Das Staffelfinale in Schönwalde!

<Schönwalde Glien>   Wenn man die Ereignisse der Schönwalder Kommunalpolitik mit einer Soap vergleicht, dann würde ich nach den gestrigen Ereignissen vom großen  Staffelfinale sprechen.

Aber der Reihe nach. Der Gemeindesaal war gut gefüllt. Selten waren soviel Besucher zur Ortsbeiratssitzung anwesend. Der Grund war ja klar. Alle wollten die Abwahl von Frau Zock live erleben. Allerdings mit unterschiedlichen Motiven. Sowohl Befürworter des Antrages als auch Unterstützer von Frau Zock teilten sich die Stühle. Einer fehlte. Bodo Oehme zog es vor dieser wichtigen Entscheidung nicht beizuwohnen.

Die Einwohnerfragestunde wurde auch gleich von Olaf Prescher mit einer Frag zum Abwahlantrag eröffnet. Er wollte wissen, welche Gründe es für den Antrag gäbe. Die beiden Antragsteller Jürgen Mund (CDU) und Mario Bauer (Die Linke) konnten diese Frage nicht wirklich klar und zufrieden stellend beantworten. „Man könne halt nicht mehr miteinander“. Recht dünn und blass, sowie die beiden Antragsteller, die kein wirklich gute Figur in der Diskussion machten. Die Diskussion wurde teilweise sehr emotional geführt. Frau Zock bewahrte Übersicht und die Contenance, was angesichts des emotionalen Stresses eine ehrenwerte Leistung war. Im Laufe der Diskussion wurde festgestellt, dass überhaupt nicht im Vorfeld von Problemen gesprochen wurden. An Frau Zock wurde auch kein Rücktrittswünsche herangetragen. Der Antrag traf Sie völlig unvorbereitet. Her Schatz von der CDU war der Meinung, dass man den Ortsbeirat nicht manipulieren dürfe und den Berger die Gründe nichts angehen würden. Frau Dr. Krieg (CDU) warf Frau Zock schwere Verfehlungen vor. Auf Nachfrage von Michael Krug (parteilos), wollte sie diese Verfehlungen aber nicht nennen.

Michael Krug fordert daher einen nicht öffentlichen Teil einzuführen um den Sachverhalt zu klären. Die Gäste mussten den Saal verlassen und durften nach ca. 15 Minuten wieder in den Saal. Von allen Beteiligten wurde versichert, das die Gründe nicht gravierend oder schlimm waren.

Als nächster Punkt stand die Protokollkontrolle auf der TO. Durch einen Fehler waren die Protokolle der beiden Sitzungen auf Bande vermischt worden. Die Qualität der Bänder war auch sehr schlecht. Die und auch die Tatsache, das sich einige Fehler in das Protokoll eingeschlichen hatten, nutzen Frau Dr. Krieg und Frau Kosche um den Beweis anzutreten, das Frau Zock ihr Amt nicht gut ausgeübt hatte. Ein recht peinlicher Versuch, der leicht zu durchschauen war, wie der ganze Abwahlantrag.

Dann folgte der Tagesordnungspunkt zur Abwahl von Frau Zock. Letztere nutzte die Gelegenheit zur einer Stellungnahme, in der sie Ihre Enttäuschung zum Ausdruck brachte, aber auch über die Erfolge berichtete, die sie mit dem Ortsbeirat erreicht hat.  Den ganzen Wortlaut finden Sie hier:   Erklärung Frau Zock  Wenn man die ganze Liste der Erfolge und Beschlüsse liest, fragt man sich, was es eigentlich für ein Problem geben könnte.

Für Herrn Mundt war dies der letzte Grund, der ihm gefehlt habe seinen Abwahlantrag zu rechtfertigen. Auch Michael Krug übte noch einmal Kritik an der Art und Weise. Er sagte, es kann nicht das Ziel der Politik sein unbequeme Mitstreiter auszuschalten, bis nur noch angepasste und unfähige übrig bleiben Frau Zock sei nicht immer bequem gewesen, aber eine engagierte Freizeitpolitikerin, die eine solche Behandlung nicht verdient hätte. Danach folgte die geheime Abstimmung, die erwartungsgemäß zur Abwahl führte.

Frau Zock führte die Versammlung ordentlich und souverän zu Ende und das trotz der unqualifizierten und dummen Zwischenrufe der Zock Gegner.

Fazit:  Ja der Ortsbeirat hat das Recht seine/n Vorsteher/in selbst zu wählen. Offensichtlich waren aber die Antragsteller nicht in der Lage ihren Antrag zu begründen. Auch im Vorfeld waren sie nicht in der Lage ein klärende Gespräch zu führen um eventuelle Differenzen mit Frau Zock zu klären. Der Antrag wurde in der Weihnachtszeit gestellt, gerade wenn man zu Ruhe kommen will, die Weihnachtsvorbereitungen  vorzunehmen hat und eigentlich eine versöhnliche Stimmung haben sollte. Das so ein Antrag  von der so genannte Christlich Demokratischen Union in dieser Zeit kommt, lässt eigentlich nur den Schluss zu, das man hier Frau Zock persönlich treffen wollte. Das Bodo Oehme dann auch noch einen Tag nach Auftragseingang sich schon bei der Kommunalaufsicht beschwert, weil Frau Zock hier den Vorgang verzögern würde. Ein Indiz dafür, dass der Abwahlantrag nicht nur vom Ortsbeirat sondern auch von anderen Mitgliedern der Gemeindevertretung vorangetrieben wurde.

Insgesamt eine peinliche Vorstellung der CDU und er beiden Antragsteller. Die haben zwar nach ihrer Meinung ihr Recht durchgesetzt; bei den meisten Besucher und Beobachtern bleibt aber ein ungutes Gefühl zurück. Hier wurde versucht eine politische Querdenkerin zu demütigen und dies in einer unwürdigen und beschämenden Weise. Der Wähler wird dies hoffentlich nicht vergessen und in seinem Votum bei der nächsten Wahl seine Meinung zu Ausdruck bringen.

Wer glaubt Frau Zock wäre jetzt aus der Soap „raus geschrieben“, um bei der Sprache der Seifenoperproduzenten zu bleiben, der sieht sich getäuscht. Frau Zock wird weiter im Ortsbeirat und in der Gemeindevertretung aktiv mitarbeiten.

Uwe Abel

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