen, äh ich meine natürlich Beifall, untersagt.

Die Bürgerfragestunde war dann auch fast ganz in der Hand der Contras. Einer Anwohnerin ging es darum, dass viele ältere und sozial schwache sich das nicht leisten könnten und ihr Haus verkaufen müssen. Sie sind sehr enttäuscht, dass ihr Traum von einem friedlichen Lebensabend zerstört wird. Das ist nachvollziehbar, ich finde hier muss eine Lösung gefunden werden. Die Forderungen des Einwohnerantrages wurden mehrfach unterstrichen. Es waren eigentlich mehr Statements, als Fragen. Schade, dass die Betroffenen ständig durch Zwischen rufe störten und unsachliche Kommentare abgeben. Die Bürgerinitiative hielt sich nicht an die Regeln der SVV. Nach jedem Beitrag wurde geklatscht. Herr Kissing verzichtete auf weitere Ermahnung und lies die Besucher gewähren. Zum Ende der Fragestunde erschienen dann aber doch Mitarbeiter des Ordnungsamtes auf der Tribüne. Die waren aber nicht mehr nötig, denn die Mitglieder der Initiative hatten an dem weitern Geschehen kein Interesse mehr und verließen das Rathaus.

Schade eigentlich, denn Sie verpassten die einstimmige Entscheidung der SVV, die den Einwohnerantrag für zulässig erklärten. Damit ist zumindest die formelle Hürde genommen. Über den Inhalt wird jetzt in den Ausschüssen diskutiert und eine Beschlußvorlage erarbeitet. Das dürfte noch spannend werden.

Die Grünen haben übrigens einen Antrag eingebracht, der den zunehmenden Fluglärm zum Thema hatte. Zusammen mit dem Bürgermeister von Dallgow soll sich unser Bürgermeister für ein Nachtflugverbot einsetzen. Um es kurz zu machen CDU und FDP stimmten dem Antrag nicht zu. Ihnen ist es wichtiger, das Geschäftsleute und Urlauber weiterhin zur Nacht schlaffender Zeit mit dem Billigflieger über Falkensee düsen können. Die Gesundheit der Bürger Falkensees ist Ihnen dabei nicht wichtig. Frau Richstein (CDU), stellte die Zahlen der Statistik in Frage. Dr. Lindner  von der FDP, meinte, dass es ja nur wenige Flüge sind und die Lärmbelästigung nur gering wäre. Herr. Dr. und was ist mit der Luftverschmutzung. Das gerade einem Kinderarzt die gesundheitlichen Risiken egal sind, finde ich befremdlich, wenn nicht sogar erschreckend. Es mag sein, das die Bemühungen eher ein Placebo sind, aber Herr Kunz (Die Linke) hat recht. Es geht darum auch die Grenzen abzustecken damit, falls Tegel doch länger offen bleibt, der Flugverkehr nicht doch zur Belastung wird. Grüne, Linke und SPD stimmten den Antrag zu.

Ansonsten gab es nichts Aufregendes. Der Quartalsbericht des Kämmerers war positiv und kurz. Die Vorschlagsliste der Schöffen wurde ebenfalls abgesegnet. Der Weg durch den Gutspark wird in Zukunft Pfarrer Heinrich Tomberge Weg heißen.

Die Kantschule, genauer das C-Gebäude wird zum Ende des Jahres ein Fahrstuhl bekommen.  Das finde ich wirklich sehr gut. Endlich sind dann die Fachkabinette auch für Menschen mit Handicap zu erreichen.

Nun gut die Tagesordnung war kurz, die Sitzung aber auch nicht wirklich lang. Alle konnten,wenn sie wollten, im Fernsehen sehen, wie der BVB  Real Madrid zerlegte. Das wird aber nicht immer so sein.

Uwe Abel

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