Perspektive oder ewig Gestrig?

Spandau – Da kommt eine Idee, ein Vorschlag aus einer Ecke, die wirklich erstklassig ist und keiner hat damit gerechnet. Kostenloses W-Lan für Spandau. Klar haben die Piraten da Schützenhilfe gegeben, warum auch nicht.

Wenn man das kostenlose W-Lan beschlossen hätte, wäre Spandau Vorreiter in Berlin gewesen. Ein Alleinstellungsmerkmal, was sicherlich nicht nur die Anwohner erfreut hätte. Man hat aber nicht beschlossen sondern den Vorgang wieder zurück in zwei Ausschüsse verwiesen. Zu verdanken haben wir das der SPD und den Grünen (GAL). Das Abstimmverhalten der GAL ist nicht erklärbar. Anscheinend fühlt man sich der Zählgemeinschaft verpflichtetet. Denn Dank der GAL Stimmen wurde der schwächere Kandidat zum Bürgermeister gewählt. Im Klartext, die GAL hat gegen Ihr eigenes Wahlprogramm gestimmt, dort heißt es:

„Offenes Netz in Berlin: Förderung drahtloser Angebote (WLAN) und Breitband für alle
Das Internet ermöglicht eine zusätzliche Informations- und Interaktionsebene überall im Alltag…. Die Möglichkeiten des drahtlosen Internetzuganges wollen wir schnellstmöglich besonders im Bereich des ÖPNV gemeinsam mit den Betreibergesellschaften umsetzen, um die Nutzung dieser Verkehrsangebote noch attraktiver zu machen.
Damit Berlin digitale Hauptstadt bleibt, muss die Versorgung mit Internetzugängen gefördert werden. Wir Grünen werden gemeinsam mit den NetzbetreiberInnen, ExpertInnen und interessierten NutzerInnen einen Plan aufstellen, damit alle Gebiete der Stadt gleichermaßen mit schnellem Internet versorgt sind. …“

Die GAL gibt als Grund unter anderem die höhere Strahlenbelastung an. Stimmt im Grunde schon. Die GAL hätte sich mal lieber mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzen sollen und informieren müssen. Der Antrag sah vor, dass man auf vorhandene Netze, vor allem den Freifunk zurückgreifen will. Die GAL scheint nicht zu wissen, das bereits eine gute Netzabdeckung vorhanden ist. Wenn die Damen und Herren der GAL wüssten wo überall schon Freifunk existiert, sie wären überrascht. Auch das zweite Argument, das die als Internetcafes getarnten Spätkauf Geschäfte vor dem Aus stehen ist nur teilweise wahr, aber auch nicht wirklich schlimm. Wenn überhaupt werden die Internetcafe´s nur von Personen genutzt, die gar keinen Computer haben. Die GAL ist nicht nur unflexibel sondern auch noch schlecht informiert.

Was mich ärgert, das die GAL mit ihren ewig gestrigen Gedanken, einfach nur vernünftige Idee blockiert. Dass kann doch nicht nur daran liegen, das die GAL Mitglieder doch schon relativ alt sind und anscheinend immer noch im Gestern der ´68iger Genaration verweilt. Wo bleibt das junge Blut? Wo bleiben neue Impulse? Vielleicht sollte man der GAL mal erklären, das „Grüne Politik“ in Spandau mehr ist als Umweltschutz, Alternativer Straßenverkehr und Bioernährung. Da ist es doch sehr erfrischend, das zumindest die AG „Grüne Perspektive“ neuen Ideen offen gegenüber steht. Wie auch der folgenden Presseerklärung zu entnehmen ist. WLAN_Spandau

Schön das es doch noch eine Perspektive gibt, die unter dem grünen Logo agiert. Die Grüne Perspektive ist der altbackenen GAL immer noch ein Dorn im Auge. Vielleicht entscheiden sich bald noch mehr Grüne gegen „Ewig Gestrig“ und suchen nach einer „Perspektive“

Uwe Abel

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7 Kommentare zu „Perspektive oder ewig Gestrig?“

