Alu statt Plaste?

Ein Schild muss her und das zu Recht. An einer mir nicht unbekannten Geschäftsstelle der Grünen prangt nämlich; genau Nichts! Eine blanke, immerhin grüne Fläche ist dort zu sehen. Das es sich um ein Büro der Partei „Die Grünen/B90“ handelt, erfährt der potentielle Besucher erst bei genauem hinsehen.

Aber Abhilfe naht. Es hat sich jemand angeboten ein Schild anzufertigen und es auch anzubringen. Aus Kunststoff! Wie es aber so üblich ist, müssen noch Vergleichsangebote eingeholt werden. Das wurde natürlich auch gemacht. Ergebnis, das zweite Angebot ist günstiger. Wirklich? Halt doch nicht, weil das zweite Schild aus Aluminium ist. Genauer aus Alu Dibond. Alu-Dibond ist eine besonders stabile und biegsteife Sandwichplatte aus zwei 0,3 mm starken Aluminium Deckschichten und einem schwarzem Kern aus Polyäthylen. Daher ist da gute Stück teuer. Dafür sieht es länger gut aus und hält auch länger, weil UV- und witterungsbeständig.

Daraus entsteht nun eine Diskussion. Lieber Billig und dafür nicht so lange haltbar. Oder lieber schick und dafür mindestens doppelt so lange haltbar. Wohlgemerkt, wir reden hier von ca. 100€ Preisdifferenz. Als ab für uns „Grüns“ die Entscheidung nicht schon schwer genug wäre, wirft jemand  noch einen weiteren Aspekt in die Diskussionsrunde. „Die Produktion des Alu-Dibond Schildes verursacht mehr CO².“

Ah ja, mag schon sein. Woher die Werte zur Beurteilung des Sachverhaltes kommen. Wer weiß. Vermutlich hat man die einfach mal im Kopf. Da wären dann aber noch die Entsorgung und die Belastung für die Umwelt. Wie war das noch mit Plaste und Elaste aus Schkopau? Wann verrottet das Zeug. Okay man kann den Müll ja auch recyceln. Aluminium aber auch.

Aber wie denn nun richtig. Ein Schild häkeln? Oder Ein Jute Banner mit biologisch abbaubaren Farben. Apropos Farben. Da gibt es wirklich was umweltfreundliche. UV-Tinten nämlich. Mehr dazu z.B. hier:  Link

Fazit: Mann kann es auf  die Spitze treiben. Auf jeden Fall sollten Kosten, Umweltverträglichkeit und Haltbarkeit berücksichtigt werden. Immer daran denken, wer billig kauft, kauft zweimal. Trotzdem wäre es mal interessant die genauen Daten zu ermitteln.

Uwe Abel

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Ein Gedanke zu „Alu statt Plaste?“

  1. Dauerhaftes….

    Die „Grünen“ wünschen sich eine dauerhafte Beschilderung, das ist auch gut so! Als uralter Kenner von „Ökobilanzen“ und Werkstoffe und (farbliche) Beschichtungen – nimmt die Alu-Variante!! Hier geht es um die Langlebigkeit, sprich Beständigket ggü Außenbewitterung, Frost, UV-Bestrahlung…. Auch die Plaste-Herstellung (oder erst recht) verursacht CO2-Emission! Ratet mal aus welchem Material die Autokennzeichen bestehen ? Voll Alu-Blech mit Pulver-Lackbeschichtung… warum wohl???? Plaste zerfallen/oxidieren/verpilzen recht schnell bei Außenbewitterung……Oder man/frau baut noch eine Holz-Schutzhaube (für 100,-€) über das Schild – müsste man allerdings auch chemisch gegen Pilzverfall usw. 2- jährlich imprägnieren… Eigentlich unverwüstlich (CO2-neutral) wäre ein Schild aus Eisenholz mit geschnitzter Schrift (OK, der Mensch der Schnitzt atmet auch CO2 aus…). Whoops – geht gar nicht, ist ja ein Tropenholz (geschützt) und würde mit CO2-stinkenden Frachtschiffen quer über die Weltmeere nach Deutschland verschfft… Ach, mach doch was Ihr wollt!!!!

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