Eine Art von Manipulation?

Wieder einmal biegt die Märkische Allgemeinheit ihre Bericht Erstattung so, wie des der Kommunalpolitik und den Investoren passt. Inzwischen dürfte es ja auch dem letzten klar geworden sein, die Kommunalpolitik wird von den Investoren bestimmt.

Das da natürlich kritische und sachliche Beurteilungen nicht immer zweckdienlich sind, leuchtet ein.  Nun hat aber Dr. Göschel nicht unbedingt im Sinne der Gegner eines Einkaufszentrums auf dem ehemaligen Trafogelände argumentiert. Er hält es durchaus für realistisch. Warum dann die MAZ aber auch noch die letzen Gegenargumente und möglich Alternativen weglässt oder als unrealistisch darstellt ist ein Rätsel. Durch das Weglassen von Satzteilen usw. entsteht hier ein völlig falscher Eindruck.

Beispiel aus dem MAZ Artikel: Ein großes Ladensterben wird es nicht geben“, prophezeite Albrecht Göschel, „eine Belebung des Vorhandenen ist eher realistisch.“

Na super alles gesagt, wir gehen nach Hause lasst uns das EKZ bauen. Die Läden im Bahnhofsumfeld dürfen jubilieren. Hört sich doch gut an. Nur leider hat Herr K. denn folgenden Nachsatz vergessen, den Herr Dr. Göschel auch noch mehrfach wiederholt hat

Zitat weiter:“ wenn der Einzelhandel Nischen im Servicebereich findet… Es wird Verdrängung stattfinden.“  Hört sich doch schon ganz anders an. Die kleinen Geschäfte stehen vor einem harten Existenzkampf.

In einem Kommentar von Herrn K. heißt es dann: „Es ist eine Illusion, zu glauben, in Bahnhof- oder Poststraße eines Tages flanieren und sich an einer Mischung aus Geschäften und Lokalen wie in Berliner Kiezen zum Beispiel in Kreuzbergs Bergmannstraße laben zu können. So etwas wird es in Falkensee nie geben. Wer das haben möchte, muss zurückziehen in die Großstadt.“

Hier wird vermittelt, dass diejenigen, die dagegen argumentieren keinen Bezug zu Realität haben. Herr K. vergisst hier zu erwähnen, dass Herr Göschel durchaus eine Möglichkeit sieht die Straßen um den Bahnhof so zu entwickeln. Vorraussetzung wäre die Schaffung von Wohnraum in der Nähe. Hier würde sich u.a. das ehemalige Trafogelände eignen. Mann müsste nur einen Investor finden. Illusorisch ist das nicht, wenn auch ein Dickes Brett, welches es zu bohren gilt. Auch die Schlussfolgerung  von Herrn K. ist nicht ganz richtig. Richtiger wäre: „Wer Einkaufszentren will und die Glitzerwelt mit all ihrer Bequemlichkeit will sollte zurück in die Stadt ziehen, denn wie  Herr Dr. Göschel richtig anmerkte sind wir Falkensee davor geflohen und werden jetzt im Prinzip vom Konsumterror eingeholt.

Weiter heißt es in der MAZ: „Shoppingmalls sind nichts Verwerfliches, im Gegenteil. Sie bieten Lebensqualität, können auf ihr Umfeld befruchtend wirken und bringen obendrein Gewerbesteuer. Etwas anderes zu behaupten, ist Heuchelei. Oder Ahnungslosigkeit.“

Was verwerflich ist und was nicht, sollte jeder für sich nach moralischen Grundsätzen entscheiden.  Fakt ist, das EKZ´s Verführer sind, mit dem Zweck die Mensch möglichst lange dort zu binden und sie zum konsumieren zu zwingen. Das dies dann zum sozialen Treffpunkt für Jugendliche hoch stilisiert wird ist auch nicht unbedingt nur positiv zu sehen. Hier die andere Seite als Ahnungslos und als Heuchler zu difamiern ist ein ganz schlechter Stil

Das der Bericht und der Kommentar von Herr K. so unausgewogen daherkommt liegt wahrscheinlich daran, das er der Veranstaltung nicht gänzlich folgen konnten. Er verfuhr nach dem Motto: „Wer später kommt, kann auch früher gehen!“ So versäumte er einige interessante Bemerkung und eine sachliche Diskussion.

Oder ist es doch der Versuch die Bürger zu manipulieren? Welche neutrale oder oppositionelle Informationsquelle hat denn der Bürger um die Artikel der MAZ auf Wahrheitsgehalt zu prüfen?

Uwe Abel

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Ein Kommentar zu “Eine Art von Manipulation?”

  1. Das amtliche Parteiorgan der Falkenseer SPD hat dem Bürgermeister und seiner Verwaltung schon immer nach dem Mund geschrieben. Und der „Lokalchef“ kennt Falkensee auch nur aus dieser Perspektive – soweit ich weiß, lebt er in Berlin, pendelt zum Arbeiten hierher und bewegt sich dann offenbar überwiegend im Kreise der lokalen Polit- und Wirtschaftsprominenz. Den „normalen“ Falkenseer und seine Befindlichkeiten kennt er nicht – das ist in vielen Artikeln und Kommentaren immer wieder deutlich zu spüren.

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