Heveller stoppen Bau der Campushalle

FALKENSEE   Ich hatte mich schon letzte Woche gewundert. Auf der Baustelle unserer neuen Zwillingshalle passiert  ja gar nichts mehr. Na gut dachte ich, vielleicht haben die ja auch Osterferien. Vorgestern herrschte an der Baustelle Hochbetrieb. Nach unserem Einkauf sind wir gleich mal zur Baustelle gelaufen. Fernsehen, ein paar Leute mit Werkzeugen Pinsel und kleine Schaufeln waren dort und natürlich unser Bürgermeister, der sich vom Fernsehen interviewen lies. Ich dachte es wäre wieder ein Unfall passiert oder so. Aber nachdem ich ein paar

Schaulustige befragt hatte und das Interview unseres Bürgermeisters belauscht hatte war ich schlauer. Falkensee ist evtl. um eine Besonderheit reicher.

Am Gründonnerstag, also am 28.03. sind die Bauarbeiter beim ausheben der Grube für die neue Halle auf alte Fundamente gestoßen. Die Bauarbeiten wurden eingestellt, weil man vermutete, es könne sich um historische Stätten handelt. Die herbei gerufenen Archäologe und Experten vom Institut für Völkerkunde und der Freuen Universität bestätigten dies.

Demnach handelt es sich bei den Mauerresten vermutlich um eine Siedlung der Heveller, die bis zum 12. Jahrhundert im Havelland siedelten. Nach ersten Aussagen könnte es sich um eine befestigte Siedlung handeln. Freigelegt wurden bereits ein Brunnen und eine Feuerstelle. Bei den Mauern könnte es sich wohl um Außenmauern handeln. Insgesamt sei alles gut erhalten und muss unbedingt genauer erforscht werden.  Quelle Wikipedia

Da genau liegt mal wieder da Problem. Zwecks weiterer Ausgrabungen wird der Bau der Stadthalle erstmal gestoppt. Sollte sich der historische Fund bewahrheiten, müssten die Arbeiten eventuell eingestellt werden um die Anlage zu schützen. Auf den ersten Blick erscheint der Baustopp ein kleine Katastrophe zu sein Heiko Müller sieht aber nach einem Gespräch mit den Archäologen eine große Chance für Falkensee. Nach Aussage von Prof. Dr. L. Irpa von der Berliner Universität wäre es die erste und damit einzigartige Entdeckung und von absoluter historischer Bedeutung. Damit hätte Falkensee eine einzigartige Sehenswürdigkeit. Die Stadthalle könnte man ja dann anderer Stelle bauen. Nachdem ja der Investor abgesprungen ist, wäre der Platz neben Real wieder vakant.

Ich glaube schon, dass eine historische Stätte Besucher anziehen würde. Eine einmalige Chance für Falkensee, die unsere Politiker hoffentlich nutzen werden.

Uwe Abel

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