Piraten? Nüscht wie weg!

Die Piratenkogge gleicht im Moment eher einer Galeere mit vielen Ruderern. Im Prinzip ist das ja nicht schlecht, aber…. Wenn nun jeder in eine andere Richtung rudert oder gar nicht rudert, dann ist dass schon mal schlecht. Bei den Piraten kommt noch dazu, dass einige noch zusätzlich Wasser in das leck geschlagene Boot schöpfen oder mal spontan von Bord springen. So erst gerade erst auch kürzlich im Havelland geschehen. Oliver Huth, der Kreisvorsitzende im Havelland schmeißt hin. Nun kenne ich Oliver noch aus meiner aktiven Zeit bei den Piraten und weiß, dass er immer bemüht war eine konstruktive Parteiarbeit zu leisten. Er wollte, dass sich die Piraten etablieren. Das Problem: Andere wollen das anscheinend nicht. Die sind halt auf dem Egotrip. Jeder will Häuptling sein und versteht Mitbestimmung als „jetzt bestimme ich über alle anderen“. Oliver Huth hat das im Artikel richtig beschrieben. „Wir drehen uns um uns selbst und existieren in Entwürfen von Programmen, Positionspapieren und im Wiki. Wer aber ist wirklich kommunal aktiv?“

Genau das war mein Grund für den Wechsel zu den Grünen. Ich hatte gehofft, dass die Piraten lernfähig sind. Stattdessen dreht sich das Personalkarussell fröhlich weiter. Schlimmer noch die Piraten predigen Wasser und trinken Wein. Mit der Transparenz scheint es nicht so weit her zu sein. Offensichtlich wurden sie von den Artikel in der Regionalpresse etwas überrascht. Hätte man vermeiden können. Jetzt wurde mal schnell eine Presseerklärung verfasst. Hier der Originalwortlaut:

„Frischer Wind bei den Piraten im Havelland“ Die Piratenpartei Havelland wählt am 8. Dezember 2012 auf ihrem Kreisparteitag in Nauen einen neuen Kreisvorstand. Die Wahl ist notwendig geworden, da der erste Vorsitzende Oliver Huth (41) am 22. Oktober 2012 von seinem Amt zurückgetreten ist. Oliver Huth hat die Gründe für seinen Rücktritt gegenüber der Partei ausführlich dargelegt und wird auch zukünftig in der Piratenpartei mitarbeiten. Raimond Heydt (38) wurde durch den Landesvorstand kommissarisch mit der Leitung des Kreisverbandes betraut [1].  Die Piratenpartei Havelland dankt Oliver Huth dafür, dass er von Beginn an die Fahne der PIRATEN im Havelland hochgehalten hat. Die Havelländer Piraten erwarten durch ihren anstehenden Parteitag spürbaren Rückenwind. Neben der personellen Neuaufstellung stehen mehrere inhaltliche Anträge zu den piratischen Kernanliegen „Transparenz“ und „Bürgernahe Verwaltung“ auf dem Programm. Der Kreisverband Havelland wurde am 26. April 2010 gegründet und hat derzeit 76 Mitglieder. Für den Wahlkreis 56 (Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I) kandidiert Michael Polte, für den Wahlkreis 58 (Oberhavel – Havelland II) Anke Domscheit-Berg und für den Wahlkreis 60 (Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I) Frank Steinert zur Bundestagswahl 2013 [2].

Tja kann sich wirklich jedes noch so unangenehme Thema schön saufen und reden. Bundesweit sowie regional herrschen Streit und Missgunst und massives Egotrippin. Die wenigen mit klaren Zielen und Verstand resignieren.

In Falkensee ist das nicht anders. Bodo Ruedel aktiver Pirat in Falkensee, der noch sehr engagiert auf dem Stadtfest tätig war hat wegen der ständigen Grabenkämpfe das Handtuch geschmissen. Die Piraten sorgen dafür, dass interne Konflikte nicht nach außen dringen.

Das zeigen auch jüngste Ereignisse. Am 20.11 soll in der Gaststätte Julius ein öffentlicher Stammtisch stattfinden. Raimond Heyt, Interimsvorsitzender, hatte sich erlaubt die Grünen mal zu diesem Stammtisch einzuladen. Er wollte, Zitat „denen mal auf den Zahn fühlen“. Anscheinend gefiel das einem Mitglied nicht und schon ging dass Geschimpfe auf der so genannten Mailingliste los. Zitat:“ Aha, am 20.11.12 ist der nächste Stammtisch in Finkenkrug am neuen Ort.Warum mit einer anderen Partei ? Haben wir nicht genug eigene Arbeit? Werden jetzt durch Dich alle anderen Parteien in Falkensee nacheinander zum Stammtisch Falkensee eingeladen? Wäre vielleicht besser erstmal am Stammtisch über solche Einladungen zu sprechen als vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden wäre mein Vorschlag.

Also da hat wohl jemand eindeutig Problem mit der Transparenz oder wer weiß was noch.  Mal abgesehen davon, das der Stammtisch schon in der Zeitung beworben wurde und unter anderem auch die CDU schon mal Besuch war, scheint sich der Gute wieder nur über die eigenen Probleme Gedanken zu machen. Mal ehrlich, was soll ich als Bürger auf so einem Stammtisch, wenn die Piraten nur über ihre intern Probleme reden, anstatt  zu erklären, wie sie Kommunalpolitik gestalten wollen.

Nee! So kann das nichts werden. So nimmt euch aber keiner ernst  Hier könnt Ihr schon mal mit dem Lerne von den Grünen anfangen. Unsere Stammtische sind öffentlich. Wir hören den Bürgern zu und gehen auch auf die Bürger zu. Schon mal gelesen, was die Menschen so in Falkensee und Umgebung bewegt? Denkt mal drüber nach und werft die Ruderverweigerer endlich über Bord.  Mach endlich ernsthaft Politik oder lasst es ganz. Im Moment seid Ihr eher zum weglaufen.

Uwe Abel

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