Panikbarriere um die Kantschule?

Ich gebe es ja zu als Vater zweier Töchter, welche die Kantschule besuchen hat mich der Artikel aus der märkischen Allgemeinen doch erst mal erschreckt und verärgert: (MAZ Artikel hier klicken)

Nach ein paar Telefonaten hatte sich mein Schrecken aber wieder verflüchtigt, mein Ärger sich aber vervielfacht. Der Artikel beweist mal wieder einmal mehr, dass unsere lokale Presse recht einseitig berichtet und zwar immer im Sinne derjenigen, die gerade regieren. In diesem Fall sind dies der Bürgermeister Heiko Müller und seine SPD. Mal im Ernst, haben Sie schon mal etwas wirklich Kritisches oder negatives gelesen. Zum Beispiel das erst neulich, das zweite Mal hintereinander ein Bauantrag, den Herr Müller favorisiert hatte, in der Abstimmung gescheiter ist? Kein Wort davon in der Märkischen. Aber zurück zum Thema.

Die Märkische leistet hier Amtshilfe zur Tatsachenverdrehung und macht sich der Mittäterschaft der Angst- und Panikmache schuldig. Man will die Fraktion Grüne/ABü als schuldige vors Loch schieben, wenn die Bauarbeiten an der Kantschule zum Stillstand kommen. Angeblich wegen des Antrages der Fraktion Grüne/ABü auf eine barrierefreie Sanierung wird es zum Baustopp kommen. Vorausgesetzt, der Antrag hat Erfolg. Den Originalwortlaut des Antrages finden Sie als Anlage unter dem Text (Mit Genehmigung von Frau Nonnemacher).

Man muss sich fragen, warum der Antrag von Grünen/ABü überhaupt notwendig geworden ist. Weil eine Selbstverständlichkeit nicht eingehalten wird, weil Herr Müller mal wieder, um es vorsichtig zu sagen, nicht ganz bei der Wahrheit bleibt oder sich an bestimmte Aussagen nicht mehr erinnern kann. Bei der Einweihung des Neuen Gymnasiums hat er noch gesagt, dass es nicht möglich war dieses barrierefrei zu gestalten. Dies würde aber auf jeden Fall bei der Kantschule nachgeholt werden. Dem ist aber anscheinend nicht so, wie Frau Nonnemacher nun feststellen musste. Man fiel im wahrsten Sinne des Wortes aus allen Wolken. Da jetzt sich die Kosten wegen einiger unvorhergesehenen Arbeiten erhöhen, die Bauphasen neu geordnet werden müssen und auch Geld umgeschichtet werden muss, ist jetzt die letzte Gelegenheit zumindest ein Mindestmaß an Barrierefreiheit zu schaffen. Natürlich hat das alles seine Grenzen. Ein Fahrstuhl, behindertengerechte WC´s und breite Türen wären das mindeste gewesen. Das Argument, es wäre dafür kein Geld da gewesen zieht nicht. Barrierefreiheit zu schaffen ist bei einer solchen Sanierung Pflicht und wird auch gesetzlich eingefordert. Ich glaube, dass man dies bei der Planung hätte berücksichtigen können, nein müssen. Will man in Falkensee keine Menschen mit Handicap in den Schulen. Schüler Lehrer und Gäste mit Handicap? Übrigens beim neuen Wegeleitsystem macht man sich auch mehr Gedanken über die Farbe, Gestaltung und wer darin alles aufgenommen werden soll, als über das Thema Barrierefreiheit.

Nutzt man diese Chance jetzt nicht die Gesamtschule im Rahmen der Sanierung barrierefrei zu gestalten, ist für die nächsten Jahre die letzte Chance verstrichen eine barrierefrei Schule in Falkensee zu schaffen. Die Kantschule in Falkensee hat den Vorteil, dass hier alle Abschlüsse gemacht werden können. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Fazit: Herr Müller versucht seine Fehlentscheidung auf eine barrierefreie Sanierung zu verzichten zu verschleiern und stellt jetzt die Fraktion der Grünen/ABü als Spielverderber und Blockierer hin. Der barrierefreie Umbau hätte von Anfang an eine Selbstverständlichkeit sein müssen und bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnungen im Beschluss zum Bauantrag. Daher konnte es, der Grünen/ABü Fraktion nicht auffallen, das Herr Müller quasi im Alleingang auf die Umsetzung der Barrierefreiheit verzichtet. Zusätzlich versucht Herr Müller noch mittels Presse zu manipulieren und versetzt die betroffenen Eltern, Schüler und Lehre in Panik, die natürlich von einem Baustopp alles andere als begeistert wären. Die Märkische Allgemeine hatte vor Veröffentlichung des Artikels nicht die Stellungnahme der Grünen/ABü eingeholt oder ein Möglichkeit eines Kommentars eingeräumt. Darüber wird sicherlich nicht nur die Fraktion verärgert sein sondern auch die Bürger, wenn Sie das Spiel durchschauen.

Uwe Abel
Antrag_Sanierung Kantschule

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