Der linke Herr Markov

Macht man eigentlich nicht. Also wenn man eingeladen ist schreibt man nichts Schlechtes. Aber wie heißt es so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel. Furchtbar, eine Woche habe ich gebraucht um das Entsetzliche wenigstens in wenige Zeilen zu kleiden der Schock saß einfach zu tief.

Ich hege einige Sympathien für die Linken in Falkensee und so bin ich recht gerne zum Frühschoppen „Der Linken“ am 05.01.2013 gegangen. Als Stargast war der Brandenburger Finanzminister Helmuth Markov geladen. So Politgrößen ziehen ja auch Gäste an. Gute Idee bis zu dem Moment wo der sehr redselige Minister die Büchse der politischen Pandora na namens Flughafen öffnete und in der Folge die Geister des BER Schönefelds nicht mehr loswurde. Warum nur? Der völlig unmotivierte Vortrag wurde von einigen Genossen auch mit heftigem Kopfschütteln bis zu Gesten der blanken Verzweiflung kommentiert. Schuld sind natürlich immer die Andern. Markov sitzt ja selbst im Aufsichtsrat vom BER und wollte sich die Jacke partout nicht anziehen. Er kritisiert auch das Volksbegehren zum Nachtflugverbot.

Das Highlight im negativen Sinne, stellt aber sicherlich die maßlose Untertreibung da, als deren Meister er sich erwies. Der Flughafen wäre ja fast fertig, da fehlen halt nur ein paar Toilettenbrillen. Er verwies die Kritiker in ihre Schranke. Schließlich wären ja leicht Unstimmigkeiten und Verzögerungen bei solchen Großprojekten normal. Normal ist anscheinend auch die massive Wahrnehmungsstörung über den Zustand des Projektes bei dem Thema BER. Alle Kritiker währen ja nur unsachliche Nörgler. Aber es geht noch schlimmer. Zu diesem Zeitpunkt muss Herr Markov bereits gewusst haben, dass der Eröffnungstermin erneut verschoben werden muss. Der Brief von Technikchef Amann über die erneute Terminverschiebung muss ihm bereits vorgelegen haben. Man Herr Markov das war echt „Link“. Die ganze Peinlichkeit dann auch noch so vor aller Öffentlichkeit in Anwesenheit der zahlreich erscheinen Mitglieder der Grünen und von Falkensees Bürgermeister Herr Müller, damit haben Sie ihrer Partei einen echten Bärendienst erwiesen. Komisch, das da keiner einen Rücktritt fordert, denn der wäre nach dieser peinlichen Nummer dringend indiziert. Nicht nur ich fühle mich gelinkt: Abflug Herr Markov, in die bittere Realität.

Uwe Abel

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