Die Linie verloren!

Also, da gibt die Stadt Falkensee also ein Einzelhandelsgutachten in Auftrag. Na gut. Warum auch nicht. Einfach mal den Profi fragen, was für Falkensee gut ist. Natürlich haben die Herren das Gutachten nicht aus Barmherzigkeit erstellt. Ihr wissen teilten Sie natürlich nur gegen klingende Münze. Was der Spaß gekostet hat? Keine Ahnung.

Nun liegt dieses Gutachten schon einige Zeit vor. Nach eingehendem Studium stellt sich nun die Frage: „Was fangen wir damit an?“ Das Gutachten war mehrmals Thema in den Ausschüssen und in der SVV. Das Ergebnis? Die Essenz waren die so genannten Leitlinien für die Entwicklung des Einzelhandels. Dummerweise wurden die Leitlinien bisher nicht beschlossen sondern immer wieder zur Nacharbeit in den Ausschuss zurück überwiesen. Das liegt er anscheinend immer noch, denn seit geraumer Zeit hört man nichts mehr von den Leitlinien.

Da drängt sich der Verdacht auf, dass unsere Verwaltung das Ganze unter den Tisch fallen lassen möchte. Gründe dafür gebe es schon genug. Laufen doch einige Aussagen und Feststellungen aus dem Gutachten den neuesten Projekten unseres Bürgermeisters entgegen.

Das geplante EKZ auf dem ehemaligen Trafogelände, inklusive eines möglichen Media Marktes würde mit seiner Fläche, die für Falkensee verträgliche Einzelhandelsfläche überschreiten. Das Ende für eine mögliche Entwicklung der Bahnhofsstraße. Auch Bipolare Zentren werden im Gutachten negativ bewertet. Gerade solche will Heiko Müller aber schaffen, z.B. neben dem Falkenmarkt an der Spandauer Straße.

Da fragt man sich was soll das? Die Antwort heißt Gewerbesteuer. Die wird dringend benötigt um die Kredite für die Stadthalle zu finanzieren und den Anliegerstraßenbau voranzutreiben. Nicht umsonst wird gerade aufs heftigste um den Haushalt gestritten. Zuerst nur darüber, das Herr Müller offensichtlich diesen so schnell wie möglich beschließen möchte. Die Stadtverordneten blicken durch die neue Doppik nicht ganz durch und fühlen sich überfahren.

Es kann nicht sein, dass ein teueres Gutachten in Auftrag gegeben wird. Es kann ebenfalls nicht sein das darüber diskutiert wird und Leitlinien ausgearbeitet werden und dann einfach unter den Teppich gekehrt werden, weil diese der Verwaltung nicht mehr passen. Diese sollten eigentlich den bestehenden Einzelhandel schützen. Dis Schlussfolgerung: Der bestehende Einzelhandel ist nicht schützenswert, weil größer Unternehmen mehr Steuereinnahmen versprechen.

Uwe Abel

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