Die Touristen kamen im Jahr 1979

Im Jahr 1979 sind sie gekommen, die Touristen. Sie fielen völlig unerwartet in die Musikwelt ein. The Tourists – Reality Effect heißt die Scheibe durch die sich gerade meine Plattenspielernadel den Weg bahnt. Es ist die zweit von drei Lp´s die die Band produziert hat, mit Hilfe von keinem geringeren als Conny Plank. Aber verbirgt sich hinter den Touristen? Später Freunde, viel später.

Schon der erste Song nimmt einen gefangenen. Der Beat, der nölige Gesang, fast weinerlich. Und immer wider dieses Gitarrenriff, das eher sind die 50íger passen würde. Irgendwie schräg. Uwe will tanzen.

Nummer 2 ist eine Coverversion des Bay City Rollers Songs Only wanna be with you. Der hat mich ja schon in meiner Teeni Bopper Zeit vom Hacker gehauen. Ehrlich fand ich nett. Jetzt war ich Punk und Wave Fan. Die Version ist sehr Gitarrenlastig und dan das Handclapping.

In the Morning. Am Anfang scheint eine Orgel zu verenden, erinnert stilistische etwas an die Stranglers.

All Lifes Tragedies, weiß durch feenhaften Gesang zu gefallen. Der zarte Gesang der weiblichen Stimme verschafft einen eine Gänsehaut. Vergeliche mit Blondie fallen einem spontan ein.

Everywhere you Look: Okay irgendwie der Hänger. Kann ja mal passieren. Vielleicht nochmal hören.

So good to be back home again. Blondie trifft, ja wenn eigentlich? Die Rubettes, Bay City Rollers. Gitarrensolo aller Showaddy Waddy. Etwas verstörende ist da schon, aber nicht schlecht.  Schaffte es immerhin in die Top Ten der englischen Charts.

Nothing to Do. Ach nein. Doch! Tanzen und mitwippen. Diese Backgroundvocals diese Stimme; Wow

Circular Fever: Irgendwie trifft sich hier Glamrock ala T.Rex und Sweet mit CCR. Wilde Nummer untermalt vom unvergelichlichen Gesang.

In my mind there sorrows, huch auf einmal ein Spinett. In diesem Stück lässt sich erahnen, welch großartige Kariere sich aus Teilen der Band entwickeln würde.

Something in the air tonight. Steh Blues? Nee, langsame Nummer, die wie durch den sehr eigenen Gesang de Frauenstimme im Duell mit der Schrammelgitarre fesselt. Die männlichen Vocals erinnern hier an Van Morrision. Die Nummer hat auch etwas von It´s all over now Baby Blue. Endet in einem wirren Gitarrenwald.

Summers Night. Huch jetzt noch was von Albert Hammond?. Etwas Folkig. Die irische Fidel trifft spanischen Rhythmus. Nette Nummer.

Also welche Schublade machen wir denn auf. Schwierig. Glam Rock lag im Sterben und auch die Teeni Bopper Bands waren schon beerdigt. Fisher Z waren gerade mit Remember Russia am Start Blondie war auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Zeiten des musikalischen Umbruchs. The Tourists haben Elemente aus beiden Welten genommen und daraus einen eigen Still kreiert. Einfach spannend und immer wieder hörenswert.

Wer waren die Touristen? PeeteCoombes, Eddie Chin, Jim Toomey. Kennt ihr nicht? Tja aus denen ist auch nichts geworden. Wohl aber Dave A. Stewart und Annie Lennox, die 1981 als Eurythmics durchstarteten.

Hörprobe:  

Uwe Abel

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s