Heiko Müllers Zeitreisen

Falkensee   Die Zukunft Falkensees ist gesichert. Unser Bürgermeister Heiko Müller (SPD) hat die Zeitreise entdeckt. Anders ist es nicht zu erklären, das er Entscheidungen von morgen schon gestern veröffentlichen kann. Zeitreisen also. Allerdings suchte ich den De Lorean aus „Zurück in die Zukunft“ vergeblich auf dem Parkplatz des Bürgermeisters. Dasstand nur so ein komischer Audi.

Aber mal im Ernst. Nichts ist mit Zeitreisen. Frau Nonnemacher (Grüne) hatte noch eine Anfrage auf die Tagesordnung der SVV setzen lassen. Sie wollte wissen warum der Beschluss zum B-Plan F87, also dessen Auslegung zur Beteiligung, bereits im Amtsblatt vom 21.03.2012 veröffentlicht wurde, obwohl die Entscheidung erst am 28.03.2012 in der SVV getroffen wurde. Wir erinnern uns, dass Konzept zum Falkenhagener See ist ja, um es vorsichtig auszudrücken, nicht ganz unumstritten. Darum ging es ja in dem B-Plan.

Bürgermeister Heiko Müller gab zu, dass er Glück gehabt hätte. Die Entscheidung wurde vorzeitig verkündet, weil er von einer positiven Entscheidung ausgegangen ist und die Fristen für die weiter Schritte nicht gefährden wollte. Es ging ja um die Bekanntmachung der Öffentlichkeitsbeteiligung. Also doch eher Glaskugel als Zeitreise. Er versuchte das ganz humorvoll hinzustellen. Frau Nonnemacher verkniff sich einen weiteren Kommentar und lies den Faux Pas im Raum stehen, der sicher einige zum Grübeln gebracht hat.

Die Frage was wäre gewesen, wenn die Entscheidung anders ausgefallen wäre? Dann hätte hier eine vorsätzlich Falschmeldung gestanden. Wäre aber nicht passiert, dank Müllers Fähigkeit durch die Zeit zu reisen. Oder war stand das Ergebnis der Abstimmung schon ungefähr fest, weil sich SPD und CDU abgesprochen hatten. Das hat Herr Müller natürlich dementiert.

Bei der Art, wie hier politische Entscheidungen getroffen und gelenkt werden, können wir das Thema Zeitreis getrost in das Reich der Fantasie verbannen. Wo kämen wir den da auch hin? Dann könnte ja unser Bürgermeister schon verkünden dass die Nordumfahrung nicht gebaut wird, der Seegefelder Anger grün wird und er 2014 abgewählt wird. Na ja, man wird ja noch träumen dürfen. Begrüßen wir die Zukunft, wo das Morgen schon gestern war. Das könnt auch Herrn Mülle weiterbringen, Das Argument für seine eine oder andere Entscheidung oder Begründung um seine Entscheidung zu stützen ist die Zeitnot oder der Zeitdruck unter dem er und die Verwaltung steht. Anscheinend ein Dauerzustand.

Wen er so weitermacht, der Bürgermeister, dann dürfen wir der Relativitätstheorie von Einstein bald eine neue Komponente hinzufügen: Die Müllerische Paradoxe (pi*t²-E=mc²)!

Uwe Abel

Advertisements

Ein Kommentar zu “Heiko Müllers Zeitreisen”

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s