Ein Schlag in die Magengrube

Eigentlich mehr noch. „Gut gemacht. Du bist meine Kriegerin“. Damit hat der Film auch seinen Namen. Kriegerin. In einer Rückblende am Anfang spricht der Opa diese Worte zu  der kleinen Marissa. Die folgenden ca. 100 min zeichnen ein Bild der Neonazi Szene, in Brandenburg, die einem eine Gänsehaut und Beklemmung bescheren. Schonungslos und Gnade zeigt der Film die brutale Realität der deutschen Neonazi Szene. Er zeigt die Gewalt so wie sie der Jugendschutz sie im Film gerade noch zulässt. Er zeigt wie die Jugendlichen manipulierte werden und wie die Eltern machtlos oder unfähig sind gegen den Wahnsinn einzuschreiten. Ob nun allein erziehen oder in der Patchworkfamilie. Sie versagen.

Auch die Seite der Asylanten wird in fast postapokalyptisch wirkenden Bildern gezeigt. Zum Beispiel wie Rasul in einer verlassenen Russenkaserne haust. Die Dialoge sind gelungen und wirken genauso realistisch wie die Bilder des Nachwendedeutschlands Ost. Die Dialoge enthalten mitunter ein Portion Zynismus und Sarkasmus.

Nach dem Film gab es gestern im Leonardo Da Vinci Campus in Nauen noch eine Podiumsdiskussion. Auch der Produzent war anwesend und berichtet über die Recherche zum Film. Die Schilderung macht die gezeigten Bilder und die Story noch realistischer und somit erschreckender. Hinterher hat man das Gefühl als hätte man einen Schlag in den Magen erhalten.

Ein wichtiger Film, der zur Pflicht im Unterricht an den deutschen Schulen werden sollte. Nur in einer drastischen Konfrontation mit dem Thema können die Jugendlichen aufgerüttelt und sensibilisiert werden.

Mehr zum Film: http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegerin

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