Der Tod kommt teuer.

Ja ja, nichts ist umsonst. Nicht mal der Tod, der kostet das Leben. Aber nicht nur das. Auch die Hinterbliebenen müssen tief in die Tasche greifen. Da das letzte Hemd bekanntlich keine solche hat und man somit dem oder der Verstorbenen nicht in dieselbe, also die Tasche greifen kann wird’s mitunter heikel. Denn Beerdigungen sind teuer. Auch hier steigen die Preise.

Darum stand heute auch Die Neufassung der Satzung über die Gebühren für die Benutzung der von der Stadt Falkensee verwalteten Friedhöfe. Der Satz ist so lang, darüber ist bestimmt auch schon jemand gestorben. Kurz heißt das Ganze Friedhofsgebührensatzung.

Der Beschluss wurde natürlich nicht ohne Diskussion gefasst. Dr. Lindner (FDP) wollte wissen, inwieweit der Bodenpreis in die Kalkulation einfließt. Nicht direkt aber der Verbrauch von Boden spielt schon eine Rolle.

Frau Nonnemacher (Grüne/ABü) lehnte die Erhöhung ab, weil sie sowie nicht kostendeckend ist. Herr Thürling setzte noch eins drauf und sprach im Verlauf der Diskussion von Verantwortungslos und Abzocke der Bürger. Er forderte die Verwaltung auf andere Einnahmequellen zu erschließen und damit aufzuhören den Bürgern mit ständigen Erhöhungen von Gebühren in die Tasche zu greifen. Heiko Müller hielt dagegen und rechtfertigte die Erhöhung. Bei der Argumentation erhielt er Unterstützung von Herr Koziolek (FDP), der uns mal kurz den Unterschied zwischen Gebühren und Steuern erklärte und warum daher eine Gebührenerhöhung sinnvoll ist. Ich habe das so verstanden.

Bei der Zahlung einer Gebühr erhält der Bürger eine Gegenleistung. In diesem Fall ein lauschiges Plätzen für sein Erdmöbel. Bei Steuern gibt es halt keine direkt Gegenleistung. Das kann jeder von uns bestätigen. Das Geld ist aber nicht weg, es hat halt nur ein anderer. Wenn also die Gebühren zu niedrig sind, dann müssen zu Deckung Steuergelder her genommen werden. Wir zahlen also dann für die Beerdigung von irgendjemand. Nun ja mit unsern Steuern finanzieren wir ja auch so manche Leiche im Keller unserer Regierung. Da zahl ich doch lieber die Beerdigung meines Nachbarn.

Herr Kunz (Die Linke) brachte es dann auf den Punkt: „Ein wirtschaftspolitisch völlig richtiger Beitrag, aber völlig moralfrei.“ Ja wo bleibt die Ethik? Trotz der guten Erklärung verglich Herr Resing (CDU) dann die Friedhofsgebühren noch mit der Hundesteuer. Ja ja, Hunde wollt ihr ewig leben, aber das brachte uns jetzt auch nicht um. Dann war die das Thema gestorben. Ende der Diskussion und Abstimmung. Trotz 11 Gegenstimmen; ab sofort wir das ewige Ausruhen auf Falkenseer Friedhöfen teurer. Tut mir leid TOD, ich kann mir das Sterben nicht leisten. Ich halte es eh wie Woody Allen. „Ich habe keine Angst vor dem TOD, ich möchte nur nicht dabei sein, wenn es passiert.“ Allen Anderen empfehle ich schon mal jetzt keine Hemden mit Taschen zu tragen. Warum? Ist doch klar: Keine Taschen, kein Griff der Verwaltung um Ihre Gebühren zu bekommen.

Uwe Abel und immer noch sehr lebendig.

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