Transparenz? Bei den Piraten? Da war mal was.

Wasser predigen aber Wein trinken. Das Motto der Piraten, zumindest im Havelland. Mit der Transparenz, die sie fordern ist es im eigenen Hause nicht allzu weit her. Das hatte man schon gesehen, als Oliver Huth von seinem Vorstandsposten zurück getreten war.  Jetzt der nächste Faux Pas.

Frau Domscheit-Berg, die anscheinend mit aller Macht auf die große persönliche Bühne will, schrieb eine E-Mail an die Grünen im Havelland. Zur Erinnerung, die Frau ist „aus Gründen“ bei den Grünen ausgetreten. Na ja, da kann man es ja mal bei den Piraten versuchen. Inhalt ihrer Mail war die Bitte um Unterstützung für Ihren Wahlkreis. Genauer für ihre Direktkandidatur. Ich fand das schon etwas peinlich, diese Bettelei. Solche Piraten in den Bundestag? Das muss verhindert werden.

Interessant ist allerdings, das zwar alle Grünen von dem Inhalt der Mail informiert worden sind, aber anscheinend nicht die Mitglieder die Piraten. Der Interimsvorsitzende der Piraten im Havelland Raimond Heydt stand im Verteiler der Mail an die Grünen. Er hielt es aber nicht für nötig seine Parteifreunde über den Alleingang von Frau Domscheit-Berg zu informieren. Diese hatte Ihre Vorgehensweise anscheinend auch nicht vorher mit irgend jemanden in ihrer Partei abgesprochen. Die Grünen haben basisdemokratisch entschieden, wie wir damit verfahren werden.

Wir sehen also die Transparenz hat auch bei den Piraten ihre Grenzen. Über die Hintergründe kann man nur spekulieren. Auf das Thema angesprochen reagierte Herr Heydt ziemlich gereizt. Immer wenn ich mich kritisch über das Verhalten der Pirten äußere ist das „Gebashe“. Sachliche Kritik wird mit Hetze verwechselt. Wer Kritik übt wird diskreditiert. Mit der Kritikfähigkeit ist es bei den Piraten nicht sehr weit her. Die Veröffentlichung der E-Mail von Frau Domscheit-Berg ist bist dato nicht erfolgt. Die Veröffentlichung passt halt nicht ins Konzept. Schon eigenartig, bei jeder Veröffentlichung von Wiki Leaks Beifall klatschen und Hurra rufen, aber wenn es um eigene Inhalte geht, da ist dann die Empörung groß. Die Piraten verlieren immer mehr an Glaubwürdigkeit. Sie fallen vorwiegend durch peinliche Egotripps auf. Regionale politische Inhalte: Fehlanzeige.   Transparenz wird bei den Piraten nur solange praktiziert, wenn sie persönlichen Interessen dient.  Da ist  gut, das es im Havelland eine verlässliche Größe gibt, die auch die Inhalte der Piraten abdeckt: „Die Grünen“. Eigentlich schade, bisher habe ich für die Havelländer Piraten durchaus Sympathien gehegt.

Uwe Abel

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2 Kommentare zu “Transparenz? Bei den Piraten? Da war mal was.”

  1. Ich verstehe den Bezug zur Transparenz nicht. Eine Kandidatin wirbt für ihre Direktkandidatur, dafür muss sich niemand rechtfertigen. Die Unterstützung gemeinsamer Kandidaten ist auch kein ungewöhnlicher Vorgang, ich sehe den Zusammenhang mit „Bettelei“ nicht.
    Hat die Kandidatin den Grünen gegenüber Angaben oder Versprechungen gemacht, die von Ihren sonstigen Aussagen abweichen? Wenn nicht, sehe ich keinen Mehrwert darin, diese Mails allen Piraten zugänglich zu machen, die haben wichtigeres zu tun als einzelne Mails ihrer Kandidaten abzunicken.

    Dass die Entscheidungen über Unterstützungsanfragen, die sich an eine Partei richten, von dieser basisdemokratisch entschieden werden, sollte doch selbstverständlich sein. Die Bitte um Unterstützung oder bloße Kommunikation dagegen muss kein basisdemokratischer Vorgang sein, solange der anfragenden Partei dadurch keine abzustimmenden Verpflichtungen entstehen.

    Da eine Kandidatin weder Mandatsträgerin noch entscheidende Verwaltungsstelle ist, fällt das Ganze auch nicht in den Bereich politische Transparenz, sondern ist maximal „innerparteiliche Transparenz“.

    Vielleicht hat Herr Heydt recht? Ich kann keinen validen Kritikpunkt erkennen, sondern nur seltsam konstruierte Scheinargumente. Der Beitrag ist tatsächlich Gebashe.

    1. Jaja, und darum sind seid der Aktion von Frau Domscheit-Berg und dem intransparenten Fehlverhalten bereits 4, in Worten vier aktive und zum Teil langjährige Piraten ausgetreten. Ihr seid so ein verlogener und egoistischer Haufen.

      Uwe Abel

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