Menschheit: Der schlaue Affe!

So die deutsche Übersetzung meiner neuen Errungenschaft. Endlich bin ich dazu gekommen die neue Crippled Black Phönix zu hören. Nachdem ich letztes Jahr „I, Vigilante entdeckt hatte, war ich auf dem Punk Floyd Retro Trip. Das einzige was mich seinerzeit gestört hatte war die Tatsache, dass die Scheibe zu kurz war. Eher eine EP. Nun dreht „(Mankind) the Crafty Ape“ gerade seine Runden auf meinem Plattendreher. Zu kurz wird es sicher nicht. So eine Musik geht halt nur als Doppel LP.

Vorweg gesagt, das neue Album hört man nicht so nebenbei. Konzentration ist gefragt um das Werk zu genießen. Manchmal ist das ganze auch etwas düster, nein bedrückender. Man hat das Gefühl als stehe man kurz vor einer Eruption. Die dann auch kommt, in Form eines Solos oder ein Gitarrenpart, der einem schlicht das Hirn wegbläst und sich fragt, ob man es hier vielleicht doch mit der Wiedergeburt einer Superband a la Pink Floyd.

Trotz der Nähe zu Floyd, ist das ganze Werk nicht eine bloße Kopie der Floyd typischen Klischees. Vielmehr ist das eine Weiterentwicklung. CBP bewegen sich durch die ganze Bandbreite der Scheiben. Irgendwo zwischen Meddle, Atom Hert Mother, The Wall, Animal und Wish you were here. Hin und zurück dazwischen Stoner und Doom Anleihen.

Schon das Intro der ersten Seite überrascht. Vocoder verzehrte Stimme a la Kraftwerk. Das erste Highlight für mich ist dann schon mal „The Heart of every Country“. Ein Song, der fast die ganze Bandbreite des floydschen Kosmos bedient. Sphärisches Rauschen, ein Synthiesound der in der Luft schwebt Engelsgesang im Hintergrund und Glocken. Dann setzt die Gitarre an und i wish you were here. Gänsehaut pur! Nach etwas 2:50 die erste Steigerung Gesang, Gitarre, ein weiters Floyd Zitat. Der Gesang; Waters like, aber düster, bedrückender. CBP sind ja für Ihre Endzeitballaden bekannt. Bei etwa 6 Minuten ein Soli, das sicherlich auch David Gilmor gefallen dürfte. Eine 10-minütige Nummer, die einen bis zum letzten Ton fesselt.

“Laying Traps” zum Beispiel wird teilweise vom Schlagzeug dominiert und erinnert an gute Rockmusik aus den späten 70iger, mit einem Gitarrensound, der einen wie vor einer mächtigen Wand stehen lässt. Oder“Born a Hurricane” macht uns mal die Trommelgruppe. Musste ich gleich mal lauter machen. Die Familie dachte, ich treibe gerade eine Büffelherde durch meinen Keller. Dann im nächsten Moment verliert man sich in den unendlichen Klanglandschaften, die verschachtelten Strukturen verlange hohe Aufmerksamkeit sind aber auch unbeschreiblich schön. Dann gibt es auch kurze Zwischenstücke, eher experimentell. Gerade am Ende der Rille. Zum Beispiel der Regen, das Rauschen Knistern, das Ende der Menschheit halt, beim letzten Stück des Albums “Faced With Complete Failure, Utter Defiance Is The Only Response – Chapter III“ Sperrig aber genial. Genial auch die weiblichen Gesangsparts wohl dosiert und unaufdringlich.

„Release the Clowns“ kommt mit etwas Glamrockanleihen daher. Stampfender Beat, choraler Gesang a la Sweet (Ahhhhhha oder so). Ich könnte hier wirklich noch alle Songs aufzählen. Das würde aber vielleicht den Hörspaß für die mindern, die sich diese Platte noch zulegen wollen. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich ja schon mal auf Youtube umsehen. Da gibt es reichlich Hörproben

“(Mankind) The Crafty Ape” ist ein Konzept Album und ist in drei Kapitel unterteilt “A Thread”, “The Trap” und “Blues of Man”. Ein würdiger Nachfolger der erben von Pink Floyd. Für mich ist es schon jetzt das Album des Jahres. Ein Album, das sich alle, die Musik a la Pink Floyd vermissen ist dies Scheibe ein „Must Have“.

Hörproben:

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