Besuch beim Papst? Echt haarig.

Städtereisen sind in Mode. Bei den günstigen Preise, der Lusthansa oder anderer Fluglinien Marke „Never Comeback Airlines“. Lohnt es sich wirklich sich sein Träume zu erfüllen. On London oder Paris, ob Mailand oder Madrid; Hauptsache Italien (Danke Loddar). Wobei Italien, hmmmmm. Nach Rom wollte ich schon immer. Ich wollte auch wie Stoppok singen. „Ich hab´ den Papst gesehen. Also Rom sollte es sein. Aber vorher musste ich noch zum Friseur.

Also ich hin zu meinem Stammfriseur. „Ich will zu Pepe“! “Pepe ist krank“! Och nööö und nun? Woanders hin? „Aber Lucca hat Zeit“. Na ja was soll ´s, also ab auf den Stuhl und nach kurzer Erklärung, wie ich mir meinen Haarschnitt vorstellte, ging der gute Lucca ans Werk. Es dauerte nicht lang und Lucca fing ein Gespräch an, welches dann zufällig bei meiner Tagesreise nach Rom landete.

„Ach, nach Rom, nee ich stamme aus Rom. Dreckige Stadt und alle kaputt alleine das Koleseum, eine wahre Ruine.“ Mit der Lufthansa fliegen sie. Ach die Stewardessen, hässlich und überhaupt der Service furchtbar und das Essen an Bord, furchtbar.“ Mal im Ernst, Lucca bediente alle Klischees und ich glaube kaum dass er sich für weibliche Stewardessen interessierte. Aber es ging noch weiter. „Welches Hotel haben sie denn gebucht? Nein! Das Hilton? Die haben doch Ungeziefer und die Bettwäsche, also DAS möchte ich Ihnen nicht beschreiben. Die Zimmer sind laut und viel zu klein und wenn sie nicht aufpassen, dann klaut man ihnen dort alles unter dem Arsch weg.“ So langsam kamen mir Zweifel, ob meine Wahl so clever war. Aber Lucca war noch nicht am Ende. Er war immer noch am schnippeln. Das lag an den vielen Pausen, die er zwangsweise einlegen musste um seine Ausführungen Gesten reich zu unterstreichen. „Ah Audienz beim Papst, beim Ratzinger. Wann denn? Morgens um 10:00? Also der kommt ja so schlecht aus dem Bett und ist so ein Morgenmuffel, da reicht es wenn sie um 11:30 das sind“.

Endlich war ich fertig. Ich zahlte meinen Haarschnitt, und verabschiedete mich missmutig. Irgendwie hatte ich den Spaß an meiner Reise verloren. Ob ich noch umbuchen konnte? Ging natürlich nicht. Also machte ich mich auf den Weg nach Hause, packte die Koffer und bereitete mich seelisch auf eine Katastrophe vor.

Also am nächsten Morgen zum Flughafen und rein in den Flieger, Das Erste was ich im Flugzeug antraf waren zwei freundliche Damen von der Flugbegleitung. Die waren nicht nur sehr freundlich, sonder auch sehr hübsch. Mit einer habe ich mich für das nächste Wochenende verabredet. Meine Laune wurde ob des Topservice an Bord noch besser. Lucca muss wohl mit einer anderen Linie geflogen sein.

In Rom machte ich eine Stadtbesichtigung. Alles sehr sauber und ordentlich; ein sehr gepflegter Eindruck. Das einzige was kaputt war, war das Koleseum und das musste auch so aussehen. Schließlich ist es eine antike Ruine. Sehr seltsam.

Im Hotel angekommen bekam ich ein Riesenzimmer, das sehr sauber war. Die Bettwäsche wirkte wie neu. Kein Ungeziefer und beklaut bin ich auch nicht worden. Wieder hatte sich Lucca geirrt. Ich wurde misstrauisch und vorsichtig.

Daher war ich schon um 09:45 beim Papst. Der hatte schon auf mich gewartet. Er empfing mich mit offenen Armen und begrüßte mich. Wir sprachen kurz über die aktuelle Weltlage, dann wollte er mich segnen. Ich kniete also nieder und der Papst hielt seine Hand über mich. Den Segen des heiligen Vaters erwartend vernahm ich folgende Worte:“ Mein Sohn! Mein Sohn bitte sag mit welcher Idiot dir so deine Haare verschnitten hat.“

Uwe Abel

P.S. Nein ich war noch nie im Rom. Ich bin Atheist. Die Geschichte entstand während ich auf dem Düsseldorfer Flughafen auf meinen Rückflug nach Berlin wartete.

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