Am Zentrum vorbei geredet?

Am 21.04.2012 fand im ASB die Werkstatt „Zentrumsentwicklung Falkensee“ statt Am 21.05 wurden nun also die Ergebnisse vorgestellt.

Herr Prof. Dr. Ing. Herbert Staadt fasste nachdem er noch einmal die Themen und Inhalte der Werkstatt zusammengefasst hatte das Ergebnis in Kurzform zusammen. Die drei Arbeitsgruppen Verkehr, Städtebau und Freiraum sind dabei zu sehr ähnlichen Schlussfolgerungen gekommen.

Eine zweite Anbindung der Scharenbergstraße ist notwendig. Allerdings nicht durch die Verlängerung der Seegefelder Straße, sondern über die Straße „Am Gutspark“. Der Standort der alten Stadthalle bietet eine Chance zur Zentrumsgestaltung. Es gibt noch mehr interessante Punkt, die erarbeitet wurden.Auf Anfrage sende ich die komplette Auswertung gerne per Mail zu.

Wie versprochen durfte dann die Bürger ran und Fragen stellen. Vorher hatte aber noch Frau Ott die Gelegenheit einen Redebeitrag zu liefern. Frau Ott vertritt die Investoren des Gebäudes, wo auch Karyatis ansässig ist. Dort ist ja auch ein hoher Leerstand zu verzeichnen. Es gibt Pläne, das Gebäude etwas umzugestalten und auch den Platz hinter dem Gebäude attraktiver zu gestalten. Frau Ott sagte auch dass es schwer fiele etwas zu planen. Gewerbe und Investoren hätte keine Planungssicherheit, was das Zentrum angehe. Das ist in der Tat der springende Punkt. Auch in der folgenden Diskussion hatte man eigentlich das Gefühl etwas aneinander vorbei zu reden.

Worum geht es eigentlich jetzt wirklich. Hat diese Werkstatt mit dem momentanen Problem oder der Aufgabenstellung etwas zu tun? Aktuell muss eine Änderung Bebauungsplan F 17A „Zentrum Campus“ und andererseits der Umsetzungsplan für das Sanierungsgebiet „Zentrum“ vorangetrieben werden. Laut dem Bürgermeister sollen aber nur Punkte angefasst werden, die akut den Bau der Zwillingshalle betreffen. Das ist auch sehr vage dargestellt. Wir werden uns die Änderungen sehr genau ansehen und prüfen müssen, welche Auswirkungen diese auf das Zentrum haben. Vorweg geschickt, am Standort ist nichts mehr zu ändern, auch wenn es jetzt im Nachhinein die eine oder andere Idee gibt. Schade, dass erst die Werkstatt dazu geführt hat, den Standort zu hinterfragen und anzuzweifeln. Ein Problem scheint das Thema Parkplätze zu sein. Herr Müller geht zwar davon aus, das die vorhanden Parkplätze ausreichen sind, sicher ist er aber nicht. Daher muss man im Härtefall evtl. auf die vorhandenen Parkplätze vor der alten Stadthalle zurückgreifen. Das Thema Parkplätze wird und auch in Zukunft begleiten. Egal was im Zentrum entstehen wird, Parkplätze müssen wohl sein. Herr Lenkitsch  vertritt die Meinung, dass man nicht wertvolle Fläche im Zentrum verschwenden sollte, sondern eventuell in die Höhe gehe sollte.

Aber was nun?. Wie sieht unser Zentrum aus. Bevor wir über die Straßenführung reden müsste man wirklich wissen, was dort entstehen soll. Herr Müller spricht über Funktionen, aber welche sollen das sein? Eines steht jedenfalls fest, die Stadt wird dort nicht investieren. Das soll ein privater Investor tun. Was bedeutet das? Bleibt die alte Stadthalle so lange stehen, bis ein Investor den Abriss finanziert oder erfolgt der Abriss und es bleibt eine leere Fläche. Leider viel mir die Frage erst später ein.

Aber es blieben noch viel Fragen offen. Zum Bespiel, wie die einzelnen Studien und Projekte zusammengeführt werden können. Alles Einzellösungen, grundsätzlich gute Ansätze Ideen, die aber evtl. auch kontraproduktiv sind. Nehmen wir mal z.B. das Bipolare Zentrum, das ja noch um ein weiteres Gewerbegebiet erweitert werden soll. Herr Müller zerstreute die Bedenken und sagte, dass das Zentrum Priorität habe und bevor da etwas passiert auch noch Verträglichkeitsstudien erstellt werden. Was fehlt aber? Das große Ganze. Eine Studie ein Plan, der alle umfasst und auch die Wechselwirkungen berücksichtigt. Das stellt auch Herr Lenkitsch fest, der eine Plan Stadtentwicklung Zentrum fordert.

Wie geht es jetzt weiter? Wie gesagt erst mal muss jetzt der Bauantrag für die neue Stadthalle auf den Weg gebracht werden. Übrigens auf das Aussehen der Halle werden die Bürger keinen Einfluss mehr haben. Auch hier geht Funktionalität vor Design. Mich hätte ja mal die Meinung von Herr Prof. Dr. Staadt zur Zwillingshalle interessiert. Dazu wollt er sich aber nicht äußern. Aber wie heißt es so schön, man kann nicht Nichts sagen. Sein Gestik und Mimik würde ich so interpretieren, dass er das Projekt nicht uneingeschränkt gut findet.

Nun immerhin scheint der Bürgermeister Wort zu halten und will die Bürger weiter beteiligen. Er will sogar eine Bürgerbefragung durchführen. Egal wie diese ausgeht und die Gestaltung des neune Zentrums aussieht, die Abgeordneten wollen sich daran halten. Das Dumme ist nur, das es wenn das jetzt auf die lange Bank geschoben wird eventuell vorher noch eine Kommunalwahl stattfindet. Da könnte es theoretisch auch einen neuen Bürgermeister und andere Mehrheitsverhältnisse geben. Von Planungssicherheit kann also keine Rede sein.

Daher ist es aus meiner Sicht die IG Zentrum auch ein Konzept erstellt über das möglichst bald abgestimmt werden kann.

Uwe Abel

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2 Kommentare zu “Am Zentrum vorbei geredet?”

  1. heute IGZ Treffen: Konsens weiterhin ist: kein Parkplatz auf dem Filetstück stattHalle. parkplätze werden gebraucht, aber geordnet (Bürgeramtsparkplatz erweitern?, Ringpromenade ausbauen, auch als Schulwegsalternative für eine größere Sicherheit der Kinder). Geplant ist ein Workshop, in den die Ideen der bereits stattgefundenen Workshops zur Zentrumsentwicklung einfließen sollen. Welches Zentrum will ich? Welche Funktion soll es haben? Wir möchten gern ein Gesamtkonzept entstehen lassen…mit den FalkenseerInnen…
    K.K.

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