Todesrock Komando aus Griechenland

Mitunter kommt auch etwas Gutes aus Griechenland. Musik nämlich. Gute Rockmusik aus diesen Gefilden ist ja eher selten. Bisher war ich nur auf Bands wie P.L.J. oder Aphrodites Child fixiert. Aus letzter ging ja Vangelis hervor und dann dies. Hurra ich habe was Neues entdeckt, na ja fast. Die Jungs von Nightstalker sind seit 20 Jahren am Start und legen mit Dead Rock Commandos ihr sechstes Album vor. Stoner Rock machen die Jungs um Argyris Galiatsatos. Das passt. An dem Album scheiden sich die Geister, viele Kritiker finden es fehlt der richtige Arschtritt, es wird irgendwie langweilig. Andere kritisieren die Nähe zu Monster Magnet.

Das muss aber nicht von Nachteil sein. Als Vertreter eines Musikstilles wird man immer and den Erfindern und an der Größen gemessen. Im Fall von Nightstalker müssen u.a. Kyuss, Monster Magnet, Pothead oder Master of Reality dafür herhalten. Ähnlichkeiten sind kaum vermeidbar. Trotzdem die Scheibe ist keine bloß Kopie, schon weil auch die vermeintlichen Größen schon lang nichts herausragendes mehr gemacht haben.

Nightstalker sind wirklich staubtrocken, geradlinig und direkt ohne Schnörkel, da passt der andere Begriff für dieses Genre wie der berühmte Arsch auf den Eimer: Desert Rock.

Go get some ist eher ein bedächtiger Opener, langsame Gitarrenriffs. Mit dem ersten Ton des Sängers, ist klar was den Hörer erwartet. Dave Wyndorf ist die erste Assoziation, die einem durch den Kopf geht. Soma ist eine ähnliche Nummer mit einem leichten Psychedelic Touch.

Dead Rock Commandos Der Titeltrack treibt einen fast in den Wahnsinn. Mörderische Basslinie und ein Killerriff zaubern eine Gitarrenwand, dazu ein heftiger Refrain. Dead Rock auf normalen Stimmniveau  und dann ein fast gegrunztes „Commando“.

One Million Broken Promisses ist auch ein schwer im Gehörgang liegende Nummer. Sehr fett Erinnert eher an eine Nummer von Kyuss oder Queens of the Stoneage. Der raue Gesang im Mittelteil und die Gitarrenarbeit lassen eine Liebe zu ZZ Top vermuten.

Children of the Sun, auch ehr wieder so die Richtung von Monster Magnet. Zum Anfang etwas Keybordlastig Space Rockiges Intro. Dann sägt die Gitarrenaxt in die Stille.

Back to Dirt: wieder psychedelischer alles in angemessenen Tempo.

Keystone, oops wo kommen denn auf einmal die Keyboards her. Gibt der Nummer einen leichten Flower Power Touch. Cool Doctor and the Medics treffen Pothead oder ja The Cult geht mir da auch noch durch den Kopf.

Rockaine Dreckie Blues Gitarre am Anfang, wilder Trommelbeat. Raue Nummer, härter und schneller als die Nummern davor.

The Boogie Man Plan, ist dann eher der Schwachpunkt des Albums. Gehört eher in die Kategorie, ja kann man, muss man aber nicht……..

The Underdog. Das Beste kommt zum Schluss. Nun, die Nummer ist schon ein Knaller. Ohrwurmmäßig schraubt sich der Sound in die Gehörgänge.

Fazit: Stoner / Desert Rock der Spitzklasse, tröste über die fehlenden Outputs der anderen Bands hinweg. Gelungene Metamorphose zwischen Kyuss, Monstermagnet und Pothead, gemischt mit einer Priese ZZ Top und Psychedelic. Die Jungs hatten Spaß, das hört man. Auch wenn der Gesang oft sehr an Monster Magnet erinnert ist die Scheibe keine billige Kopie. Die Scheibe kommt als 180gr Pressung in rotem Vinyl auf den Teller.

Uwe Abel

Hörproben:

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