Fantastik AG

Bei dem Wetter kann man ja im Urlaub nur eines machen: Lesen. Nun gibt es ja viel Literatur im Bereich der Fantasy und Sience Fiction. Aber wirklich gute ist schwer zu finden. Ich bin ja ein Fan der humoresken Fantasy und ein Fan der Scheibenwelt von Terry Pratchett. Parallelwelten fand ich schon immer spannend. Eher durch Zufall stieß ich auf den Titel von Jan Oldenburg – „Fantastik AG.

Auf den Klappentext gebe ich normalerweise nicht so viel. Die Bezeichnung „ —verrückteste Stück Literatur seit Walter Moers“ passt auch nicht. Die Story erinnert eher an eine Hardcore Version von „Die unendliche Geschichte“ nur viel spannender und auch viel lustiger. Allerdings kommt im Laufe des Buches noch eine Brise „1984“ von Orwell dazu. Trotzdem in eine Schublade passt das Buch nicht.

Ein Professor. Ein Student. Eine ferne Welt. Dazu nehme man ein Haufen größenwahnsinniger Kobolde. Das kann einfach nicht gut gehen. Hört sich aber unterhaltsam an. So kommt es auch. Das Studien Fach Phantastik von Professor Welk ist schlecht besucht: Von einem einzelnen Studenten. Nach Absetzung des Studienganges und der Entdeckung eines verloren geglaubten Geheimnisses landen beide in der fernen Welt. Hier hat sich anscheinend einiges verändert. Verändert haben sich mit dem Übergang auch die beiden Protagonisten.

Das Buch ist lustig geschrieben ohne peinlich zu werden. Der Humor ist fein dosiert und man kommt teilweise nicht aus dem Schmunzeln heraus. So begegnet man dem einen oder anderem Klischee aus der Fantasie-Welt, aber wie gesagt es ist nichts mehr so wie es einmal war.  Selbst Drachen……..Aber das müsst Ihr schon selbst herausfinden.

Insgesamt eine kurzweilige Geschichte. Das Buch war schwer aus der Hand zu legen und relativ schnell durchgelesen. Da lernt man einen eigenartigen Fährmann kennen. Einen Held mit Namen Erakles, der auf der Suche nach dem verlorenen Tempel, der sich dann als etwas gänzlich anderes entpuppt. Der Held muss anschließen zur Therapie. Wir lernen auch HÄ den Gott der Blödheit kennen. Aber Eigenartiges geht in dieser Welt vor. Der Student muss sich immer wieder Prüfungen unterziehen, sowohl denen der neuen Welt, als auch den Prüfungen des Professors, der ihn damit, nun ja, erpresst.

Leseprobe: „…..es steht alles in den verschollenen Chroniken. Sie wissen, was die verschollenen Chroniken sind sagte er im Prüfungstonfall.“ „Natürlich“ log der Student. „Ich höre?“ „Die verschollenen Chroniken, “begann Theodor, der plötzlich zu schwitzen anfing, “.. sind die berühmten Chroniken, die….“. „JAAAA?“  „ verschollen…..sind.“

Fakt ist die „Verlorenen Chroniken“ müssen anscheinen neu geschrieben werden. Richtig dramatisch in Anführungszeichen geht es zu, als unser bedien Helden dann die Fantastik AG kennen lernen. Denn hinter allem steh natürlich ein finsterer Plan. Hier wird dann auch auf heiter-ernste Art auch unserer Gesellschaft der Spiegel vorgehalten. Auch das Fernsehen mit seinen Castingshows bekommt sein Fett weg.

Wenn das Buch einen Schwachpunkt hat, dann den, das es zu kurz ist. Man möchte ewig Weiterlesen. Aber es gibt ja Hoffnung. Fazit: Lesebefehl für alle Fantasy-Fans! Eine unterhaltsame und kritische Story mit feinem Zynismus und einer Prise Sarkasmus.

Uwe Abel

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Ein Kommentar zu “Fantastik AG”

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