Das Jahr Null

Oder der Englische Original Titel Year Zero ist ein Surferfilm Der Soundtrack zu einem Surferfilm? Da erwartet man doch eher Beach Boys oder irgend etwas anderes. Nun dieser Film ist anders. Postapokalyptisch eben. Das Jahr Null nach was auch immer. Der Mayakalender lässt schön grüßen. Vorweg geschickt ich habe den Film von Joe G. nicht gesehen, was ich vermutlich aber bald nachholen werde. Es geht mir um die Musik von Black Mountain, den kanadischen psychedelischen Stoner Rocker aus Kanada. Die Musik passt wie der Arsch auf den berühmten Eimer. Nebenbei sind die Herrschaften von Black Mountain neben Crippled Black Phönix meine derzeitigen Favoriten. Der Longplayer kommt mit neun Songs daher. Einfaches Vinyl, dem noch ein Download beilegt. Das erspart mir das lästige rippen um meine Scheibe auch im Auto zu genießen. Wobei Auto tauglich ist die Scheibe nicht immer. Aber egal. Schon das letzt Album Wilderness Heart, riss mich aus dem Sessel https://rincewind1964.wordpress.com/2010/10/04/black-mountain-wilderness-heart/

Eine Steigerung ist das Album nicht unbedingt. Sind doch vier Songs bereits auf älteren Alben erschienen. Aber die fünf neuen Song haben es auch in sich. Die Musik besitzt einen Wiedererkennungswert ohne sich selbst zu kopieren und man entdeckt neue Facetten. Unverwechselbar auch der Gesang von Amber Webber, ein Mischung von Nico (Velvet Underground) und Kate Pierson (B52´s). Aber zu den Songs im einzelnen.

Phosphorescent Waves: Der Opener mit einem düsteren Intro, feenhafter Gesang. Wo sich die Herrschaften ansonsten Orgel und Synthiemäßig an Hepp und Purple orientierten kommen hier auf einmal ganz andere Bands ins Spiel. Das hört sich doch nach Jarre an, neee doch nicht Vangelis, Eloy oder doch Tangerine dream. Da hilft euch nur die Hörprobe am Ende des Blogs.

Bright Lights: Das Teil ist soooooo lang und überrascht mit seinen Wechsel immer wieder. Gerade wenn das Stück zu Ende scheint geht es wieder richtig los. Beginnt irgendwie leise, wie aus der Ferne. Okay die Jungs haben die Eltern der Band hatten anscheinend auch die eine oder andere Floyd Platte im Schrank. Dann wird es etwas dramatisch und das ganze erinnert einmal mehr an Velvet Underground. Dann wird es wider ganz leise, fast akustisch. Dann geht plötzlich das Gitarrengewitter los und zwar mächtig, wie seinerzeit Kyuss oder Queens at the Stoneage. Immer noch kein Ende wieder Floyd ala „ Set the controls to the Heart of the Sun“ auf einmal vermischt sich alles zu einem geordneten Chaos und geht heimlich und nahtlos zum nächsten Song über.

Mary Lou: Der Song kommt von Anfang an mächtig gewaltig und walzt in aller Breite durch den Raum. Ein atmosphärischer Teppich, der ein völlig in sein Bann zieht. Man vergisst die Zeit und ist irgendwie überrascht als er endet.

Embrace Euphoria: Der Opener für die zweite Seite erinnert mich an den Soundtrack von Vangelis zum Film „Bladeruner“ mit Spoken Words von Amber. Irgendwie mystisch gruselig.

Tyrants: Die ersten Töne wehen mein schütteres Haupthaar nach hinten. Maschinengewehrartgig werden hier die Drums bearbeitet. Der Keyboardpart erinnert zuerst an Eloy oder Ego on the rocks. Dann wird das Tempo herausgenommen und es wird wieder sehr düster. Mehrfache Tempowechsel machen den Song unheimlich spannend. Spannend auch die Drums im Zwischenteil die dann den Song zum Finale treiben. Der Epilog ist wieder leicht folkig und leitet mit einer Brandung zum nächsten Song über.

Modern Music: Sixiteis Garage Rock meet the B´52? Das erinnert jetzt doch irgendwie an typische Surfer Mucke aber halt von Velvet Underground.

In Sequence: Wie jetzt? Das erinnert doch an Flash and the Pan mit typischen 80iger Jahre Beat? Wären da nicht die verzerrten Gitarren im Hintergrund. Industrial? Durchaus Tanzbar, wenn man Parties in stillgelegten U-Bahnhöfen liebt. Absolut hammergeile schräge Nummer. Bei welchen Elektroniker haben die nur die Synthie Sequence geklaut?

Wilderness Heart: Der Titeltrack von “Wilderness Heart”, dem Vorgänger Album. Düster psychedelisch bedrohlich. Rockt, rumpelt, nicht unbedingt genial und der stärkste Song. Aber immer noch eine Klasse für sich. Shake your Heads. Erinnert sich noch jemand an Whale? Das waren Schweden. Der Song „Pay for me“ passt hier auch ganz gut.

Breathe: Floyd? Neee, richtiges Gitarengeschrammel zum Anfang. Eher Velvet Underground, wieder mal. Irgendwie spürt man, dass das ende naht. Das Ende der Platte wohlgemerkt.Fazit: Die Mischung macht es. Bis auf Wilderness Heart war die Platte ein Neuentdeckung für mich. Selten so etwas abwechslungsreiches gehört. Ich freue mich schon auf die nächste offizielle Scheibe der Kanadier. Hier die versprochenen Hörproben:

 
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