ANGER (engl.) – Zorn, Ärger, Verärgerung

Falkensee Falkenhagener Anger bedeutet also auf Englisch, Falkenhagener Verärgerung? Zu diesem Schluss und dem mehr oder weniger passenden Wortspiel könnt man kommen, wenn man bei der letzten SVV anwesen war.

To Punk 8 Ds. Nr. 6097 Auslegungsbeschluss zum B-Plan F9 „Falkenhagener Anger“ stand auf der Einladung. Klingt nicht sehr bedeutungsvoll und es ist ja gut wenn der B-Plan ausgelegt wird und die Öffentlichkeit beteiligt wird. Vorweg gesagt, das tut aus meiner Sicht auch dringen Not. Warum das so ist hat in der SVV Frau Nonnemacher (Grüne) erklärt.

Fakt ist, dass bereits 2006 ein Beschluss zum B-Plan „Falkenhagener Anger“ gefasst wurde. Seinerzeit wurden zwei Varianten zu Abstimmung vorgestellt. Die 2. Variante sah keine weitere Bebauung vor und war im Sinne der Anwohner und derjenigen, die den Anger schützen wollen. Die Zählgemeinschaft entschied sich mit 18 Ja-, 12 Neinstimmen und 5 Enthaltungen für die Variante. Was ist seitdem passiert? Nichts! Schon Anfang des Jahres zeichnete sich ab, dass die Koalition aus SPD und CDU das Thema wieder angehen wollte.

Allerdings sollte nicht der seinerzeit gefasste Beschluss umgesetzt werden, sondern aufgehoben werden. Was auch geschah. Darum gibt es jetzt einen neuen B-Plan. Das ist es was bei den Anwohnern, Bürgern und Frau Nonnemacher, Anger (engl.) für Verärgerung hervorruft. Kein Wunder, das Ursula Nonnemacher nichts von dem Oasis Song „Don´t look back in Anger“ (Blicke nicht im Zorn zurück) hielt und Bürgermeister Müller (SPD) heftige Vorwürfe machte. Es hat tatsächlich den Anschein, als hätte man die Umsetzung bewusst verzögert, bis sich die Mehrheitsverhältnisse wieder ändern. Man hat die Sache ausgesessen.

Frau Dorothea Staiger wies dann darauf hin, dass mit dem B-Plan auch die Gestaltungssatzung geändert werden soll. Ganz unterschwellig und völlig unklar bleibt im Beschluss, welche Auswirkungen das auf den Anfang der Neunziger Jahr beschlossenen Satzung haben wird.

Die Begründung der Stadt ist sehr umfangreich. Darin heißt es, dass 2006 kein Konsens erzielt wurde. Das ist so nicht richtig. Es herrschte zwar keine Einstimmigkeit, aber es gab einen Mehrheitsbeschluss der SVV, der einem Auftrag gleichkommt den der Bürgermeister mit seiner Verwaltung nicht umgesetzt hat. Meiner Meinung nach aus fadenscheinigen Gründen.

Natürlich half alles kritisieren und der Auslegungsbeschluss wurde mit 10 Gegenstimmen und 6 Enthaltungen angenommen. Zurückbleiben Grüne und Anwohner very Anger(y). Jetzt heißt es sich zu wehren und Einwendungen zu schreiben. Das Ziel sollte sein den ursprünglichen B-Plan wieder in Kraft zu setzen und auch umzusetzen.

Uwe Abel

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