Bewegung ins Zentrum?

Falkensee  So langsam frage ich mich wie aktuell unsere „Märkische Allgemeine“ ist. Oder liegt es wirklich am Sommerloch, dass man versucht in den Sommermonaten alte Themen, angereichert mit neunen Details, als neu zu verkaufen. Irgendwie bekomme ich jetzt so eine Art Deja Vu. Ist aber nich schlim, so machman sich wenigstens weiter Gedanken über da Thema

Architekten investieren in Wohn- und Geschäftshaus an der Falkenseer Poststraße  

So die MAZ heute. Mal abgesehen davon, dass Frank Winkler bereits im März 2012   darüber geschrieben hat, lohnt es sich aber darüber nachzudenken, was diese Nachricht für unser „Zentrum“ bedeutet.

Die Idee mit der Entwicklung eines Zentrums am Bahnhof zu beginnen halte ich grundsätzlich für eine gute Idee. Bekommen hier doch möglich Besucher einen ersten Eindruck von unserer Stadt und für den gibt es bekanntlich ja keine zweite Chance.Irgendwo muss man ja auch anfangen oder? Es handelt sich also um das Gelände, wo früher ein Intershop und dann die Möbelbörse angesiedelt waren. Ein vierstöckiges Geschäftshaus soll dort entstehen. Grundsätzlich auch okay. Über die Unternehmen, die sich dort ansiedeln kann, darf und muss man aber noch reden. Auch wie sich dann das weiter Umfeld gestaltet ist ein spannendes Thema. Gegenüber gibt es ja auch noch ein freies Grundstück. Wie wäre es mit einem Shop, der z.B. Sportbedarf anbietet. Passt ja auch zu neuen Zwillingshalle.  Passt das überhaupt ins Konzept, wie werden den die künftigen Rahmenbedingungen aussehen?

Die Richtlinien für den Einzelhandel kreisen immer noch durch die SVV, anscheinend eine schwere Geburt. Derweil kursieren verschiedene Szenarien, wo, wie und wann sich Einzelhandel oder sogar klein Einkaufszentrum ansiedeln sollen.  Das findet nicht immer nur Zustimmung, zumal vieles einer möglichen Zentrumsgestaltung entgegen läuft. Herr Müller (SPD) unser Bürgermeister, der sich sogar am Wochenende darüber Gedanken macht, versichert zwar immer, dass jede Ansiedlung von Einzelhandel geprüft wird und eine Verträglichkeitsstudie gemacht wird, aber reicht das? Es bedarf endlich einer klaren Linie, damit alle Beteiligten Planungssicherheiten haben. Auch das hat Heiko Müller schon festgestellt, also nichts neues.

Im aktuellen Fall geht es mir darum, das hier ein Bio-Supermarkt mit einem Frischemarkt und eine Biobäckerei angesiedelt werden soll. Konkurrenz als für die Biofreunde und das Bio Backhaus in der Bahnhofstraße? Letzteres wohl nicht, da es sich um eine weiter Filiale handelt. Wirklich ein großes Fragezeichen und eine schwierige Aufgabe für die Verwaltung. Passt das zur Ecke Hansa/Postraße? Inwieweit ist das Konzept für die bereits ansässigen Geschäfte von Nachteil?

Konkurrenz belebt ja das Geschäft oder? Kann aber ein kleiner Einzelhandel mit einer großen Kette preislich und in der Angebotsfülle mithalten? Das wird schwierig und geht in diesem Fall nur, wenn man sich spezialisiert. Das haben die Biofreunde bereits getan, z.B. mit ihrem Mittagstisch. Die Qualität wird´s sein, die den Ausschlag gibt. Außerdem gebe ich dem Kommentator auf Facebook recht, das bei 40.900 Einwohnern  eigentlich kein Problem entstehen dürfte.

Bio Supermärkte gibt es ja bereits in Spandau einige. Vielleicht geht die Rechnung ja auf und einige Kunden, die bisher nach Spandau gefahren sind, bleiben dann in Falkensee. Es ist auf jeden Fall gut, dass sich etwas bewegt. Wer davon partizipiert und wer nicht, sind reine Spekulationen. Ich hoffe, dass es am Ende nur Gewinner gibt. Damit es dazu kommt, sind aber alle Beteiligten gefordert.

Uwe Abel

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2 Kommentare zu “Bewegung ins Zentrum?”

  1. Ach hör mich auf, wenn ich Verträglichkeitsstudien lese wird mir schlecht. Wir versuchen seit 2 Jahren eine Tanzschule in Falkensee zu eröffnen, aber tatsächlich sind die Auflagen im „Zentrum“ so hoch, dass man quasi ins Industriegebiet gedrängt wird.
    Soll mir mal einer erklären wie da Leben ins Zentrum kommen soll.

    1. Da hat der Herr Schuh recht. Das liegt vermutlich daran, das man hier vermutlich nicht genug an Steuern einnehmen kann. Auch die Investoren werden sich ihre Mieter sorgfältig aussuchen. Vermutlich kann man nur mit einem sehr schlüssigem Konzept und einer sehr soliden Finanzierung punkten. Eine Tanzschule in unmittelbarer Nähe zur neuen Halle finde ich gut. Schon mal mit den Investoren gesprochen. Wie sieht es eigentlich mit einer Nutzung in der neuen Zwillingshalle aus? Zugegeben, was Tanzschule angegeht, kann ich als alter Headbanger nicht so richtig mitreden, aber moralisch unterstütze ich das Anliegen von Herrn Schuh.

      Uwe Abel

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