  1. Lieber Uwe, liebe Leser/innen von Uwchens Kommentaren,
    auch wenn Du Deinen Kram noch so oft wiederholst – er ist wieder mal falsch und endet erneut in eine Generalbeschimpfung der AL Mitglieder. Nimm doch einfach zur kenntnis: Die GAL Fraktion hat nicht „abgelehnt“, sonder überwiesen. Und natürlich war das richtig. Kosten, Konzepte, Einsatzorte, rechtliche Grundlagen und selbstverständlich auch Emissionsfragen sind immerhin zu klären. Das ist das richtige Vorgehen und die Fraktion handelte korrekt und verantwortlich. Aber eigentlich bin ich nicht vorrangig über Deine erneuten Falschinformationen oder fehlende Informationen amüsiert. Mich faszinieren hauptsächlich Deine Kommentare die Du so verbreitest. Woher willst Du z. B. bitte schön wissen, was das Duchschnittsalter der Mitglieder der AL Spandau ist? Und: Was geht Dich das eigentlich an? Es ist schon interessant, dass Uwe Apel wirklich glaubt, dass gute politische Arbeit vom Alter abhängt!
    LG
    Sieglinde Müller

    1. Liebe Sieglinde,

      Okay, deine Meinung. Die Überweisung in die Ausschüsse verzögert doch nur den Vorgang. Warum? Kann man sicherlich nur spekulieren. War die Fraktion in der BVV nicht ausreichend vorbereitet? Wieso kommt man dann mit so einem blöden Argument, von wegen Strahlung und die Internetcafes schützen.

      Stimmt das mit dem Alter der AL Mitglieder kann ich nicht wissen. Auch schützt Alter vor Torheit nicht. Ich meinte das Alter der Entscheider und Verantwortlichen in der GAL und der Bezirksverordneten. Meine persönliche Meinung ist, das sich die GAL in Spandau zu viel mit Themen beschäftigt die Standard sind und nicht mal etwas Neues wagt. Was mich das angeht? Eine ganze Menge. Immerhin arbeite ich in dem Bezirk, wo die GAL ihr Unwesen treibt und zweitens kann ich als „Grüner“ eure Art grüne Politik zu machen nicht gutheißen. Ich habe schon gemerkt, das Kritik aus eigenen Reihen nicht willkommen ist, schon gar nicht wenn das öffentlich diskutiert wird. Werde ich in Zukunft aber auch weiter tun, bis sich was ändert.

      Es freut mich, wenn ich zu Deiner Unterhaltung beitragen konnte. Schließlich soll das Lesen hier ja auch Spaß machen.

      Uwe Abel

  2. OK, bei der SPD wundert es mich eigentlich nicht, die meisten der älteren Damen und Herren sind gerade einmal in der Lage Unfallfrei einen Computer anzuschalten und das Wort Internet in den Mund zu nehmen.

    Bei der „GAL“ sind wahrscheinlich alle schon so verstrahlt das da eh keiner mehr etwas merkt, wie in Punkto“FDP“, willst du deine Wähler loswerden dann erzähl irgendetwas zu einem Thema von dem du keine Ahnung hast, allerdings so überzeugend das auch der letzte Nichtwähler merkt wie realitätsfremd einige Parteien oder deren Mitglieder sind….

  3. Hallo Uwe,
    die GAL hat nicht gegen ihr eigenes Wahlprogramm gestimmt, sondern gegen das der Landesgrünen.;) Kleiner Unterschied.:-)

    Bodo Byszio
    Sprecher der AG Grüne Perspektive Spandau

      1. so ein Quatsch,

        die GAL hat nicht gegen etwas gestimmt, sondern f ü r eine Ausschussüberweisung, da erst diverse Fragen auch rechtlicher Natur geklärt werden müssen bevor ein Konzept zur Umsetzung vom Bezirksamt gefordert werden kann.

        Als sogenannter “ Alt 68 er “ bin ich zwar auch gerne mal für legal-illegal-scheißegal —-

        Schaufensteranträge dieses Kalibers gehören aber eigentlich sofort abgelehnt und besser formuliert erneut gestellt, selbst wenn man die Grundintension befürworten sollte.

        Siehe auch Wikipedia: Freifunk

        Ernst John

      2. Nein! Kein Quatsch! Sondern ein Beleg dafür, das die GAL in Spandau dringend ein Verjüngung und Erneuerung braucht. Das dies der GAL Spandau Scheißegal ist hat sie ja nun schon oft genug bewiesen. Taktisch war das Verhalten unklug und die Begründung widerspricht ja Ihren Ausführungen. Aber was soll´s.

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