„Die Freiheit“ für Ponys – Ist jedes Mittel recht?

Bisher habe ich mich beim Thema Ponyhof zurückgehalten. Ich habe da ein etwas gespaltenes Verhältnis. Ich habe nämlich Tiere gern. Besonders wenn sie gebraten oder gegrillt auf meinem Teller liegen. Ich bin bekennender Anti-Vegetarier. Darf ich dann der Meinung sein, dass Tiere nicht zur Belustigung oder als Sportgerät ausgenutzt werden dürfen? Das ist etwas bigott, nicht wahr? Aber das ist meine Meinung. Nun haben sich zum Ponyhof und den Schafen so viele geäußert, da muss ich meinen Senf nicht hinzugeben. Trotzdem das Verhalten der Tierärztin und des Stadtrates, gerade im Fall mit den Schafen finde ich mehr als eigenartig. Vor allem weil es ja bisher keine Probleme gab. Mir liegt aber etwas anderes auf dem Herzen. Es ist eine Geschichte vom Ausnutzen, Benutzen und Gleichgültigkeit und und. Ein Sache die mich betrüblich stimmt, weil sich Leute mit härenen Zielen von einer rechtspopulistischen Partei zum Sprachrohr degradieren lassen. Geschehen ist die unter anderem auf Facebook. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte werde ich weder die Kopien des Dialogs noch die Namen hier veröffentlichen.

Angefangen hat es in der Gruppe: “Rettet den Ponyhof und gefährliche Schafe in Staaken“. Ein Mitglied postete diesen Artikel, der auf dem Blog Journalistenwatch.com zu finden ist. (Zum Artikel hier klicken) In der Folge des Threads wird auch weiter Kritik an Herrn Paolini geübt, obwohl man zugibt ihn nicht besonders gut zu kennen. Na ja, eigentlich noch nicht so schlimm. Schlimm ist aber das Journalistenwatch ein Instrument der rechtspopulistischen  Partei „Die Freiheit“ ist. Die dort erwähnte Duggen ist übrigens Beisitzerin im Vorstand dieser Partei. Was der Artikel verschweigt ist die Tatsache, dass Frau Duggen sich nicht an die Spielregeln der Einwohnerfragestunde gehalten hat und dies für billige Parteinwerbung missbraucht hat. (Hier nachzulesen).

Der Artikel ist die übliche Tatsacheverdrehung von solchen Leuten. Schlimm ist das diese Lügen dann auch noch weiter verbreitet wird. Schlimm ist auch, obwohl man sich anderorts von „Der Freiheit“ distanziert hat, die Partei auch noch verharmlost und deren Unterstützung willkommen heißt, Frei nach dem Motto wer Tier leibt kann ja kein schlechter Mensch sein. Egal ob Massenmörder oder Islamhasser, Hauptsache bei unserem Thema ist er unser Meinung. Zum Vergleich, auch Hitler war ja ein netter Mensch, hat er doch Deutschland Arbeit und die Autobahnen verschafft. Da kann man doch auch mal ruhig darüber hinwegsehen, das er für den Tot von Millionen von Menschen verantwortlich ist und die Welt in den so benannten zweiten Weltkrieg und damit ins Chaos gestürzt hat.

Nun so weit wird es vermutlich nicht kommen mit „Der Freiheit“, trotzdem heißt es auch hier wehret den Anfängen. Die Strategie der rechten Parteien ist klar. Themen besetzen, die viel Bürger angehen und bewegen, Tierschutz, gegen Kindesmissbrauch. Hiermit erzeugen sie Aufmerksamkeit und schaffen sich eine Plattform. Sehr clever und unterschwellig du daher sehr gefährlich.  Die Ignoranz,  die Gleichgültigkeit haben seinerzeit zu einer Fehleinschätzung geführt und Hitler und seine NSDAP verharmlost. Ein Anfang vom Ende.

Ich würde mir wünschen, dass die Ponyhofinitiative ein deutlicheres Zeichen setzen würde und den Herrschaften keine Plattform mehr bieten würde. Ansonsten könnte man den Eindruck bekommen, dass man vielleicht sogar mit ihnen sympathisiert. Das werden dann die Gegner der Ponyhofinitiative gnadenlos ausschlachten. Schlimmer wäre es aber wenn die Initiative um den Ponyhof mit Hilfe der Partei Erfolg hätte und „Die Freiheit damit in den Nächsten Wahlkampf zieht und Stimmen damit fängt. Aber gerade das finden einige Mitglieder der Initiative nicht mal schlimm. Ein Fall für jede antifaschistische Organisation und für das Bündnis gegen Rechts.

 Uwe Abel

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3 Kommentare zu „„Die Freiheit“ für Ponys – Ist jedes Mittel recht?“

  1. Ich erinnere mich an meine Jugend in München, wo es üblich war – und vermutlich heute noch ist -, dass in jedem Bezirk einmal jährlich eine Bürgerversammlung mit dem OB oder einem seiner Stellvertreter stattfand, wo Jeder hingehen, sich zu Wort melden und den Bürgermeister mit Kritik, Fragen und Vorschlägen zur Kommunalpolitik konfrontieren konnte.

    Es war bei diesen Veranstaltungen gang und gäbe, dass jedesmal mindestens zwei bis drei DKP-Leute sich zu Wort meldeten, und selbstverständlich nutzten sie das Forum, um für ihre Partei und deren Anliegen zu werben.

    Ebenso selbstverständlich war, dass der damalige Oberbürgermeister Kiesl von der CSU allen Rednern, auch denen von der DKP, aufmerksam zuhörte und die Redebeiträge sachlich und höflich beantwortete.

    So verhalten sich zivilisierte Demokraten. Und wer glaubt, sich als gewählter und allen Bürgern rechenschaftspflichtiger Mandatsträger anders verhalten zu dürfen, ist nicht nur kein zivilisierter, sondern überhaupt kein Demokrat.

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