Preußenspiegel, Contra und „Die Freiheit“

Das hat mich neugierig gemacht, wer engagiert sich da so in der Bürgerinitiative Contra in Falkensee. Wer sind die Macher? Immerhin ist es Ihnen gelungen über 100 Personen zu mobilisieren, die beim letzten Treffen dabei waren. Teilweise ging es dort recht hitzig zur Sache. Ob die persönlichen Angriffe gegen die Stadtverordneten dabei der Sache dienlich waren bleibt fraglich. Mitunter gingen die Vergleiche bis ins Dritte Reich zurück. Meine Güte die Welt hat sich weiter gedreht. Nicht nur wegen des etwas marzialischen Namens sind einige Leute skeptisch geworden. Contra! kommt doch schon etwas aggressiv rüber.  Das entsprach auch dem Verhalten einiger Mitglieder

Aber wer sind den nun die Macher? Betroffene Anwohner, den es an den Geldbeutel geht, bzw. gehen soll. Bei Geld hört die Freundschaft ja bekanntlich auf. Sprecher der Initiative ist Andreas Breinlich. Herr Breinlich ist Fachanzeigenberater beim Preußenspiegel. Der brachte in der Vergangenheit schon den einen oder andere Artikel über die Bürgerinitiative und bewarb auch an exponierter Stelle die Veranstaltungen. Kein Wunder also das Herr Breinlich „sein“ Blatt auf der Veranstaltung besonders lobend erwähnte. Ist ja auch normal, dass man während der Veranstaltung die Werbeschmonzette und seine Arbeitgeber bewirbt. Sollte so ein Blättchen nicht politisch neutral beleiben.

Der zweite Macher ist Herr Dr. Rainer von Raemdonck, seines Zeichen unter anderem anscheinend Vermieter von Ferienwohnungen und anscheinend Speziallist Fundraising und Sponsoring. Zu diesem Thema hielt er nämlich einen Vortrag beim zweiten Landesgruppentreffen „Der Freiheit“ (Quelle). Ein Partei, die als Islamfeindlich und rechtspopulistisch eingeschätzt wird. Da mit ist aber noch nicht Ende. Herr v. Raemdonck wurde sogar. Zum stellvertretenden Landesvorstand gewählt. Das war am 17.06. 2011. Er hat sich also sehr für die Freiheit engagiert (Quelle). Unbestätigten Meldungen ist der Vorstand aber bereits zum Ende des Jahres wieder aus der Partei ausgetreten (Quelle). Weitere Bestätigungen dazu habe ich leider nicht gefunden. Fakt ist aber, das es anscheinend auch keine weiteren Aktivitäten gibt.  Das heißt aber nicht, das sich die grundsätzliche Einstellung zu den Themen der Freiheit geändert haben muss.

Es bleibt aber die Frage im Raum stehen, ob die Initiative Contra wirklich politisch unabhängig ist. War der Vorschlag, einen Antrag zu stellen, damit sich die Stadtverordneten selbst auflösen ernst gemeint oder nur ein Versuch Aufmerksamkeit zu erzeugen. War die Schärfe und Unsachlichkeit einer Redebeitrag wirklich nur Emotion oder doch vom politischen Einfluss einer rechtspopulistischen Partei geschuldet, die im Vorfeld Öl ins Feuer gegossen hat warum wurde in der Diskussion immer wieder aufs Pflastergeld verwiesen und immer wieder von Reichskasse gesprochen. Sicherlich nicht belegbar, es mach aber den einen oder anderen skeptisch. Wenn man nun mit seiner Unterschrift den Einwohnerantrag unterstützt, hilft man dann bei einem demokratischen Akt oder mach man unterschwellig und unwissend Wahlkampf für die Freiheit? Gibt es noch weitere Verflechtungen im Netzwerk „Der Freiheit“?

Uwe Abel

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5 Kommentare zu „Preußenspiegel, Contra und „Die Freiheit““

  1. meine güte, euer verfolgungswahn ist ja schon krankhaft..eine richtige demokratie muss links und rechts aushalten können.wo sind wir wieder gelandet, meinungsdiktatur und gesinnungspolizei ….aha ! toll !

    1. Das hat mit Verfolgungswahn nichts zu tun. Hier hat ja auch keiner gefordert. Ich stimme Dir zu, dass die Demokratie das aushalten muss, solange nicht gegen Gesetze verstoßen wird. Ich finde aber auch, dass Bürgerinitiativen nicht für politische Zwecke missbraucht wird. Der Bürger hat auch das Recht zu erfahren, wen er da unterstützt. Es ist eine gängige Praxis von rechtspopulistischen Parteien, sich auf diesen Weg Wähler zu beschaffen. Auch das sollte man nicht verbieten, sondern mit demokratischen Mittel „bekämpfen“. Übrigens werde ich den Einwohnerantrag trotzdem oder gerade deswegen unterstützen.

      Uwe Abel

    2. naja, eine Demokratie muss aber natürlich auch aushalten, dass man als aufgeklärter und halbwegs intelligenter Mensch rechtes Gedankengut in Frage stellt und solche Hupen ihre Plattform entziehen möchte, indem man andere Menschen aufklärt. Alles damit wir auch weiter in einer Demokratie leben können. Du kannst ja auswandern, wenn es Dir hier nicht passt.

      1. @marco
        aha, und sie sagen mir natürlich wo bei ihnen rechtspolustisch bzw. rechtes gedankengut an fängt. und ja ,natürlich schreiben sie mir auch vor wie weit ich und vorallem was ich zu denken habe. stadtkewitz ist vorsitzender der“ freiheit“ und war wie einige andere vorher lange mitglied der cdu.ist klar das daß auch rechtsradikale sind lol. was nicht in ihr weltbild passt ,ist eben falsch,schon klar!!!!und auswandern werde ich wohl kaum,da ich wohl patriotischer mit meinem vaterland bin als sie es wohl je sein werden. der satz ist schon eine anmaßung von ihnen.und noch eines,wer islamkritisch ist,ist noch lange kein nazi.wenn sie in einer der grossen deutschen städte wohnen würden ,hätten sie wohl ganz andere sorgen als dieses nazi geschrei permanent.zugegeben gibt es solche aber doch wohl weniger als sie uns dauern weiß machen wollen.ick wohne seit 25 jahren in grossstädten unter anderem in hamburg und berlin.glauben sie mir,angst macht mir hier ein ganz anderes klientel.wenn sie mit ihrer dauertoleranz die unterdrückung der frauen, homophobie,israelhass etc unterstützen wollen müssen sie natürlich gegen die freiheit bzw.gegen sogenannte rechtspopulistische partei sein.irgendwie hab ich das gefühl das man schon verunglimpft wird nur weil man sich zum vaterland bekennt.in aller welt darf man das nur nich in deutschland,da ist man nur der gute wenn man schlecht denkt über sein land.naja da haben die „alt 68er“ gute arbeit geleistet(fischer und konsorten.traurig aber wahr.schönen tag noch

      2. Von Rechtsradikal hat ja keiner gesprochen. Rechtspopulistisch ist das aber schon, wenn man die Ängste vor Überfremdung, den Isalm etc. schürrt. Vielleicht hat die Freiheit es auch versäumt sich rechtzeitig, von bestimmten Dingen zu distanzieren. Dieses Vaterlandsdenken ist doch angesichts der Entwicklung in Europa völlig überholt. Was nich bedeutet, das man nicht stolz auf sein Heimatland sein darf.

        Uwe Abel

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